Sie soll eine versunkene walisische Burg untersuchen – und stößt auf ein Rätsel aus ihrer eigenen Familie...
Als die junge Archäologin Dr. Samantha Goodwin den Auftrag erhält, eine vor der walisischen Küste versunkene Burganlage zu untersuchen, sagt sie begeistert zu. Sie freut sich nicht nur auf die interessante Arbeit, sondern auch auf ein Wiedersehen mit ihrer Großmutter Gwen, die im nahegelegenen Fischerdorf Borth lebt. Dann stößt Sam bei ihren Untersuchungen auf ein Skelett, das seit höchstens sechzig Jahren auf dem Meeresgrund liegt. Gwen ist davon überzeugt, dass es sich um Sams Großvater Arthur handelt, der vor Jahren in einer stürmischen Nacht auf dem Meer verschwand. Samantha beginnt nachzuforschen und begibt sich in große Gefahr. Denn manchmal ist es besser, die Toten ruhen zu lassen ...
Archäologin Samantha Goodwin untersucht vor der walisischen Küste eine versunkene Burganlage. Dabei macht sie einen grausigen Pfund. Im Schlick stößt sie auf die Leiche eines offenbar ermordeten Mannes. Die Leiche liegt seit höchstens 60 Jahren auf dem Meeresgrund. Wer ist der Mann, warum und von wem wurde er ermordet? ** Mein Leseeindruck: Es hat mir sehr viel Freude gemacht, dieses schöne Buch zu lesen. Ich mag Wales sehr, und durch die Geschichte habe ich mich direkt an die walisische Küste versetzt gefühlt. Auch die Figuren haben mich überzeugt. Samantha, ihre liebenswerte Großmutter Gwen sowie Werftbesitzer Luke und Sohn Max habe ich direkt ins Herz schließen müssen. Es hat mir Spaß gemacht, ihnen im Buch zu folgen. Es gibt zwei Handlungsstränge, die parallel erzählt werden. Einmal befinden wir uns in der Gegenwart mit Samantha und ihren Ausgrabungen, und dann erfahren wir aber auch immer wieder etwas über die Vergangenheit von Samanthas Großmutter Gwen in den Nachkriegsjahren ab 1949. Beide Handlungsstränge, die natürlich immer mehr miteinander verwoben werden, haben mir sehr gut gefallen. Auch hat es Spaß gemacht, auf diese Weise das Rätsel um den Toten zu lösen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher der Autorin lesen!
Inhalt: Samantha Goodwin kann es nicht fassen. Eigentlich verstanden sie und Christopher Newman sich gut. Gemeinsam haben sie gut harmonisiert und so manchen archäologischen Schatz geborgen. Und nun das! Christopher beschuldigt sie, seine Verdienste einzustreichen. Das ist die Höhe und Sam hat nicht vor das auf sich sitzen zu lassen. Wütend geht sie zum Leiter ihrer Abteilung macht sich Luft. Oscar Farnham kann es kaum glauben, weiß aber - ebenso wie Sam - wer da wohl hinter stecken könnte. Das Christopher ihr damit die Karriere ruiniert, scheint dem völlig egal. Farnham weiß was er an Sam hat und will ihr helfen. Derzeitig sammeln sich alle möglichen Forschungsgebiete auf seinem Schreibtisch und darunter erblickt sie ein Gebiet in Wales. Durch einen großen Sturm wurde der versteinerte Wald freigelegt und die Legende um Longhanks ist Sam sehr gut bekannt.
Die Legende besagt, dass es einmal das Königreich Cantre'r Gwaelod gegeben hat. Dort gab es viele kleine Dörfer die sich in einem Gebiet ansiedelten. Ein großer Deich mit Schleuse schützte das Gebiet und schuf so Lebensraum für viele. Doch eines Nachts gab es einen heftigen Sturm. Die Schleuse hätte von einem jungen Mann, Seithennin, gesichert werden sollen, doch dieser war durch Frauen und Alkohol abgelenkt. Als er seinen Fehler bemerkte war es zu spät, das Gebiet wurde geflutet, die Häuser vernichtet und nur wenige Menschen entkamen dem Tod.
