Katastrophen haben die Welt von Anbeginn geprägt. Schon zu Urzeiten erlebten die Menschen die Natur als belebt und meinten, sie werde von Dämonen beherrscht. Dürren und Überschwemmungen, Hitze- und Kälteperioden, Hagel- und Sandstürme galten ebenso als Himmelswerk wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, wandernde Gletscher oder die Bedrohung durch wilde Tiere. Die gesamte Geschichte hindurch hat die Menschheit vergeblich versucht, sich gegen solche elementaren Bedrohungen zu schützen. Mit der Entwicklung der modernen Naturwissenschaften schien der Traum von der Beherrschung der Naturgewalten greifbar nah. Die Idee des Fortschritts verhieß den Menschen, dass sie in der Lage sein würden, die Natur zu kontrollieren und zu zähmen. Aber im 20. Jahrhundert mussten sie lernen, dass diese Entwicklung statt dessen neue, vom Menschen verursachte Katastrophen mit sich brachte, dass harmlose Fehler unabsehbare Folgen nach sich ziehen konnten. Dieses Buch führt die Schrecken des letzten Jahrhunderts erneut eindrucksvoll vor Augen, von Schiffskatastrophen wie dem legendären Untergang der Titanic 1912 und der tragischen Havarie der Estonia 1994 bis zu den Katastrophen der Raumfahrt wie Apollo I 1967 und der Challenger-Explosion im Jahre 1986, vom Super-GAU von Tschernobyl 1986 bis zu den fast zum Alltag gewordenen Flugzeugabstürzen auf allen Kontinenten. Aber auch der Tribut, den die Natur weiterhin fordert, findet sich auf seinen Seiten, sowie die Vulkanausbrüche, Erdbeben und Überschwemmungen, die die Menschheit im 20. Jahrhundert erschütterten wie alle Zeit zuvor.