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Totgespielt

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"Lauf, soweit du kannst! Und dann frag dich, wem du noch vertrauen kannst!"

INHALT:
Der erfolgreiche Thriller-Autor Andreas Herzog erwacht nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus zu schrecklichen Neuigkeiten: Er soll seine Ex-Frau grausam verstümmelt und ermordet haben – vor den Augen ihres gemeinsamen Sohnes. Doch Herzog ist überzeugt von seiner Unschuld und stürzt sich in eine waghalsige Flucht mit der jungen Krankenschwester Lina. Während Herzog sich den Dämonen seiner Vergangenheit stellt, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion: Weitere brutal zugerichtete Leichen tauchen auf – ermordet nach dem Muster in Herzogs letztem Thriller …

Dieser schonungslose Thriller ist L.C. Freys bisher gewagtester Roman – und vielleicht auch sein persönlichster?

AUS DEM BUCH:
Das Blut war überall. Es bedeckte die Wände der Hütte, die kitschigen Spitzenvorhänge an den Fenstern, das Bett. Ein fettiger, roter Streifen war quer über das Glas der kleinen Fensterscheiben gespritzt und lief jetzt herab, erstarrend und von Reif überzogen durch die Kälte des Glases, die gleichsam wie die Kälte des Herzens war. Denn das Herz war tot und es hatte aufgehört zu schlagen, für immer.

Nackte Betonwände, ein Steinfußboden, auf dem ein Stuhl stand, in der geometrischen Mitte des Bildausschnittes. Der Täter hatte die Kamera im äußersten Winkel des Raumes unterbringen müssen, damit sie das gesamte Geschehen einfangen konnte. Damit man das gefesselte Mädchen gut sehen konnte, das auf dem Stuhl auf Zehenspitzen stand. Das tat sie, weil um ihren Hals ein Seil geschlungen war, dessen Ende an der Decke befestigt worden war. Ihr Balanceakt auf dem wackeligen Stuhl war alles, das sie noch von einem tödlichen Sturz in die Tiefe trennte.
Auch an dem Stuhl war ein Seil befestigt.

Sie macht den Mund auf, denn sie muss den Mund aufmachen, damit er den Schuh hineinschieben kann, wie jedesmal. Heute ist er beinahe sanft dabei, und sie schmeckt den schmutzigen Plüsch, feucht von ihrem eigenen Speichel. Sie dreht den Kopf zur Seite, und ihr Blick fällt auf den Mond draußen vor dem Fenster, eine schmale Sichel nur, halb verdeckt von dichten, düsteren Wolken. Vermutlich wird es regnen, später heute Nacht. Sie schließt die Augen, wie jedesmal. Er erlaubt nicht, dass sie ihn anschaut, dass sie irgendwo hinschaut, während er auf ihr ist. Er hat gesagt, dass er sie umbringt, wenn sie die Augen öffnet, bevor es vorbei ist. Sie glaubt ihm.

Empfohlen für Leser ab 18 Jahren.

419 pages, Kindle Edition

First published February 13, 2016

13 people want to read

About the author

L.C. Frey

118 books11 followers
„Die ersten Plätze in den Bestsellerlisten ist er gewohnt, in den Kategorien Suspense und Psychothriller rangiert er meistens auf Platz 1. Viele Auszeichnungen schmücken seine Vita. Bestseller-Autor L.C. Frey ist […] sehr bekannt für seine Krimis und Horrorthriller.“ – Angela Baur, Tolino Media Blog

L.C. Frey hatte, wie die meisten Autoren, jede Menge Jobs, bevor er zum Schreiben fand. Der diplomierte Ingenieur optimierte Bewegungsabläufe für Roboter und plante Fließbandanlagen, bevor er sich für eine Weile als Berufsmusiker und mit einem Tonstudio durchs Leben schlug. Seine Liebe zur Literatur führte ihn 2011 nach Leipzig, wo er seitdem lebt und an seinen Romanen arbeitet, wenn er nicht gerade Cover für seine und die Bücher anderer Autoren entwirft. Als Selfpublisher erreichte er mehrfach vordere Plätze in den Amazon-Verkaufscharts sowie 2016 den Status „Bild-Bestseller“. Im September 2015 erhielt der Autor den begehrten Kindle Unlimited Allstar, eine Auszeichnung für besonders beliebte und vielgelesene Autoren.

