Als Puder Zucker und Bonnie Vanzetti, zwei echte St. Pauli-Mädels, eines Abends im Hinterhof einen verletzten Fuchs finden, ahnen sie nicht, dass sie ihr geliebtes Hamburg bald mit völlig neuen Augen sehen werden. Denn der Fuchs, der sie in seiner Panik beide beißt, ist kein gewöhnliches Tier. Mellow ist ein Fuchsgeist, dessen Magie durch den Biss auf Puder und Bonnie übergeht. In Fuchsgestalt entdecken sie, dass es in der Stadt vor magischen Gestalten nur so wimmelt. Kaum eingetaucht in die Welt der Elbnymphen, U-Bahn-Ghule und Stadtwerwölfe, geraten die Mädchen ins Visier kryptozoologischer Jäger, die alle magischen Wesen einfangen und für teuer Geld an skrupellose Sammler verkaufen wollen …
Ich in Hamburg geboren und aufgewachsen. Schon während meiner Schulzeit war ich eine begeisterte Autorin, die ihre Schulhefte zweckentfremdete, um sie mit ausgedachten Geschichten zu füllen.
Zur Abi-Zeit, brachten ein paar Freunde und ich dann das Punk-Fanzine „Plastik“ heraus. Es hatte eine winzige Auflage und wir haben es eigenhändig vor den Konzerten verkauft. Da es jedoch keinem von uns gelang, von dieser höchst genialen und befriedigenden Arbeit auch nur ansatzweise zu leben, machte ich eine solide kaufmännische Ausbildung.
Mein erstes Buch, Magnolia Steel - Hexendämmerung, habe ich eigentlich für meine Kinder geschrieben, nachdem wir beim abendlichen Vorlesen, an drei uninspirierte, enttäuschende Bücher geraten sind. Dass es der Anfang einer aufregenden schriftstellerischen Tätigkeit werden würde, konnte ich damals natürlich nicht ahnen.
*Worum geht's?* Puder Zucker und Bonnie Vanzetti sind die besten Freundinnen. Sie sind beide Mitglied der „Pauli-Panther“ und lieben es, gemeinsam mit ihrer Gang durch das bunte und lebenslustige Hamburg zu ziehen. Doch dann entdecken Puder und Bonnie auf einem ihrer Streifzüge einen verletzten Fuchs, der dringend ihre Hilfe benötigt. In seiner Panik kratzt und beißt er die beiden Mädchen – und überträgt dabei einen Teil seiner Magie auf Puder und Bonnie. Denn Mellow ist kein normaler Fuchs. Er ist ein Kitsune, ein Fuchsgeist, und ein Prinz noch dazu! Durch ihn beginnen die Mädchen, sich in Füchse zu verwandeln: Puder in einen feurigen Rotfuchs, Bonnie in einen schneeweißen Polarfuchs. Noch ehe die beiden Freundinnen mit ihren neuen Fähigkeiten umgehen können, stellen sie fest, dass die ganze Stadt vor magischen Wesen geradezu wimmelt! Und die leben alles andere als ungefährlich …
*Meine Meinung:* Man nehme zwei zuckersüße Protagonistinnen, eine unverbrauchte, magische Idee, eine ganze Schar mystischer Wesen in einem bekannten Setting (Hamburg) und eine ordentliche Portion von Spannung und Spaß: Schon hat man alle Zutaten für einen humorvollen, mitreißenden Roman für junge Leser beisammen! Mit „Foxgirls“ hat Autorin Sabine Städing einen tollen Auftakt hingelegt, der mit seinem wunderschönen Cover verzaubert und auch zwischen den Buchdeckeln hält, was er verspricht.
„Foxgirls“ erzählt die Geschichte von Puder und Bonnie, die nach einem missverständlichen Zusammentreffen mit dem Fuchsprinzen Mellow plötzlich selbst magische Fähigkeiten besitzen. Sie tragen nun das Fuchs-Gen in sich, das sich nicht nur auf ihr Aussehen auswirkt, sondern ihnen auch die Gabe verleiht, sich in Füchse zu verwandeln. Was erst einmal wahnsinnig aufregend klingt, ist für die Mädchen jedoch mehr Fluch als Segen, denn sie können ihre Wandlung nicht kontrollieren – und was wäre schlimmer, als sich mitten im Schulunterricht in einen Fuchs zu verwandeln?! Während Mellow mit Puder und Bonnie übt, ihre Magie zu beherrschen, entdecken die Freundinnen in ganz Hamburg andere mystische Wesen. Ein mitreißendes und spannendes Abenteuer nimmt seinen Lauf, als plötzlich eine seltsame Organisation auftaucht, die magische Geschöpfe fängt und verkauft. Puder, Bonnie und Mellow müssen auf der Hut sein und auch ihr menschliches Leben unauffällig weiterleben, was für einige witzige Momente sorgt.
