Raoul Schrotts Logbuch einer faszinierenden Reise zum letzten weißen Flecken dieser Welt: Den letzten weißen Fleck im Atlas der Erde zu beschreiben, die höchstwahrscheinlich letzte noch unentdeckte Region dieser Welt zu bereisen – das ist hier keine literarische Fiktion. Zusammen mit einer wissenschaftlichen Expedition hat Raoul Schrott sich in diesen entlegensten aller Orte im Länderdreieck von Tschad, Sudan und Libyen aufgemacht. Bei Haymon hat er das Logbuch dieser Reise vorgelegt, die von der Millionenstadt N’Djamena über das Ennedi, ‚eine der schönsten Landschaften dieser Erde‘ in das ‚Feindland‘ der Erdis führte und schließlich zum ‚letzten Außenposten der Zivilisation vor dem Nichts‘: dem verlassenen Fremdenlegionärsfort Agoza. Es ist dies ein Bericht über unvorstellbare Armut, humanitäre Katastrophen und politische Putschversuche, den ungleichen Handel zwischen Europa und Afrika – aber auch die Erzählung einer Reise ins Nirgendwo, zu einer Mitte der Welt und zum eigenen Selbst. Durch Fotos und Abbildungen erweitert, ist „Die Fünfte Welt“ ein poetisches Dokument über die Rätselhaftigkeit alles Entlegenen.
Prof. dr. Raoul Schrott, is an Austrian poet, writer, literary critic, translator and broadcast personality.
Schrott was raised in Tunis where his father served as an Austrian sales representative. He attended the universities of Norwich, Paris, Berlin and Innsbruck where he studied comparative literature and linguistics.
He was an assistant to French surrealistic poet Philippe Soupault. He earned his PhD in philology (combining linguistics and literary studies), and currently works as professor on many Austrian and foreign universities. He was very much interested in Dada and surrealism movement, and Schrott completed a thesis on 'Dada 1921 - 1922 in Tyrol'. He translated Homer's writings and modern adaptation of the Babylonian-Assyrian Epic of Gilgamesh into German.
Dr. Schrott is a polyglot, particularly acknowledged for his foreign language skills such as Breton, Basque and Occitan, but he also speaks English, French, Italian, Corsican and Gaelic.
Mit der kurzen Reportage "Die fünfte Welt" versucht Raoul Schrott zu erfahren, wie es früher war, als die Welt noch nicht entdeckt und erforscht vor uns lag. Mit einer kleinen Expedition machte er sich in das Dreieck der Länder Tschad, Sudan und Libyen auf, um in der Leere und Wüste unentdeckte Landstriche zu erforschen.
Schnell wird dies aber nicht nur die harsche Realität der Abenteurerfantasie, sondern eine Konfrontation mit dem endlichen Dasein, mit der Frage, was Leben und Vermächtnis bedeutet. Geschickt werden politische und historische Fakten in den Text eingefügt, ein Bildanhang ergänzt das Logbuch mit alten und neuen Aufnahmen aus den Gebieten. Unaufgeregt und spannend, ein kleines Büchlein, das mit alten Sehnsüchten spielt.
Nicht meins. Ich las "Kamsin. Die fünfte Welt", S Fischer und hatte ständig den Eindruck, dass mich das Thema brennend interessieren würde, hätte es nicht Herr Schrott geschrieben. So ist es halt, mein Geschmack. Der letzte Teil mit Fotos und Landkarten hat mich dann wieder mehr interessiert.