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Mehr Mut als Kleider im Gepäck: Frauen reisen im 19. Jahrhundert durch die Welt

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Sie überschritten Grenzen von Ländern und gesellschaftliche Sieben Frauen unterschiedlicher Herkunft und Weltanschauung – unter ihnen Anna Leonowens, Gertrude Bell und Alexandra David-Néel – eroberten sich im 19. Jahrhundert mit bewundernswertem Mut und Pioniergeist ihren Platz in den exotischsten Gegenden der Erde. Ihre Reisen führten sie von den Wüsten Arabiens bis zu den Schneefeldern Sibiriens, ob als Schriftstellerin, Studentin der Archäologie oder als Lehrerin am Königshof von Siam.

281 pages, Kindle Edition

First published December 1, 2009

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About the author

Julia Keay

9 books3 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Johanna.
1 review
March 5, 2024
Bestes Buch seit langem!!!
Die einzelnen Reiseberichte (je etwa 30 bis 40 Seiten lang) über die sieben Frauen des 19. und 20. Jahrhunderts sind genauso vielfältig wie ihre Charaktere.

Emily Eden reiste mit ihrem Bruder, dem Gouverneur von Indien. Anna Leonowens unterrichtete am siamesischen Königshof. Amelia Edwards bereiste den Nil und entdeckte umliegende Sehenswürdigkeiten. Kate Marsden kümmerte sich in Sibirien um Leprakranke. Getrude Bell erkundete als Archäologin und politische Beraterin den Nahen Osten. Daisy Bates forschte und lebte unter den Aborigines. Alexandra David Néel reiste als erste Europäerin in das verbotene Herz Tibets.
Profile Image for Eva.
127 reviews3 followers
February 26, 2024
4,6 ⭐️

mega interessantes Buch, über Frauen aus dem 19.Jahrhundert, die jenseits aller Konventionen ferne Länder bereisten und Mut und Courage zeigten

voll interessant über diese (größtenteils) wunderbaren Frauen zu lesen, die inspirierende Taten vollbrachten und Gegenden erkundeten, die selbst dem westlichen Mann unbekannt waren

Mit diesem Buch konnte ich 7 neue Leben leben, wenn auch kurzgefasst, und mich teils mit den Gefühlen und Ereignissen der Frauen identifizieren

Inspired for sure ☁️✨✨
Profile Image for Friederike Hegelau.
99 reviews1 follower
April 14, 2025
Unerschrockene Frauen, die ihren Weg gingen👱🏻‍♀️👩🏻‍🦰👩🏻


Emily Eden, Anna Leonowens, Amelia Edwards, Kate Marsden, Gertrude Bell, Daisy Bates und Alexandra David-Néel.
Sieben Portraits unerschrockener Frauen, geboren im 19. Jahrhundert, die sich aufmachten, die Welt zu entdecken. Manche aus Konvention heraus, um als unverheiratete Frau einen Verwandten in seiner Position im Ausland zu unterstützen, manche aufgrund sich plötzlich veränderter Lebensumstände, manche aus Nächstenliebe und wieder manche einfach aufgrund purer Entdeckerlust und Wissbegierde. Wir begleiten sie nach Indien, Siam, Ägypten, Sibirien, den Irak, Australien und nach Tibet. Erfahren welche Hindernisse, vorallem als Frau, sie damals überwinden mussten, wie sie sich trotz Etikette durchzusetzen wussten und wie sie trotz widriger Umstände nicht aufgaben und ihren Weg gingen. Namen von Vorreiterinnen, die nicht vergessen werden dürfen und die auch heute noch als Beispiel dienen können.📖