Die beiden Foxgirls sind herzliche, aufgeweckte und junge Mädchen, die man mit ihrer Lebensfreude einfach ins Herz schließen muss. Puder (eigentlich Pomposa) Zucker, die die Niedlichkeit sogar im Namen trägt, und Bonnie Vanzetti sind die besten Freundinnen, die einander stets zur Seite stehen und sich unterstützen – auch dann, wenn man mal nicht unbedingt der gleichen Meinung ist. Ihr Zusammenhalt und ihre bedingungslose Freundschaft geben dem Roman eine ganz besondere Atmosphäre.
In der weiten Welt der Kinder- und Jugendbücher ist man schon auf allerhand Wesen gestoßen: Vampire, Engel, Gestaltwandler und Co. finden sich in so gut wie jedem Bücherregal. Fuchsgeister, so genannte Kitsune, sind dagegen eine originelle Seltenheit, die Exotik und Flair in die Geschichte bringen. Als großer Fuchs-Fan war ich für Mellow, den Kitsune-Prinzen, sofort Feuer und Flamme! Dabei ist der hochwohlgeborene Fuchs ein Schnösel, der sich viel zu viel auf seine adelige Abstammung einbildet. Im Grunde ist Mellow trotz seines blauen Blutes aber ein herzensguter Charakter, den man erst genauer kennenlernen muss, dann aber gar nicht mehr ziehen lassen will.
Sabine Städings Schreibstil ist locker-flockig und so lebendig, dass die Seiten geradezu an einem vorbeifliegen. In Windeseile rauscht man durch die Geschichte und lässt sich von dem Zauber des Romans tragen. Die Handlung bringt mit ihrem rasanten Tempo und ihrer gelungenen Mischung aus witzigen Sequenzen und spannenden Jagden alles mit, was ein Pageturner braucht! „Foxgirls“ bietet von der ersten bis zur letzten Seite charmante Unterhaltung, die auch über die Altersempfehlung hinaus bezaubern kann. Da drückt man gerne mal ein Auge zu, wenn die Geschichte zu vorhersehbar oder gradlinig verläuft. Die Zielgruppe wird sich daran sicherlich nicht stören.
Bei „Foxgirls“ handelt es sich um einen Auftakt zur gleichnamigen Kinderbuchserie. Die Geschichte lässt sich als in sich abgeschlossener Einzelband lesen, bietet aber durchaus noch genügend Stoff für weitere Folgebände. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf ein Wiedersehen mit Puder und Bonnie, das hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lassen wird.
*Fazit:* An Sabine Städings „Foxgirls“ ist einfach alles zuckersüß: Das Cover ist ein herrliches Zusammenspiel aus lebhaften Farben und bezaubernden Illustrationen, die Geschichte eine liebenswürdiges Mischung aus Magie, Spannung und Spaß und sogar die beiden Protagonistinnen sind süße, toughe Mädels, in die man sich nur verlieben kann. Puder Zucker und Bonnie Vanzetti, die Fuchsmädchen, haben mich zwischen den Buchdeckeln mit auf ein magisches Abenteuer quer durch Hamburg genommen, das mir ein paar tolle Lesestunden beschert hat. Ich freue mich schon riesig auf ein Wiedersehen! Für die „Foxgirls“ vergebe ich gute 4 Lurche.
Puder Zucker und Bonnie Vanzetti, zwei waschechte St.Pauli-Mädels, ahnten an einem gewöhnlichen Abend nicht was ihre Entdeckung im Hinterhof ihres Wohnblockes für eine Überraschung für sie parat hält. Ein eingeschüchterter und verletzter Fuchs lümmelt sich zwischen den Müllcontainern und brauch eindeutig ihre Hilfe. Doch diese Begegnung verändert ihren Blick über Hamburg und ihr bisheriges Leben! Den bei dem Fuchs handelt es um niemand geringeren als ein Fuchsgeist, dessen Magie durch den in Panik entstandenen Biss auf die beiden Mädels überging. Mellow eröffnet den Beiden den Blick über ihre neu errungenen Fähigkeiten, über andere unter den Menschen wandelnden magischen Wesen und seine eigentliche Mission, die ihn dummerweise in ihre Hände geführt hat. Während die Puder und Bonnie noch mit den Nachwehen ihrer neuen Errungenschaft zu kämpfen haben, befindet sich Mellow währenddessen in großer Gefahr, denn mit seiner Ankunft in Hamburg sind zeitgleich auch kryptozoologische Jäger gestrandet, die nichts geringeres im Schilde führen als magische Wesen zu fangen und an skrupellose Sammler zu verkaufen, und ganz oben auf ihrer Liste steht Mellow und Puder & Bonnie stecken mittendrin!
Meine Meinung:
„ Foxgirls“ ist ein himmlisches, lustiges und sehr schön geschriebenes Mädchenbuch aus der Feder von Sabine Städing, das nicht nur Mädchenherzen höher schlagen lässt!
