Die beschauliche Herbstidylle Fehmarns wird jäh unterbrochen, als Angler am Strand von Katharinenhof eine Leiche entdecken. Ein paar Kilometer weiter wird Charlotte Hagedorn, eine ältere Dame, auf ihrer Terrasse am Fehmarnsund fast zu Tode geprügelt. Die Nichte der verletzten Charlotte hat auf ihrem Weg nach Fehmarn einen Autounfall - alles nur Zufall? Kommissar Westermann und Hauptmeister Hartwig suchen nach Zusammenhängen, tappen aber völlig im Dunkeln. Niemand ahnt, welches Ziel der Täter tatsächlich verfolgt.
3,5 Sterne Ich mag Küstenromane und Küstenkrimis, daher ist mir diese Buchreihe aufgefallen. "Küstenschrei" ist der erste Band einer Krimireihe, die auf der Ostseeinsel Fehmarn spielt. Am Strand wird eine Leiche entdeckt. Eine ältere Frau wird brutal verprügelt und ihre Nichte hat zeitgleich einen Autounfall. Zufall? Für einen Krimi bietet die Geschichte wenig Spannung bzw. die Spannung erlebt man eigentlich erst zum Ende des Buches. Das ist sicherlich für viele Leser enttäuschend. Mir hat das Buch trotzdem gut gefallen, denn ich mochte die Inselatmosphäre und die Geschichte an sich. Die Charaktere hätten gerne noch etwas ausgefeilter sein dürfen, aber da es der erste Band ist, kann das ja noch werden...
Leider war Küstenschrei für mich bis jetzt das schlechteste Buch dieses Jahr. Der Schreibstil war überhaupt nicht mein Fall, es las sich teilweise wie ein Schulaufsatz oder der erste Entwurf/Text eines "Kreatives Schreiben"-Workshops. Es gab auch keinen einzelnen Charakter, für den ich Sympathie oder Interesse entwickeln konnte. Auch haben sich die Charaktere sehr merkwürdig verhalten und auch gesprochen, vor allem haben sie ständig seltsame Selbstgespräche geführt. Außerdem strotzt dieses Buch gerade nur so von Klischees, besonders bei den Charakteren. Etwas Spannung kam für mich persönlich nur am Ende auf, denn ich wusste eigentlich fast schon von Anfang an wer der Täter ist, nur das Motiv wird erst am Ende ans Licht gebracht. Ansonsten plätschert die Handlung vor sich hin und die Autorin verliert sich des öfteren in völlig unnötigen Beschreibungen von alltäglichen Dingen. Z.B. bekommt man 1-2 seitige Beschreibungen, wie jemand Zähne putzt, sich eine Pizza in den Ofen schiebt, oder wie sich jemand Tee kocht. Für mich persönlich war das Setting (Ostsee, Insel Fehmarn) das Beste an dem ganzen Buch, sonst konnte mich leider gar nichts überzeugen. Dies ist der Auftakt einer Reihe, aber ich werde von weiteren Büchern der Autorin wohl lieber die Finger lassen.
Für den ersten Aufschlag einer neuen Krimi-Reihe fand ich diesen Band okay, habe mich aber immer wieder an den inneren Monologen sowie auch langen Dialogen gestört, so dass ich einfach nicht so richtig in den Lesefluss gekommen bin. Die Kombi Westermann & Hartwig hat mir dabei ganz gut gefallen, auch wenn ich es zunächst gar nicht so sehr auf dem Schirm hatte, dass die beiden zukünftig sozusagen den Kern der Geschichten bilden werden.
Die zu Beginn gut aufgebaute Spannung stagniert irgendwann bis erst kurz vor Schluss. Der Täter ist bereits schon früh recht eindeutig. Teilweise verliert sich die Autorin in für die Handlung unwichtigen Beschreibungen. Trotz allem gut zu lesen und eine nette Krimilektüre mit Luft nach oben.