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Dark City: Das Buch der Prophetie

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Vier Jugendliche mit ganz speziellen Fähigkeiten werden aus ihrem Alltag herausgerissen. Sie sollen einen Auftrag erfüllen, der sie das Leben kosten könnte. Doch es gibt kein Zurück, sonst wird ihre Stadt für alle Ewigkeit im Nebel versinken. Sie trotzen den Gefahren, wachsen über sich selbst hinaus. Wird ihnen die Rettung tatsächlich gelingen?

352 pages, Kindle Edition

Published August 6, 2014

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Damaris Kofmehl

92 books5 followers

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2 reviews
March 23, 2025
Damaris Kofmehl hat meinem Gehirn mit diesem Buch dezent nachhaltig geschadet. Fair, ich hab es auch zu Ende gelesen — also habe ich damit im Endeffekt selbst-Kasteiung betrieben. Nun aber zu meiner Kritik:

Dark City ist ein Buch, von dem ich von vornherein wusste dass es kein literarisches Meisterwerk sein würde. Der kolloquiale Schreibstil, der an sich eher kontemporär im Charakter war, jedoch in Ansätzen ritterlich und mittelalterlich gezwungen wurde, ist jedoch noch eine meiner kleineren Anmerkungen.

Die Prämisse von Shaíria und der Dunklen Stadt, die durch die Jugendlichen gerettet werden muss ist etwas flach und der Plot gibt nur deshalb genug für eine Trilogie her, weil Dreiviertel des Buches oberflächliche, teils rassistische Beschreibungen der Charaktere sind. In der Mitte des Buches kommt eine Prophetin vor, die initial als „alt, schwarz und beleibt“ beschrieben wird. So weit so unproblematisch. Jedoch wird in jedem zweiten Satz in dem sie vorkommt betont wie „die dicke, schwarze Frau ihre schwarzen, voluminösen Hüften durch den Raum bewegt und sie dabei sowohl dick als auch schwarz ist“. Das alleine hat schon einen sehr schlechten Geschmack hinterlassen. Jedoch die beiden anderen Charaktere die jeweils entweder dick oder schwarz sind, werden auch konstant als solche hervorgehoben und teils von den anderen Charakteren oder direkt von der Erzählstimme dafür beleidigt. Ephrion wird „dicker“ genannt, wird als gierig, immer hungrig und generell in einem sehr Fettphobem Licht dargestellt. Joash hingegen ist ein junger schwarzer Mann, der „urbanen Slang“ in seinem ritterlichen Dialog hat („Ich will mein Essen, Alter. Ihr habt kein Recht es mir verweigern. Man im Ernst, Ihr seid sowas von stur.“), Teil von Strassengangs war, wegen Diebstahls im Kerker ist und der die „Superkraft“ besitzt, dass er Aggressionsprobleme hat und explizit nur mit dieser Wut übermenschliche Stärke generieren kann. Zusätzlich zu dieser, schon alleine als rassistisch einzustufenden, Charakterisierung wird er auch explizit als „affenähnlich“ und „neanderthaler“ bezeichnet. Die ganze Narrative strotzt insgesamt vor Stereotypen, intensiver Fettphobie, Ableismus, Rassismus und Mysoginie.

Damit aber immer noch nicht genug. Das Worldbuilding lässt sehr zu wünschen übrig und die Charaktere sind von Grund auf unfassbar anstrengend und „dumm“ in dem Sinne, dass sie schlechte und unverständliche Entscheidungen treffen, die nicht mal aus Charakter-Entwicklung oder Hintergrund erklärbar wären.
Fangen wir jedoch mit dem Worldbuilding hier an. Es wird erklärt, dass Dark City die einzige noch existierende Stadt auf Shaíria ist und dass das ganze Land seit der Nebelkatastrophe nie wieder Sonne gesehen hat. Es wird von Drakar dem Zweiten regiert, der von seinen Untertanen geliebt wird, gütig ist und den „Hexen“ die Schuld an dem Unglück gibt, weshalb Hexenverbrennungen ein regelmäßiges Event sind, zu dem alle Bürger*innen verpflichtet sind zu erscheinen und beizuwohnen. Die ganze Welt ist sehr altertümlich gehalten. Die Menschen reden sich alle in dritter Person an (Ihr seid ein schrecklicher Mensch etc.), es gibt Ritter die mit Schwertern und Armbrüsten kämpfen und es gibt theoretisch Kutschen, aber die können sich nur die Reichen Leute leisten. Nun gibt es komplett unerklärt, unfundiert und eigentlich auch unnötig aber die Technologie von einem „Mini Kommunikator“, einem Verriegelungsmechanismus, der Elektrisch funktioniert, einer Armbanduhr mit automatischer Alarm-Funktion und den mehrfach auftretenden Vergleich von einer Dampfmaschine oder Dampflokomotive. Alle diese Dinge passen nicht nur nicht in die Welt, sondern werden nicht ansatzweise erklärt oder fundiert. Dazu kommt, dass sie entweder gar keinen Einfluss auf das Geschehen haben (der Mini Kommunikator hat kein Netz, wird in die Ecke gepfeffert und kommt danach nie wieder vor), oder nur für eine Plot Conveniece verwendet werden, die auch anders hätte gelöst werden können (der Alarm der Armbanduhr ist ein Auditiver Trigger, der auslöst, dass ein Monster — ein Grolch in der Grolchenhöhle — aufwacht und die Teenager angreift, was durch jedes andere Geräusch auch hätte ausgelöst werden können).

Der Gruppe wird vor Ihrer Mission in die Höhle in die Grolchenhöhle mehrfach und eindringlich davor gewarnt, dass sie bloß kein einziges Geräusch in der Höhle machen sollen. Der Grolch wacht im Endeffekt durch die eben benannte Armbanduhr erst auf. Jedoch ist dies sehr unwahrscheinlich, da die vier Jugendlichen den ganzen Weg in und durch die Höhle reden, schreien und die blinde Aliya ihren Blindenwolf mit Absicht vor der Höhle zurücklässt und sich in der Höhle mithilfe von schnalzender Echolokation zurechtfindet. ALLE DIESE GERÄUSCHE HÄTTEN DIE GROLCHE WECKEN MÜSSEN. Das ist leider auch nur eine der vielen Instanzen in denen die Hauptcharaktere dumme Entscheidungen treffen, vor denen sie mehrfach gewarnt wurden und in vollem Wissen so handeln, nur damit der Plot ein bisschen mehr hergibt.

Alles in allem ist es ein sehr schlechtes Buch. Ich bin mir sicher, dass die beiden darauffolgenden Bücher der Trilogie ähnlich sein werden. Da aber darüber noch kein anderer Mensch eine Rezension geschrieben hat und ich anscheinend Masochistisch veranlagt bin, werde ich die komplette Trilogie lesen und für die anderen beiden Teile auch meine Meinung hier kundtun.
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