Der Roman-Klassiker über das bekannteste Bergsteigerdrama der Alpen. Anhand von Berichten, Protokollen und Tagebucheintragungen rekonstruiert Carl Haensel die tragischen Ereignisse während der Erstbesteigung des Matterhorns durch den Engländer Edward Whymper. Geschildert wird der erbitterte Wettkampf zwischen ihm und dem italienischen Bergführer Carrel - bis heute eine der spannendsten, aber auch dramatischsten Berggeschichten.
Spannend? Packend? Vielleicht in Teilen! Aber sonst? Der Autor hat ein Talent, die Natur und zwischenmenschliche Beziehungen in blumig dramatischer Sprache zu beschreiben, aber der Rest? Ein sehr maskulin erzähltes Gschichterl über die Erstbesteigung des Matterhorns durch Edwar Whymper. Dieser "besteigt" grundsätzlich nur "unberührtes, jungfräuliches", alles andere ist reine Zeit- und Kraftverschwendung; genauso übrigens wie die Beziehung zu den Weibern, die nur Bremsklötze von Männern sind, die zu Großem bestimmt wurden. So dümpeln also die Herren der Schöpfung bis zur Spitze des Matterhorns dahin und pflanzen dort ihre Fahne auf - und was bringt nun diese "Besteigung" der Menschheit? Weltfrieden? Heilung von tödlichen Krankheiten? Reichtum für die Armen, Essen für die Hungernden? Nichts davon (ausser man nimmt den Tourismus mit in die Liste auf), aber Hauptsache, man ist ERSTER! Dass dafür vier Menschen den Tod fanden, ist schlimm, aber "auch ehrenhaft". Nun ja.