Oft sprach Sams Großmutter Gwen von dieser Geschichte und noch heute hört so mancher die Sturmglocken läuten, wenn Unheil droht. Eine Legende die viele Schatzsucher bereits nach Wales in das kleine Örtchen Borth brachte. Denn wo ein Königreich - da auch ein Schatz. Samantha sieht ihre Chance für einen Neuanfang und vor allem für Abstand zu Christopher. Sie sagt zu und ist bereits kurz darauf bei ihrer Großmutter in Wales. Früher schon hat Sam ihre Ferien hier verbracht und kennt somit den Ort und seine Bewohner sehr gut. Doch nicht jeder scheint begeistert davon zu sein, dass Ms. Oxford auf ihrem Boden forschen will. Allen voran Millie, mit der sie in Kindertagen befreundet war. Ein Lichtblick ist der kleine Max. Ein aufgeweckter Junge mit einem gutaussehenden Vater. Als Max eines Tages kommt und ihr einen Ring präsentiert, den er weit draußen im Schlick gefunden hat, kommen alte Geschichten wieder hoch. Sams Großmutter Gwen hat ihren Mann vor vielen Jahren an die See verloren und nun taucht plötzlich sein Ehering auf. Doch da ist noch mehr.
Sam hat das Gefühl, das sie beobachtet wird, wenn sie mit ihren Helfern Leon und Amy am Strand die alten Baumstümpfe untersucht. Aber wer sollte ein Interesse daran haben? Als kurz darauf ihr Wagen demoliert und sie selbst angegriffen wird merkt sie, irgendjemand will sie loswerden. Sam lässt sich nicht einschüchtern und macht weiter, nichts ahnend, dass sie sich damit in große Gefahr begibt.
Meinung: 'Sturm über dem Meer' könnte auch mit dem Zusatz 'Krimi' versehen werden, denn die Vorkommnisse in Wales passen hervorragend in eben jenes Genre. Wie auch schon in 'Ein Sommer in Wales' sind wir nach einem kurzen Abstecher wieder in Wales unterwegs. Das raue Klima der Küste prägt die Stimmung des Romans und lädt den Leser zu Tee und Decke ein. Sam ist eine starke Frau die ihren Weg geht und auch bei Problemen nicht kneift. Das sie sich damit manchmal zu viel zumutet ist natürlich nicht hilfreich, aber in der Hinsicht kommt sie ganz nach ihrer Großmutter. Gwen hat in ihrem Leben nur eine Liebe gehabt und wünscht ihrer Enkeltochter ebenfalls diese Erfahrung. Und so weit muss Sam da ja gar nicht schauen.
Der Roman spielt in zwei Zeitzonen - einmal heute und einmal in den 50er Jahren. Gwens Leben, ihre Liebe zu Arthur und die Probleme der Zeit während und nach dem Krieg sind sehr spannend zu lesen. Vor allem habe ich mir einen Narren an Mary Jones gefressen. Das ist eine kleine alte Frau die zu Allem und Jeden etwas zu sagen hat. Ein wenig verschroben, aber das macht sie so sympathisch. Zumal sie das Herz am rechten Fleck hat. Die Verbundenheit zwischen Gwen und ihrer Enkelin Samantha ist schön zu lesen. Zumal Gwen zu ihren Kindern nicht den gleichen Draht hat aufbauen können. Ich denke sie sieht in Sam ein wenig von sich selbst.
Natürlich kommen auch die Männer nicht zu kurz. Da wäre zum Einen der kleine Max, der einfach ein Goldstück ist und wohl jedes Frauenherz zum Schmelzen bringen würde. Zum Anderen hätten wir Luke - seinen Vater. Luke hat viel durch gemacht in seinem Leben und nachdem er seine Frau verloren hat, mehr Sorgen als er braucht. Sein Sohn distanziert sich in seiner Trauer und Sam ist die erste, die zu ihm durchdringt. Aber Luke hat noch andere Dämonen und die kommen ein ums andere Mal an die Oberfläche. Er ist ein vielschichtiger Charakter mit einem guten Herz und einer warmen Seele. Der Traum einer jeden Schwiegermutter.
Ich habe bereits 'Ein Sommer in Wales' sehr gerne gelesen und konnte mich auch in diesem Buch wieder in Wales verlieben. Das einzige was mich etwas störte waren die vielen Erwähnungen von irgendwelchen Leuten, die keine große Rolle spielten. Auch haben mich die Ausflüge in die Archäologie der Vergangenheit etwas aus dem Konzept gebracht. Ich kann gar nicht mal genau sagen warum. Wahrscheinlich, weil es mir dann einfach zu viele wurden und ich teilweise Probleme hatte die Namen den verschiedenen Menschen zuzuordnen. Hier wäre ein Namensverzeichnis grandios gewesen. Aber wir haben immerhin vorn im Buch eine Karte, so das man immer mal wieder schauen kann, wo sich denn gerade alle befinden. Das fand ich sehr hilfreich. Deshalb kann ich das Buch ruhigen Gewissens empfehlen.
