Ein Leben in sechs Bildern - ein Panorama des zwanzigsten Jahrhunderts «Amrita» heißt in der hinduistischen Mythologie das Elixier der Unsterblichkeit, das die Götter durch Aufschäumen des «Milchozeans» gewinnen. Und Amrita ist der Vorname der indischen Malerin Amrita Sher-Gil (1913-1941) - eine der großen Unbekannten der Malerei. Ihr kurzes Leben taumelt wie ein wilder Traum durch die Wunder und Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Richard Weihe hat sich mit ihrem faszinierenden Leben beschäftigt und es zu einem Roman mit Bildern verdichtet. Er folgt ihren Spuren in die Pariser Salons und schaut in die Budapester großbürgerlichen Häuser; er wagt einen Blick in die Klosterschule in Florenz und hält in der Admirals-Bar des Passagierdampfers «Gneisenau» auf der Fahrt nach Indien inne. Und nebenbei entsteht ein irritierendes Panorama der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg - einem Zeitalter kultureller Revolutionen und bislang nie gekannter Barbareien.
Richard Weihe is a Swiss author who writes mainly in the German language. He was educated in Zurich and Oxford. He is mainly known for biographical works of artists, including the novel Meer de Tusche (2005) on the life of Bada Shanren and Der Milchozean (2010) based on Amrita Sher-Gil. Meer der Tusche won the Prix des Auditeurs de la Radio Suisse Romande and has been translated into English by Jamie Bulloch for Peirene Press.[1]
Hat mir sehr gefallen. Die Art wie Weihe das Buch aufbaut und sein Schreibstil malen ein (mehr oder weniger fiktives) Porträt der Künstlerin. Den Einbezug der Farbbilder mit umrahmender Beschreibung tragen dazu bei, sich ihre Welt und ihre Kunst vorzustellen.