Kann man machen :) Ich denke der starke Teil des Buches befindet sich auf den ersten 40 Seiten, welche nämlich mit wortgetreuen Reden von Markus Werner geschmückt sind. Im Übrigen finden sich Texte von engen Freunden, entfernten Bewunderern und dergleichen. Das Werk Werners ist mit sieben Büchern überschaubar; nach einer Handvoll Laudationen, Rezensionen und Annäherungen stellt sich daher ein Gefühl der Repetition ein. Bedauerlicherweise wurde keine einzige kritische Meinung abgedruckt. Diese hätte eine durchaus willkommene Abwechslung reingebracht! Nicht empfehlenswert für LeserInnen, die noch nicht alle Bücher von Markus Werner gelesen haben.
Sekundärliteratur ist nicht jedermanns Sache. Dieses Buch enthält Reden von Markus Werner, anlässlich einiger Preisverleihungen (ist das Primär- oder Sekundärliteratur?). Vielleicht hat der sehr scheue Autor diese Danksagungen nicht mit allzu grosser Lust geschrieben, aber man liest sie mit Lust. Und es enthält Rezensionen und Kommentare zu seinen Büchern, viel Lobeshymnen, keine wirklich kritischen Meinungen, die es durchaus gegeben hat und die man nicht einfach verschweigen sollte. Mir als Liebhaber von Werners Büchern hat dieses Buch sehr gefallen.
"Ich habe das seltene Privileg, noch nie psychoanalysiert worden zu sein. Meine Neurosen sind also intakt. Und da dies, [...] auch nach sieben geschriebenen Büchern noch der Fall ist, muss ich folgern, dass Schreiben für mich eine unzulängliche Selbstbehandlungsmethode darstellt."