Auf der Suche nach einem Buch zu einem Monatslesethema ,,Romane von und über starke Frauen", durchforstete ich neulich mein Bücherregal und mir fiel dieses hier in die Hände. Gut, kein Roman, dafür ein Sachbuch, aber diese Voraussetzung hatte ich nach den ersten Seiten schnell vergessen, denn ich war ziemlich schnell fasziniert von den Lebenswegen dieser Frauen. Auf je dreißig bis fünfzig Seiten wurden sie geschildert und mit reichlich Zitaten aus ihren Tagebüchern oder Aussagen ihrer Wegbegleiter/innen ergänzt. An keiner Stelle empfand ich es als langweilig. Ich reiste in diesem Buch quasi fast einmal um die Welt im 19. Jahrhundert. Ich bewunderte ihre Ausdauer und Entschlossenheit z.B. im Korsett mit Lagen von Kleidern bei unerbärmlicher Hitze durch Wüsten zu reiten, wochenlang der Eiseskälte Sibiriens zu trotzen oder auch einfach nur ihren Standpunkt zu verteidigen und sich durchzusetzen gegenüber männlichen Autoritäten, die sie für schwach und unkundig hielten oder meinten, der Platz einer Frau wäre wunschlos glücklich hinter dem Herd, in einem Harem oder nur gut gekleidet in adretter, vornehmer Gesellschaft Zuhause.
Auffallend war, dass sie fast alle unverheiratet waren. Und die, die verheiratet waren trennten sich kurz darauf oder wurden Witwe. So konnten sie ihrer damals vorherbestimmten Rolle entfliehen und ihren eigenen Weg gehen.
Am sympathischsten fand ich tatsächlich Anna Leonowens, deren Leben Hollywoodmäßig doch recht kitschig aber nett anzusehen bereits vor Jahren als ,,Anna und der König" verfilmt wurde. Auch wenn sie selbst in ihrem Buch ihre Vergangenheit ein wenig verschönerte um von der Gesellschaft nicht als Frau niedrigerer Herkunft zu gelten, sie nahm allein ihr Schicksal in die Hand und wusste mit dem Mongkut, bei dem sie seine Frauen und Kinder unterrichtete, umzugehen ohne sich unterbuttern zu lassen oder respektlos zu werden. Sie besaß meiner Meinung nach auch nicht so ein Standesdünkel wie manch andere Frau im Buch, die in besseren Kreisen geboren war. Ihnen muss man wiederum gutheißen, dass sie fast alle nach kürzerer Zeit ihr überlegenes Denken ablegten oder wenigstens hinterfragten.
Vor Kate Marsdens und Daisy Bates Willen und Mut den Leprakranken im entfernten Sibiren zu helfen und die Kultur und das Leben der Aborigines beschützen zu wollen ziehe ich meinen Hut. Was sie auf sich genommen haben verdient Respekt.
Auf Gertrude Bells Portrait war ich gespannt, jedoch wurde ich doch ein wenig enttäuscht. Ihre zahlreichen Reisen, Sprachkenntnisse und auch Entdeckungen waren ohne Frage beeindruckend. Jedoch schreckte mich ihre etwas rücksichtslose Art ein wenig ab und auch die Tatsache, dass sie gegen das Wahlrecht für Frauen war. Ihre Ansicht war wohl, dass sich die Kämpferinnen für das Wahlrecht nicht ihrer Rolle entsprechend verhielten und Frauen nicht genug Ahnung hätten von Politik. Überhaupt schien sie sich wenig für das Leben und auch Leiden ihrer Geschlechtsgenossinnen zu interessieren, weder im Inland noch in den Länder, in die sie reiste und das Urteil und die Zustimmung eines Mannes schienen ihr das Wichtigste zu sein.
Was mir persönlich noch ein klein wenig mehr gefallen hätte, wären Fotos der Frauen zu den Kapiteln gewesen oder Fotos der Expeditionen. So habe ich diese eben immer nebenher beim Lesen gegoogelt.
Ansonsten hat mir dieses Buch sehr viel Freude bereitet, hat mich sehr beeindruckt und da ich hinter im Anhang noch ein paar mehr Buchtitel dieser Art entdeckt habe, wird es bestimmt nicht das letzte gewesen sein.
Und eine Sache muss ich noch sagen:
Solche Lebensläufe starker Frauen von damals und auch heute finde ich immer noch einfach zu stark unterrepräsentiert. Es gibt die x-te Doku über Kleopatra und das ,,starke und schöne" Schneewittchen wurde auch erst gerade wieder einmal verfilmt. Starke Frauen finden in Filmen oft im fiktiven Bereich statt oder ihre Rolle in Buchklassikerverfilmungen wie z.B. ,,Little Women" wird dann eben etwas feministischer gestaltet. Dabei gibt es und gab es doch so viele reale Heldinnen, wie genau diese hier, deren Lebensgeschichte es wert wäre verfilmt zu werden und ihnen somit auch Respekt zu zollen. Mich würde das interessieren.
Dieses Buch hier hat jedenfalls für mich definitiv (5/5)⭐️ verdient.😊
5 reviews
May 16, 2024
Interessante kurze Geschichten, die einen Einblick in das Leben einer Frau, insbesondere als privilegierte aber dann doch oft abhängige Frau im 19. Jahrhundert, geben. Das Verhältnis zu den Ländern des Südens aber auch (manchmal) die Erkenntnis bei den Protagonisten, dass Reisen oft einen negativen Impact hat und nachhaltiger gestaltet werden muss. Die Autorin hält sich an die Fakten und Überlieferung in Form von Briefen und Memoiren.
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