Warum muss Strafe sein? Die Beitrage betreffen zunachst aktuelle Strafbegrundungstheorien, insbesondere solche, die in der Strafe einen Tadel sehen. Eine klare Unterscheidbarkeit zwischen absoluten und relativen Straftheorien wird heute nicht selten bezweifelt. Moralische Appelle allein legitimieren Strafe so wenig wie rein konsequentialistische Argumente. Selbst die Rolle des Tadels bedarf weiterer Diskussion. Sodann geht es um Hegels Straftheorie und hierbei insbesondere um seinen Begriff der Anerkennung. Tadel steht fur Hegel im Kontext der Wiederherstellung eines Rechtsverhaltnisses, erfahrt bei ihm aber auch Begrenzungen unter dem Gesichtspunkt der Verzeihung. Auch stellen sich, will man Hegels Straftheorie verstehen, fur den heutigen Leser Ubersetzungsprobleme. Schliealich wird untersucht, ob Hegels Sicht der Dinge die zeitgenossischen Ansatze zum Verstandnis der Strafbegrundung befruchten kann. Das erfordert es, ihn fur mehr als nur einen Klassiker des Strafrechtsdenkens zu halten. Man kann sich zum Beispiel von Hegel inspirieren lassen, neu uber das Verhaltnis von Staat und Recht nachzudenken und etwa Fragen des modernen Volkerstrafrechts mit seiner Hilfe zu analysieren.
In some books the Author's name is spelled "Andrew von Hirsh"
Andreas von Hirsch is Emeritus Honorary Professor of Penal Theory and Penal Law at the Cambridge University, and Honorary Professor of Penal Theory at the Law Faculty, Goethe-University Frankfurt, Germany. Much of his earlier writing has appeared under his anglicised name, Andrew von Hirsch.