Eine Immigrantin, eine Studentin und ein Politiker ringen um ihre Ideale. Ursula Fricker erzählt lebendig, authentisch, aktuell von Flüchtlingen in einer Großstadt.
Beba träumt von einer Karriere als Pianistin, arbeitet aber als Prostituierte. Nach dem Krieg in ihrer Heimat ist sie der Armut entflohen. Sie spart auf ein Klavier, fängt an, in einem Jazzclub aufzutreten.
Auch Isa, eine Studentin, träumt. Sie will die Welt verbessern und gerät in den Kreis linker Aktivisten. Zunehmend militanter unterstützen sie und ihre Genossen die Flüchtlingsbewegung.
Innensenator Ottens Utopien sind längst dem politischen Alltag gewichen. Unter Zugzwang lässt er ein illegales Flüchtlingscamp räumen, nicht ahnend, was ihn diese Entscheidung kosten wird.
Ein Roman über die Sehnsucht nach dem Guten und Richtigen, über drei Menschen, die sich selbst behaupten müssen und staunend erkennen, wer sie eigentlich sind.
Gut: die Gedankengänge des Politikers, einer der drei wechselnden Erzählperspektiven im Roman. Durch den Wechsel zwischen den Figuren wird man aber immer wieder aus der Geschichte herauskatapultiert, vieles ist konstruiert und klischeehaft. Wo es sehr interessant werden könnte - etwa bei den Motiven für die Radikalisierung der Studentin oder der Flüchtlingsthematik - bleiben die Konturen holzschnittartig, die Entwicklung der Figuren bleibt zu oberflächlich.