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Das gute Leben oder Von der Fröhlichkeit im Schrecken. Erinnerungen

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"Ohne Bitterkeit, ohne Selbstheroisierung und vollkommen uneitel erzählt Fred Wander von seinem Leben. 'Ich bin unterwegs, mein Gepäck ist leicht', lautet der letzte Satz dieser Lebenserinnerungen. Fred Wander schreibt ihn als fast Neunzigjähriger, gleichermassen eine lange und fürwahr bewegte Lebensstrecke bilanzierend und einen Blick nach vorn werfend. Dieser Satz kann vielleicht als eine Art Lebensmotto Wanders gelesen werden: Er hat sich eine durch nichts zu erschütternde Neugier auf das Leben bewahrt, trotz aller Demütigungen, die er schon als jüdischer Junge im Wien der zwanziger Jahre erfahren musste, trotz aller existentiellen Gefährdungen, denen er an den wechselnden Exilorten der Enddreissiger und schliesslich in den Konzentrationslagern Buchenwald und Auschwitz ausgesetzt war. Er, der allen Grund zu Bitterkeit hätte, erzählt mit einer fast fröhlichen Leichtigkeit von den 'kleinen Leuten', bei denen er immer wieder Solidarität und Hilfe fand: etwa als er 1938 ohne Gepäck und ohne Geld in Paris ankam, später auf den Stationen der Flucht durch Europa und in den Lagern. Er erzählt von den Nachkriegsjahren in Wien, von den Freunden, die er in der DDR und auf den Reisen als Schriftsteller fand, und von der Zeit seit 1983 wieder in Wien. Wander will weder als Held bewundert noch als Opfer bemitleidet werden, sondern sich und uns Zeugnis ablegen"--From publisher's web site.

399 pages, Hardcover

Published March 1, 2006

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Fred Wander

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Fred Wander was the pen name of Fritz Rosenblatt, a novelist and Journalist who survived the concentration camps during the second World War leaving the GDR in 1983 to live in Vienna.

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Profile Image for Antje.
694 reviews62 followers
July 22, 2019
Ohne Maxie Wanders "Guten Morgen, du Schöne" zu kennen, wäre ich wahrscheinlich nie auf Fred Wander gestoßen und hätte zu seinen Erinnerungen gegriffen. Es wär ein fatales Versäumnis gewesen, da mich sein Buch erfüllt und glücklich zurücklässt.

Bislang kannte ich Fred Wander nur aus den Tagebüchern seiner Gattin; ein blasse Gestalt im Hintergrund. Durch sein Buch nahm er endlich scharfe Konturen an, erlangte Tiefe und wurde für mich sogar in gewisser Weise lebendig. Ich wurde das Gefühl nicht los, er spräche zu mir. Und für wahr, Fred Wander gehört zu den Persönlichkeiten, mit denen ich mich zu gerne in ein langes Gespräch begeben hätte. Ich mag seine kluge, reflektierte, bescheidene Erzählweise, die obwohl sie nicht alles preisgibt und Geheimnisse an richtiger Stelle Geheimnisse sein lässt, mit einer unsagbaren Intensität in jeder Zeile Kontakt mit dem Leser aufnimmt. So bewahrt Wander seine intimsten Gedanken und Empfindungen wohlverschlossen in sich auf. Gerade dadurch erfuhr ich, wie sprachlos ihn die Trennung oder der Verlust von seinen Weggefährtinnen zurückließ sowie seine Erfahrungen in Auschwitz und Buchenwald.
Trotz einer chronologischen Darbietung seiner Erinnerungen, schwirren seine Gedanken immer wieder zurück zu seiner Verfolgung und Inhaftierung. Sie machten einen Vagabunden aus ihn, der ab da an jeden Wohnort nur als "Stützpunkt" ansah. Er wirkte lokal entwurzelt und gleichzeitig geistig aufgeräumt.

Ein wunderbares Buch!!!
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