Imposante Saulenstrassen, monumentale Tempel und eine riesige Nekropole kuenden noch heute vom Reichtum Palmyras, das im 2. 3. Jahrhundert n. Chr. die Konigin des Karawanenhandels zwischen Mittelmeer und Persischem Golf war.
Am Rand einer riesigen Oase in der Syrischen Wueste liegt eine der beeindruckendsten antiken Ruinenstadte des Vorderen Orients: Palmyra. Kilometerlange Saulenstraaen, prunkvolle Heiligtuemer, die Agora, Theater und Nymphaen zeigen, wo das Herz der Stadt einst schlug. Vor ihren Toren erstreckt sich eine riesige Totenstadt, deren Wandmalereien und ausdrucksstarke Portratbildnisse den Wohlstand der palmyrenischen Kaufmannsschicht widerspiegeln. Palmyras Reichtum gruendete sich auf den Handel, denn es lag geographisch guenstig an einer alten Karawanenstraae zwischen Mittelmeer und Persischem Golf. Im Spannungsfeld zwischen Rom und dem Partherreich wurde es gleichsam zur Schnittstelle von Orient und Okzident, zu einem Ort kultureller Begegnung. Doch die groae Zeit Palmyras wahrte nicht lange: Wirtschaftliche Veranderungen in Rom und die Machtergreifung der Sasaniden im Iran kuendeten das Ende der Karawanenmetropole an, die mit der sagenumwobenen Herrscherin Zenobia um 270 n. Chr. einen letzten, fulminanten Hohepunkt erlebte. Zeugnisse aus byzantinischer und muslimischer Zeit belegen, daa die Stadt noch lange besiedelt war, doch zu neuem Ruhm stieg sie erst wieder mit den Ausgrabungen des 20. Jahrhunderts auf.