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Ada: Im Anfang war die Finsternis

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Ohne das Dorf gibt es kein Überleben. Draußen lauert das Verderben, und nur im Dorf bist du sicher. Das ist es, woran Ada glaubt - bis Luca auftaucht und alles in Frage stellt. Von ihm erfährt Ada: Ihr totgeglaubter Bruder Kassian lebt! Zusammen mit Luca bricht sie jede Regel, die das Dorf jemals aufgestellt hat. Schließlich geht Ada bis zum Äußersten: Sie flieht aus der Gemeinschaft. Sie will ihren Bruder finden. Doch erträgt sie die Wahrheit, die sie jenseits des Dorfes erwartet?

Hardcover

First published July 1, 2015

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Angela Mohr

8 books1 follower

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Community Reviews

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1 star
1 (3%)
Displaying 1 - 3 of 3 reviews
374 reviews14 followers
October 31, 2016
2.5 Sterne waren das höchste der Gefühle. Der Schreibstil der Autorin war wirklich toll; flüssig und mitreißend. Ich konnte die Kiesel unter meinen Füßen förmlich spüren und hatte den Duft von Rapsfeldern in der Nase, aber die ganze Thematik war mir einfach zu abgedreht. Ich muss zugeben, dass ich einfach nicht der Typ für (Religions-) Fanatiker bin. Ich kann und will mich da nicht reinversetzen. In meinen Augen ist das alles ein einziges von Menschen erschaffene Hirngespinst. Demnach fand ich es auch schwer mich in Ada hineinzuversetzen. Bei Luca hat das schon besser funktioniert, aber auch das war nicht das gelbe vom Ei. Alles in allem hatte ich, vor allem dem Klappentext nach, was komplett anderes erwartet. Irgendwie erinnert mich das Buch an Ursula Posznaskis Saeculum und das fand ich leider auch nicht sonderlich gut, aber immernoch ein wenig spannender. Tut mir leid für all das Herzblut, das die Autorin in das Buch gesteckt hat, aber es war einfach nicht mein Thema und wirklich "thrillig" (Gibt es das Wort überhaupt? :D) war es auch nicht. Der Verlag sollte demnach nicht nur an seiner Buchbindung arbeiten (es war wirklich ein einziger Kampf dieses Buch offen zu halten), sondern auch an seiner Deklarierung und vor allem an diesem Klappentext, der vielmehr eine Dystopie erwarten lässt, als ein Buch über übertriebene Religiösität.
Profile Image for Yoyomaus Die Büchereule.
2,347 reviews29 followers
August 24, 2019
Ada ist ein frommes Mädchen, sie tut alles, um Gott zu gefallen und um rein zu sein, denn sie möchte eine Heilerin werden. So wie ihr großer Bruder, der einst diesen Weg eingeschlagen hat und verstorben ist. Die Gemeinschaft in der sie lebt, arbeitet viel und hart. Sie singen zusammen, sie beten zusammen, sie leben zusammen, sie fürchten sich zusammen. Denn außerhalb des Dorfes gibt es Reiter, die regelmäßig das Dorf heimsuchen und die Sündigen bestrafen. Es ist verboten in den Wald zu gehen, denn dort lauern sie, die Reiter. Der einzig sichere Hafen ist das Dorf. Doch als Luca auftaucht, scheint sich ihre Welt plötzlich zu verschieben. Luca ist ein Geretteter, ein Verlorener. Doch das, was er ihr offenbart ist ungeheuerlich. Er redet eigenartig, erzählt von seltsamen Dingen und dann ist da auch noch eine Zeichnung, die ihre Welt endgültig aus den Fugen hebt. Lebt ihr Bruder etwa noch? Warum behauptet ihr Verlobter Benedikt, dass er bei dessen Tod dabei war, obwohl Luca ihn kürzlich erst gesehen hat? Als sich die Schlinge um Adas Hals immer enger zieht, bricht sie alle Regeln und geht hinaus in den Wald, um die Wahrheit zu erfahren. Doch das, was sie dort erwartet, trotzt all ihren Vorstellungen.

Ich muss sagen, dass ich zu Beginn des Buches sehr skeptisch war, da mich der Handlungsstrang arg an den Film "The Village" erinnert hat. Doch im Laufe der Story entfernte sich der Handlungsstrang vom Film und hat mich in seinen Bann gezogen. Jetzt, wo ich das Buch durchgelesen habe, hinterlässt es ein gemischtes Gefühl in mir. Es macht betroffen, es regt zum nachdenken an, aber vor allem öffnet es die Augen.

Die Nachricht hinter dem Buch ist simpel und einfach, zumindest für mich. Das Buch warnt vor der Gefahr, die von Sekten ausgeht. Es eröffnet, welche Abgründe sich in einem Menschen auftun können. Es eröffnet, wie fanatisch ein Mensch sein kann. Es zeigt aber auch, wie schnell sich Menschen beeinflussen lassen, wenn sie kurz vorm Verzweifeln sind oder wie es einen Menschen zerreißen kann, wenn das, was er kennt, plötzlich nicht mehr die Wirklichkeit ist.