„Roman“ steht auf diesem tollen Buch und das ist einerseits gut gewählt, aber andererseits verschweigt es ein bisschen, wie gut und packend der Inhalt ist. Im Detail: In den erzählerischen Part, in dem der Leser viel über Wales, seine Geschichte, seine Bewohner und wahre sowie fiktionale Vergangenheit erfährt, fließen sehr stimmig noch eine Krimigeschichte (die sich fast zum Thriller auswächst) und eine Lovestory mit ein. Im Wesentlichen wechseln sich dabei zwei Handlungsstränge ab: Der von Sam Goodwin, die in der Gegenwart als Archäologin bedeutsame Funde an der walisischen Küste beim kleinen Ort Borth untersucht und der, in dem der Leser gut 60 Jahre in die Vergangenheit dieses Ortes reist und dabei Sams Großmutter Gwen als junge Frau und all ihre Bekannten, Freunde und ihren Mann kennenlernt. Diesen Mann, Arthur, Sams Großvater, gibt es nur in diesen Abschnitten, ist er doch sechs Jahre nach der Hochzeit gestorben. Für Gwen und ihre drei Kinder zumindest, auch wenn die Umstände nie geklärt wurden und seine Leiche nie – im wahrsten Sinn des Wortes – auftauchte. Als Fischer, der er war, wurde angenommen, er sei auf stürmischer See ertrunken.
Behutsam enthüllt die Autorin durch Sams Arbeit und ihre Umtriebigkeit im Ort, was damals geschah und lässt Sam, die durch ihr plötzliches Auftauchen vieles im Ort durcheinanderbringt (so auch den kauzigen, aber sehr sympathischen Werftbesitzer Luke), in der Gegenwart langsam die Ereignisse von damals entrollen und die Puzzleteile der finsteren Geschichte, die Borth birgt, zusammensetzen. Wie im wahren Leben sind aber nicht alle damit glücklich und es kommt zu einigen Zwischenfällen. So vielfältig die Leute eines Dorfes auch sein können, Constanze Wilken hat es geschafft, nahezu alle Facetten an Zwischenmenschlichem und unterschiedlichen Persönlichkeiten in die wenigen Bewohner von Borth und Umgebung zu legen, die es gibt. Nicht nur die Charaktere sind in sich stimmig (wenn man auch nicht alle ihre Überzeugungen teilen muss), auch die Landschaftsbeschreibungen und die geschichtlichen Exkurse zeugen davon, dass sich die Autorin einerseits in Wales selbst gut auskennt und auch vor umfangreicher Recherche nicht zurückschreckt.
Der Schreibstil ist locker und leicht, passt zu dem Erzählten und die Wechsel der Handlungsstränge bieten genug Kurzweil und Spannung, um das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen.
Ich fand das Buch mit sehr viel Spannung geschrieben und es hat einen dazu gebracht immer weiter lesen zu wollen. Auch fand ich es gut das die Geschichte der Gwen mit erzähl worden ist. So konnte man gut verstehen was in der früheren Zeit passiert ist und Sam aufdecken wollte welches verbrechen passiert ist.
Das Fischerdorf Borth, nahe Aberystwyth in der Grafschaft Ceredigion, Wales.
Dr. Samantha Goodwin arbeitet als Archäologin für die Universität in Oxford und hat nun eine Auftrag angenommen, der sie an die walisische Küste führt. Durch die Trennung von ihrem Lebensgefährten, der nun eine andere Frau heiratet, möchte sich die Sam auf eine Aufgabe fokussieren, die dem aktuellen Auftrag ihres Ex-Freundes, der ebenfalls Archäologe ist, nicht allzu nahe liegt. In Borth wurde ihre Mutter Harriet geboren und ihre Großmutter Gwen lebt noch immer dort. So lässt sich die bevorstehende Arbeit mit einem Besuch bei der geliebten Granny verbinden und damit besteht bei Sam die Hoffnung, auch ein wenig abzuschalten und auf andere Gedanken kommen zu können... Der Forschungsauftrag jedenfalls ist spannend, da er eine alte Legende der Gegend betrifft: ein Sturm hat größere Teile eines sehr alten Waldes freigelegt, so dass die Archäologin zur Ebbe die versteinerten Baumstümpfe untersuchen kann. Sind dies die Hinweise auf das versunkene Königreich Centre'r Gwaelod? Während ihrer Arbeit lernt Sam Max kennen, einen Jungen, der als Einzelgänger immer wieder am Meer unterwegs ist. Ausgerechnet Max findet dann bei Ebbe einen Ring und menschliche Überreste. Was hat es mit dem Toten, der lange Zeit in eine Ölhaut verschnürt im Meer lag, auf sich? Könnte es sich um Arthur Morris, Sams Großvater und Mann von Gwen handeln?
