„Die Nacht, in der der Kater sang“ – trügerische Landidylle Jenny steht vor einem Neuanfang. Die Sängerin sehnt sich nach Ruhe und zieht aufs Land. Sie freut sich auf den kleinen malerischen Bauernhof, den sie gemietet hat. Was sie nicht ahnt: Quasi mit zum Inventar gehört Kater Ghizmo, ein schlauer frecher Streuner. Er ist es auch, der eines Nachts ein abscheuliches Verbrechen auf der Weide beobachtet. Das Pony dort wird umgebracht und Jenny findet am Morgen nur noch ein paar schauerliche Teile des armen Tieres. Sie ist entsetzt, aber noch mehr erschreckt sie die Tatsache, dass sie selbst verdächtigt wird, das Pony auf dem Gewissen zu haben.
und wieder schafft es Andrea Schacht einen tollen Katzenroman mit freundlichen Menschen zu schreiben - Jennys Haus stelle ich mir traumhaft vor. Ich warte schon auf den 2. Roman ...
Andrea Schacht und Katzen – eine Kombination, der ich nicht widerstehen kann. Und die auch nur sehr selten enttäuscht meiner bisherigen Erfahrung nach. So auch hier.
Im Mittelpunkt des Romans steht der Kater Ghizmo und sein ihn adoptierendes (oder von ihm adoptiertes?) Frauchen Jenny. Und mir war schon lange keine Protagonisten so komplett sympathisch wie Jenny hier. Jenny hat einige schlimme Erlebnisse hinter sich und gerade eine Therapie beendet, leidet aber immer noch unter den Folgen. Und zeigt dadurch eine Verletzlich aber auch eine innere Stärke, die ich einfach großartig fand. Aber auch die Nebenpersonen wurden in dem Roman wirklich toll geschildert. Obwohl sie nicht unbedingt große Rollen spielen, so werden sie doch alle wunderbar skizziert und mit ihren Eigenheiten ausgestattet, so dass es keinerlei Problem ist sie auseinanderzuhalten und zuzuordnen.
Und natürlich ist Ghizmo ein super Tier. wie übrigens auch alle anderen Katzen, die in dem Buch auftauchen. Die Kapitel sind abwechselnd aus Jennys und Ghizmos Sicht geschrieben, so dass es unvermeidlich ist, dass dem Kater ein gewisses Maß an menschlichem Denken zugeschrieben wird. Aber gleichzeitig hatte ich nie den Eindruck, dass er vermenschlicht wurde. Dazu hat mich sein Verhalten viel zu sehr an meine eigene Katze erinnert. Sein Verhalten fühlt sich einfach richtig an.
Der Kriminalfall ist jetzt nicht sonderlich innovativ und besonders. Das auffälligste an ihm ist wohl noch, dass keine Menschen, sondern ein Tier zu Schaden kommt. Was für mich übrigens seltsamer Weise schlimmer zu lesen war. Aber sonst würde ich den Kriminalfall hier eher in die Reihe der sogenannten cozy mysteries einordnen. Was nicht als Kritik gemeint ist, aber der Leser sollte hier nicht unbedingt zu viel von der Handlung erwarten. Es gibt zwar einige falsche Fährten, aber mir war schon recht schnell klar, wer wohl der Täter sein wird und ich fand das recht offensichtlich.
Hach ja, das Buch hat mir richtig gut gefallen und gehört auch zu den besten Büchern, die ich 2016 bisher gelesen hab (okay das sagt Anfang Februar nicht so viel aus, aber trotzdem – meine erste 5 Sterne-Wertung dieses Jahr). Und ich bin erleichtert, dass der zweite Band der Reihe schon dieses Jahr erscheinen wird und freue mich darauf mehr Zeit mit Jenny und Ghizmo zu verbringen. Und hoffentlich auch mehr über Darius zu erfahren.
Also, ich kann nur sagen, der erste Band von Ghizmo und Jenny ist wirklich lustig. :) Jenny zieht aufs Land und übernimmt dort ein Haus und die zurückgebliebene Katze. Als Jenny sich eingewöhnt hat, findet sie den Rest eines Ponys auf der Weide. Ghizmo hat diese Tat beobachtet und mit diversen Hilfsmitteln versucht er nun Jenny auf den Weg des Mörders zu bringen…..
Ich musste wirklich sehr oft lachen, als ich das Buch gelesen habe, vor allem, wenn man die Szenen aus Ghizmos Sicht liest. Sehr gelungen, was da so eine Katze denkt und wie sie zu ihrem Ziel kommt. Ich kann nur sagen, wenn eine Katze ins Freie will, ist besser, wenn man diese rauslässt, weil ansonsten müssen die Hände dran glauben. Sehr lustige Szene! Über Jenny bin ich mir noch nicht im Klaren, aber ich denke, dies wird in den Folgebänden aufgelöst. Mir ist sie sehr sympathisch, aber wieso zieht jemand aufs Land und muss nicht arbeiten? Interessanter Charakter und bin schon sehr gespannt, ob es in Band 2 eine Auflösung gibt. Für mich war das ganze sehr geheimnisvoll. Die Nebencharakter sind auch ganz nett, aber es sticht für mich jetzt keiner sonderlich hervor. Die Geschichte über den Pferdemörder finde ich sehr gelungen und ich hätte auch nie mit diesem Täter gerechnet, wirklich spannend. Fand es auch sehr spannend, wie die Autorin, den Mord beschrieben hat und wie die Katze diesen versucht aufzulösen. Der Schreibstil der Autorin war gut, angenehm und hatte die richtige Portion Humor an den richtigen Stellen. Auch finde ich den Roman nicht kitschig, obwohl es ja Kapitle gibt, die aus der Sicht von Ghizmo geschrieben sind. Das Ende war gut und es war auch schön, die Szenen mit dem Streunerkater zu lesen. Das Cover hat mich sehr angesprochen, weil ich finde, es ist sehr nett gestaltet mit der Katze die neugierig durchs Fenster schaut.