Frey liebt es, seine Leser mit der abgründigen Seite der menschlichen Seele zu konfrontieren, wobei er sich bisweilen auch dabei ein Augenzwinkern nicht verkneifen kann. Unter dem Pseudonym Ina Straubing schrieb er außerdem den Liebesroman Die Liebe ist ein Trampeltier, der im Montlake Romance Verlag von Amazon erschien.

L.C. Frey ist außerdem der Autor zweier interaktiver Spieleabenteuer, die du hier kostenlos spielen kannst. Neben dem Schreiben versucht sich der Autor gelegentlich als Musiker und spielt Gitarre in der Leipziger Stoner Rock Band The Stones of Arkham. L.C. Frey lebt mit seiner Lebensgefährtin in Leipzig.

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Profile Image for Denise.
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February 13, 2016
Andreas Herzog ist Thrillerautor. Ein einigermaßen erfolgreicher Thrillerautor. Sein neustes Werk erscheint Heiligabend und nach der ersten Lesung macht er sich auf den Weg zu seiner Exfrau und seinem Sohn Tommy. 3 Tage später wird Herzogs Porsche am Straßenrand gefunden. Der Autor selbst liegt verletzt im Krankenhaus und hat keinerlei Erinnerung. Es gibt nur einen Hinweis: einen Schriftzug auf seinem Arm "Du warst es nicht"...

"Totgespielt" ist mein zweiter Thriller aus der Feder von L.C.Frey und hat mir sehr gut gefallen. Der Autor erschafft mit Andreas Herzog quasi ein Spiegelbild seiner Selbst und jagt den Thrillerautoren durch eine Story, die mich an den Fingernägeln knabbern ließ.

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Zum Großteil begleitet man den Schriftsteller Andreas Herzog bei seinem Zug durch Bars, Frauenwohnungen und dem Krankenhaus, in dem er behandelt wird. Dort wird er auch mit der Realität konfrontiert: seine Exfrau wurde ermordet. Einziger Verdächtiger: er selbst! Hals über Kopf und ohne einen Plan türmt der Autor aus dem Krankenhaus und begibt sich auf die Suche nach dem Täter, der vielleicht in ihm schlummert.

Herzog ist beleibe kein Sympathieträger. Zu Beginn fiel mir nur ein Wort für ihn ein: Arschloch! Mit fast diabolischen Freuden las ich von seinem Unfall und hoffte, dass ihm dieser Schlag sein großes Maul stopft. Doch schnell erkannte ich, dass Andreas gar nicht so mies ist, wie er scheint. Je länger seine Flucht andauerte, desto mehr forschte und zweifelte ich mit ihm an seiner Persönlichkeit, hatte Angst um seinen Verstand und verfluchte die Polizei.

Auch die anderen Figuren, allen voran Dr. Steinlein und Hauptkommissar Walkowiak, haben Ecken und Kanten. Das hat mir sehr gut gefallen. L.C. Frey glorifiziert in keinster Weise die Ermittler, sondern zeigt sie realistisch und menschlich. Und so konnte ich die Wutausbrüche Walkowiaks sehr gut nachvollziehen und habe nur kurz mit der Wimper gezuckt, als er nicht ganz gesetzeskonform handelt. Das machte den Reiz der Geschichte aus.

Die Story selbst ist spannend und mitreißend erzählt. Der Autor baut durch die Selbstzweifel Herzogs einen unbändigen Sog auf, schleift seine Leser immer tiefer in das geistige Labyrinth und rammt ihnen zum Schluss die Wahrheit so unbarmherzig ins Hirn, dass ich erschrocken keuchte. Und selbst als ich dachte "Ha, jetzt weiß ich, was du von mir willst, Frey", gab es eine neue Abzweigung, die mich stutzen ließ. Einfach toll!

Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. L.C. Freys Erzählweise ist knackig, an den passenden Stellen mit Ironie gespickt und mit Liebe zu blutigen Details. Für mich eine gelungene Mischung.

Fazit: der Autor hat meine Nerven totgespielt! Unbedingt lesen!
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