Zusätzlich zu den Nachforschungen, bei der sie von zwei studentischen Hilfen unterstützt wird, spricht Sam mit ihrer Großmutter über die alten Legenden, aber auch über deren Leben, dass ausschließlich in Borth stattfand - und Sam lernt nicht nur den ziemlich interessierten Max kennen, sondern auch seinen Vater, der verwitweten Werftbesitzer Luke Sherman. Und sie trifft alte Bekannte aus den Tagen ihrer Kindheit, als sie so manche Ferien bei Gwen verbracht hat. In Rückblenden erzählt Gwen Morris aus ihrem Leben, das nach dem II. Weltkrieg in dem kleinen Küstenort von einem arbeitsreichen, harten, aber auch glücklichen Leben zeugt. Bis zu dem Tag, an dem Arthur vermisst wurde...
Die Autorin Constanze Wilken hat einen spannenden Roman vorgelegt, der mich aufgrund von zwei Aspekten überzeugen konnte: zum einen gefällt mir die Legende, um die sich die Geschichte spannt, und die Antrieb für Sams Arbeit ist und Einblicke in die Archäologie zulässt. Zum anderen ist für mich die Begeisterung, die die Autorin für diesen Flecken Erde empfindet, wirklich spürbar: ich war noch nie in Wales, aber nach der Lektüre dieses Buches möchte ich am liebsten sofort hin - egal wie stürmisch oder regnerisch es dort gerade ist. Diese Landschaft, das raue Meer und die walisische Geschichte sind wirklich faszinierend! Aber natürlich versteht es die Autorin auch, ihre Figuren zu zeichnen und sie mit der nötigen Tiefe und dem ein oder anderen Geheimnis und Ecken und Kanten auszustatten. Dazu kommt eine gut gewählte Spannung, die vielleicht nicht an einen Thriller erinnert, dafür aber umso passender ist - und bis zum Ende anhält.
Für mich ist "Sturm über dem Meer" einer dieser Romane, mit denen ich mich nicht nur prächtig unterhalten gefühlt habe, sondern die es mir auch erlaubt haben, in die Geschichte abzutauchen. Dabei hat mich besonders die Psychologie einzelner Figuren interessiert, aber auch die Hintergründe über das versunkene Königreich von Longshanks, Centre'r Gwaelod.
Fazit: Spannend, mit einem interessanten Hintergrund und einer beeindruckenden Landschaft, der richtigen Prise Emotion und flüssig zu lesen - dieses Buch hat alles, was man für mehrere Stunden richtig guter Unterhaltung benötigt!
Dr. Samantha Goodwin hat eine hässliche Trennung hinter sich. Die auch ihre Karriere bedroht, als sie die Chance bekommt an die walisische Küste nach einer versunkenen Burganlage zu suchen, ergreift sie die Chance. Nicht nur das sie beweisen kann das ihre Erfolge, nicht auf dem ihres Ex beruhen, sondern kann sie auch ihre Großmutter besuchen. Doch dort wartet mehr auf sie als alte Holzstämme...
Archäologin holte ich auch mal werden, als ich klein war. Doch wie so oft im Leben kommt alles anders. Deshalb lese ich gerne Bücher über Archäologie. Doch das Buch hat so viel mehr zu bieten. Langsam wird man in die Welt von Sam gezogen und merkt gar nicht wie man gefesselt wird. Die Familiengeschichte wird erzählt und gleichzeitig wird einiges in der Gegenwart aufgedeckt. Nie bekommt man alles im ganzen erzählt. Immer nur alles Happen weise, so das man kaum erwarten kann weiter zu lesen. Man bekommt zwei Geschichten zum Preis von einer. Gwen´s Geschichte in der Nachkriegszeit und Sam die jetzt lebt. Beide haben es nicht leicht im Leben. Wunderschön und einfühlsam erzählt. Etwas was mich etwas durcheinander gebracht hat waren die vielen Nebenfiguren. Da man zwei Geschichten hat und keiner der Nebenfiguren in der anderen vorkommt, außer die Hauptfigur. Kommt man manchmal durcheinander. Aber die Geschichte war bis zum Schluss spannend und sehr informativ.
Jetzt endlich mal wieder Zeit zum Lesen! Und da habe ich mir die dritte Wales-Geschichte von Constanze Wilken vorgenommen - und war fasziniert. Nicht von der Geschichte der Archäologin - die fand ich persönlich eher nebensächlich, aber die Geschichte ihrer Gropssmutter Gwen, die eine grosse Rolle spielt. In diesem Buch dreht sich alles um die Legende von Cante'r Gwaelod - das Atlantis von Wales. Ich kanne diese Legende noch nicht und fand sie sehr spannend in diese Geschichte eingebaut. Stimmig, fesselnd und genau im richtigen Mass! Meiner Meinung nach ist dies das faszinierendste der drei Wales Bücher, die Constanze Wilken geschrieben hat und ich freue mich auf mehr!