Das Cover allein ist ja schon ein Augenschmaus, aber die Handlung welche sich dahinter versteckt ist absolut genial. Im Nu war ich wie gebannt und verfolgte mit Hingabe die sehr fantasievolle und knuffige Geschichte der beiden St.Pauli-Mädchen Puder und Bonnie, die durch ein dummes Missgeschick in ein Abenteuer geschleudert wurden, dass mit allen Wassern gewaschen ist.
Puder heißt eigentlich Puderosa, und kann sich so gar nicht mit diesem Namen anfreunden. Sie wächst mit ihrem Vater in einer Hochhaussiedlung auf und ist schon sehr früh auf sich alleine gestellt. Die Tage verbringt sie mit ihrer besten Freundin Bonnie, die zufälligerweise auch in dieser Siedlung wohnt. Die beiden Mädels sind mir sofort ans Herz gewachsen und mit ihrer taffen und doch noch kindlichen Art direkt sympathisch gewesen.
Mellow ist ein hochnäsiger Kauz mit liebevollem Herzen. Doch allzu gerne lässt er diese Seite nicht zum Vorschein kommen. Ich mag ihn sehr trotz seines verschlossenen und auch überheblichen Wesens.
Der Schreibstil ist locker, flüssig und gut verständlich. Man kommt sofort in der Handlung an, fühlt sich wohl und möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der Mix aus der bunten Vielfalt an magischen Wesen, sympathischen Hauptprotagonistin und einer fantastischen Handlung sorgt für eine gelungene Abwechslung und tolle Unterhaltung.
Fazit:
Sabine Städing hat mit „ Foxgirls“ in wundervolles, abwechslungsreiches, humorvolles und vor allem fesselndes Buch geschrieben, dass ich jedem ans Herz legen möchte – Ganz egal ob Jung oder Alt! ;)
Denn mit Liebe zum Detail, einem kunter bunten Mix aus magischen Wesen und zwei sympathischen Protagonistinnen konnte sie auf ganzer Wellenlänge punkten und zugleich überzeugen!
Wie könnte ich ein Buch nicht lieben, das in der schönsten Stadt der Welt, meiner Heimatstadt Hamburg, spielt und dabei auch eine meiner Lieblingstierarten, Füchse, UND Fantasy beinhaltet?! Natürlich liebe ich es!
Aber einmal ganz von Anfang an. Wir begegnen Puder, die unsere Hauptprotagonistin ist. Ihren Gedanken und Handlungen folgen wir die ganze Zeit und ihr Leben ist es auch, in die der Leser nähere Einblicke bekommt. Puder lebt alleine mit ihrem Vater, der nicht ganz so das klassische Bild eines Elternteils verkörpert, denn er feiert selbst gerne die Wochenenden durch, besitzt auch einen Club und bringt in regelmäßigen Abständen voll tättowierte Mädels mit nach Hause. Bonnie, Puders beste Freundin, lebt genau anders herum. Sie ist alleine mit ihrer Mutter, die sehr viel Wert auf Pünktlichkeit und Ordentlichkeit legt und immer ein wachsames Auge auf Bonnie hat.
Umso schwieriger ist es für die Mädchen, als sie eines Nachts von einem Fuchs gebissen werden und auf einmal anfangen sich zu verwandeln!
Es gibt neben den Fuchsgeistern, dem die Mädchen begegnet sind, noch einige weitere Kreaturen, die unerkannt in Hamburg hausen und die später noch eine Rolle im Laufe der Geschichte spielen. Natürlich gibt es auch die Bösewichter und natürlich geraten außgerechnet Puder und Bonnie an diese und müssen ganz plötzlich Hamburgs Unterwelt retten!
Die Charaktere waren mir alle mehr als sympathisch und die beiden Mädchen, sowie der Fuchs selbst hatten einfach einen herrlich erfrischenden Humor. Auch war es wunderschön auf so eine malerische und fantasievolle Art von Hamburg zu lesen, die wohl immer meine Lieblingsstadt bleiben wird.
Der Schreibstil ist luftig leicht, mit einer Prise Spannung und Abenteuer gewürzt. Eine kleine Liebesgeschichte ist auch dabei, die ich für das Alter vielleicht aber noch ein wenig zu früh fand. Mir hätte auch eine schöne Freundschaft zwischen den zwei Turteltauben gereicht ;)
Natürlich hat mich das Ende nicht wirklich überrascht, wie es bei Middle Grade ja eigentlich fast immer der Fall ist, aber dennoch gab es unvorhergesehene Wendungen in der Geschichte und einfach so niedliche Charaktere, dass man gut darüber hinweg sehen konnte.
FAZIT
Eine unglaublich süße Geschichte über Freundschaft und Abenteuer, die meine Liebe zu Hamburg (abermals) aufflammen ließ. Sympathische Charaktere und spannende Handlung runden die Story ab. Die fantastischen Wesen sind wundervoll überlegt und so faszinierend, dass ich mir nun jedes mal, wenn ich am Hafen lang spaziere wünsche, dass es sie wirklich geben würde : )