Die Charaktere im Buch sind gut ausgearbeitet und man kann sich durch die verschiedenen Erzähler in die Protagonisten besser hinein versetzen. Während Ada stets bemüht ist Gott zu gefallen und sich für ihre schlechten Gedanken vor Gott zu schämen, ist Luca impulsiv und stellt alles in Frage, weil er die wirkliche Welt kennt. Er ist das komplette Gegenteil von ihr. Denn während sie immer wieder wie gelähmt scheint, hilft er ihr, endlich in die Welt zu blicken und Dinge zu hinterfragen, obwohl er eigentlich selbst genug Probleme hat. Auch Liz hat ihren ganz eigenen, wenn auch am Anfang ziemlich nervigen, Charakter, der sich im Laufe des Buches aber als durchaus nützlich und wandelbar erweist. Im Herzen ist sie ein guter Mensch.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, nachvollziehbar und die Geschichte gut ausgearbeitet. Es bleiben eigentlich keine Fragen offen, was ich sehr gut finde. Sicher wäre es schön gewesen, wenn man z.B. noch erfahren hätte, was mit dem Dorf passiert und mit den zurückgelassenen Charakteren. Doch ich denke, dass jeder so viel Fantasie hat, sich sein eigenes Ende dafür auszudenken.

Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und möchte mich hier noch einmal bei der Autorin dafür bedanken, dass ich daran teilnehmen durfte. Ich kann dieses Buch wirklich weiter empfehlen. Es ist absolut lesenswert und die Nachricht hinter der Geschichte ist eine sehr gut verpackte Warnung und ein guter Augenöffner.

Gebundene Ausgabe: 360 Seiten
Verlag: Arena (31. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401601121
ISBN-13: 978-3401601120
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 4,5 x 21,9 cm
Profile Image for Manu.
10 reviews4 followers
July 20, 2016
Die 16-jährige Ada lebt seit ihrer Kindheit in einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft mitten im Wald. Sie weiß, dass außerhalb des Dorfes kein Überleben möglich ist, denn draußen in der Welt lauert der „Große Lärm“ und die letzten Tage sind nahe, nur die Menschen im Dorf können gerettet werden. Adas Überzeugungen geraten ins Wanken, als eines Tages Luca ins Dorf kommt. Er ist einer der wenigen Menschen, der von der Dorfgemeinschaft noch vor der Welt gerettet werden konnte. Doch Lucas Erzählungen machen Ada Angst und verunsichern sie zutiefst. Er erzählt Geschichten, die nicht wahr sein können und er spricht Dinge an, die an Hochverrat grenzen. Als sie von ihm auch noch erfährt, dass ihr totgeglaubter Bruder Kassian lebt, muss Ada sich entscheiden: für ein Leben in der vermeintlich sicheren Dorfgemeinschaft oder für die Flucht und das Brechen sämtlicher Regeln.

Das Buch wird kapitelweise aus der Sicht dreier verschiedener Jugendlicher - Ada, Luca & Liz- erzählt. Die Autorin beweist dabei sehr gutes Einfühlungsvermögen in die jugendlichen Lebenswelten und zeigt gekonnt auf, wie sehr sich die einzelnen Realitäten, Probleme, Wünsche und Träume der drei Gleichaltrigen unterscheiden. Der Schreibstil im Buch gefällt mir sehr gut, da Gefühle und Stimmungen sehr gut eingefangen werden und für den Leser gut nachzuempfinden sind. Auch Humor in den Beschreibungen und in den Dialogen blitzt oft durch.

Ganz besonders positiv hervorzuheben sind meiner Meinung nach jedoch die Protagonisten in dieser Geschichte. Sie sind detailliert und sehr authentisch gezeichnet. Insbesondere Luca ist ein sehr starker Charakter: reif, reflektiert und in seinem Handeln und Agieren überlegt und kritisch. Auch Ada und Liz sind in ihrer Sicht auf die Welt gut nachvollziehbar, vor allem die Beschreibung der Überforderung, der Verzweiflung und Orientierungslosigkeit die Ada erlebt ist überzeugend.

Spannung kommt in der Geschichte erst gegen Ende auf, ansonsten dreht sich das Buch um die Beschreibung und Darstellung des Lebens in der religiösen Gemeinschaft. Ich finde das sehr interessant und neu darüber zu lesen. Die Autorin schildert eindrücklich, welche fanatischen Ideen und Überzeugungen hinter dem Leben im Dorf stecken, wie die Bewohner manipuliert und verängstigt werden bis hin zur fast völligen Aufgabe des eigenen Selbsts und wie schwer es ist, sich aus den Fängen der Gemeinschaft zu befreien. Da die Autorin ihre eigene Kindheit und Jugend in einer christlichen Sekte verbracht hat, wirkt die Geschichte umso realitätsnäher und beklemmender. Eine zarte Liebesgeschichte gibt es in dem Buch auch, diese rückt aber nie störend in den Vordergrund oder nimmt zu viel Raum ein, was ich sehr gelungen finde.

Als etwas zu viel des Guten empfinde ich die doch sehr häufig eingebauten Zitate über das ganze Buch hinweg. Auch gibt es am Ende der Geschichte eine Entwicklung, die es für meinen Geschmack nicht gebraucht hätte, die ein bisschen gekünstelt wirkt, als hätte es gegen Schluss noch unbedingt eine kleine Wendung geben müssen. Ansonsten - überraschend gute Geschichte mit interessantem, wichtigem Thema und sehr guter Umsetzung!
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