1894 stellte George zum ersten Male die Frucht seiner Auseinandersetzung mit den Werken des Franzosen in Form von fünf Übertragungen aus dessen Gedichtband »Fleurs du Mal« einer breiteren Öffentlichkeit vor. 1901, als die Arbeit an den »Blumen des Bösen« abgeschlossen war, erschien bei Georg Bondi die erste öffentliche Ausgabe, die 109 der insgesamt 151 Gedichte Baudelaires umfasst. Auch die neue Ausgabe geht von dieser Textgrundlage aus, indes ermöglicht ein eigens verfasster Anhang den Nachvollzug der intensiven Bemühungen Georges um die Texte. So lässt sich daraus auch die Reihenfolge, in der George seine Umdichtungen vorgenommen hat, nachvollziehen. Denn für George war die zehnjährige Arbeit an der Übertragung der »Fleurs du Mal« weniger von der Absicht getragen, Baudelaire dem deutschen Leser näherzubringen, als von dem Versuch, seinen eigenen poetischen Stil in der Auseinandersetzung mit dem Werk des bewunderten Franzosen zu entwickeln.
Stefan Anton George was a German poet, editor and translator.
He spent time in Paris, where he was among the writers and artists who attended the Tuesday soireés held by the poet Stéphane Mallarmé. He began to publish poetry in the 1890s. George founded and edited an important literary magazine called Blätter für die Kunst. He was also at the center of an influential literary and academic circle known as the Georgekreis, which included many of the leading young writers of the day, (e.g., Friedrich Gundolf and Ludwig Klages). In addition to sharing cultural interests, the circle reflected mystical and political themes.
Stefan George died near Locarno in Switzerland. Although identified with an extreme conservatism in politics, George refused honors from the National Socialist regime, and following his death was interred before a delegation from the National Socialist government could attend the ceremony.[1]