Jeux de manipulation – Oder: Warum Ihr Büro eigentlich ein Kindergarten für Erwachsene ist Alain Cardon liefert mit „Jeux de manipulation“ die ultimative Bedienungsanleitung für den täglichen Wahnsinn im Großraumbüro und erklärt uns endlich, warum wir uns nach manchen Meetings fühlen, als hätten uns „Energie-Vampire“ ausgesaugt. Mit der chirurgischen Präzision der Transaktionsanalyse entlarvt er unsere professionellen Interaktionen als bloße Varianten klassischer Spiele: Da gibt es den Kollegen, der meisterhaft „Ja, aber…“ spielt, den Chef, der auf „Jetzt hab ich dich, du Schweinehund“ lauert, oder das Team, das kollektiv „Gendarm und Räuber“ inszeniert. Cardon zeigt famos, dass unsere Organisationen oft nur teure Theaterbühnen für das Karpman-Dreieck sind, auf denen wir fröhlich zwischen Opfer, Retter und Verfolger rotieren – statt zu arbeiten. Ein Buch, das einem das unschuldige Mitläufertum gründlich ruiniert, weil man plötzlich begreift, dass die eigene Erschöpfung kein Zeichen harter Arbeit ist, sondern der Preis für die Eintrittskarte in ein Spiel, das niemand gewinnen kann.