Hommage an die Nobelpreisträgerin der Embryonalforschung Christiane Nüsslein-Volhard ist eine prägende Gestalt der modernen Biologie – eine Forschende, deren geistige Schaffenskraft der Wissenschaft die genetische Landkarte der Embryonalentwicklung erschlossen hat. Als erste Deutsche, die mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde, steht sie exemplarisch für jene seltene Mischung aus intellektueller Brillanz und beharrlicher Hingabe. Mit fast mütterlicher Fürsorge widmete sie sich der Entschlüsselung der Gene, die das Werden eines Organismus leiten. Ihre geduldige Aufmerksamkeit, ihr nährender Geist und ihre unerschütterliche Beharrlichkeit zeigen, dass echte Schöpferkraft nicht in spektakulären Gesten, sondern im behutsamen, stetigen Kultivieren bahnbrechender Ideen liegt. So wurde sie – jenseits eigener Mutterschaft – zu einer mütterlichen Lichtgestalt der Forschung, die das Erbe der Wissenschaft mit seltener Sorgfalt hütet und zugleich erneuert.
Sehr schöner kurzer Einblick in die Geschichte der Genetik und der Embryonalforschung durch die Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard. Nicht nur für Biologiestudenten interessant sondern meiner Meinung auch für interessierte Laien eine gute Lektüre.