Jeder hat Angst: vor der Euro-Krise, dem steigenden Flusspegel, dem Notendurchschnitt. Lous beste Freundin Maria hat Angst, wie ihre Mutter an Krebs zu erkranken. Als sie von einem Zug erfasst wird und nur knapp überlebt, sprechen alle von versuchtem Selbstmord. Daraufhin ruft Lou den Sommer ohne Angst aus. Ihr Plan: zu leben, als sei es ihr letzter Tag. Tun, wovor sie sich immer gefürchtet hat. Sich fühlen, wie Maria sich gefühlt hat. Ihre selbstgedrehten Videos postet Lou auf ihrem YouTube-Channel, dem sie den Titel »Marias letzter Tag« gibt. Rasant steigt die Zahl der Klicks, es entsteht eine Bewegung der Angstverweigerer. Die Mitschüler, Freunde und Fans übertrumpfen sich mit immer gefährlicheren Aktionen. Und irgendwann verliert Lou die Kontrolle ...
Die 16-jährige Louise und Maria sind beste Freundinnen. Sie teilen alles miteinander; das denkt jedenfalls Louise. Doch dann wird Maria von einem Zug erfasst und liegt schwerverletzt im Krankenhaus. War es ein Unfall, oder wollte Maria sich möglicherweise umbringen? Niemand kann es genau sagen, und Louisa gerät ins Grübeln. Hatte Maria Angst? Es gibt Hinwiese darauf, und Louisa beschließt, ab sofort vor nichts mehr Angst zu haben. Sie möchte ihre Fortschritte diesbezüglich festhalten und stellt sich selbst Mutproben, die sie über das Internet mit der Öffentlichkeit teilt. 💓💓💓 Mein Leseeindruck: Zunächst muss ich sagen, dass es mir nicht ganz leichtfällt, dieses Buch bzw. mein Lesevergnügen daran zu bewerten. Anfangs musste ich mich erst einmal an den doch außergewöhnlichen Schreibstil gewöhnen. Die Sätze sind zum Teil sehr kurz und knapp gehalten, sehr prägnant. Das ist nicht schlecht, aber für mich gewöhnungsbedürftig. Das große Thema des Buches ist wohl das Thema Angst. Wovor fürchten sich Jugendliche, wie kann man diese Angst bekämpfen? Wie kann man mit der Angst umgehen? Ist es sinnvoll, manchmal doch Angst zu haben? Louise beschließt, keine Angst mehr zu haben. Dafür stellt sie sich selbst Aufgaben, und damit beginnt für mich auch das Problem, das ich mit diesem Buch bzw. mit Louise habe. Es ist so, dass ich mich irgendwann nicht mehr in Louise hineinversetzen konnte; ich habe keinen Zugang mehr zu ihr gefunden. Die Aufgaben, die sie sich stellt, sind für mich einfach nicht nachvollziehbar und haben mich zum Teil sogar wütend gemacht. Ich muss einen Buchcharakter nicht immer sympathisch finden, und ich muss ihn auch nicht immer restlos verstehen können. Aber mit Louise hatte ich wirklich Schwierigkeiten. Ich konnte mit ihr nicht warmwerden, und vielleicht hat mir deshalb auch ein bisschen Tiefe gefehlt. Trotzdem habe ich das Buch aber durchaus gerne gelesen und kann es auch weiterempfehlen. Es ist ein außergewöhnliches Buch mit einem außergewöhnlichen Schreibstil und einer – für mich – außergewöhnlichen Protagonistin.
Alexandra Kui und ich haben bislang nicht wirklich zusammengepasst. Entweder habe ich ihre Bücher abgebrochen oder sie lediglich für mittelmäßig befunden. Obwohl ich kein Buch mehr von der Autorin lesen wollte, wurde ich am Ende doch noch einmal umgestimmt, denn ihr neuestes Werk "Marias letzter Tag" klang so gut, dass ich dem Buch eine Chance geben wollte und ich habe es zum Glück nicht bereut.
Bislang hatte ich mit dem Schreibstil der Autorin immer meine Probleme, da ich es entweder zu flach oder zu langatmig empfand. Bei "Marias letzter Tag" hat jedoch alles gestimmt, denn die Autorin verwendet hierbei eine fast schon poetische Sprache, die mich mit interessanten Gedankengängen und unterhaltsamen Dialogen begeistern konnte. Dazu sind die Figuren gut ausgearbeitet, sodass man sie gut kennen lernt und sie stellenweise sogar ins Herz schließen kann.
Im Vordergrund steht hierbei die Freundschaft von Lou und Maria. Maria ist ein sensibles Mädchen, das furchtbare Angst vor Krebs hat. Als sie nach einem Unfall ins Koma fällt, ist man sich von daher gar nicht sicher, ob es tatsächlich ein Unfall war oder sogar ein Selbstmordversuch. Für Lou und ihre Mitmenschen ist dies alles andere als eine leichte Zeit, denn sie können nicht verstehen, was tatsächlich passiert ist, zumal Maria bei allen sehr beliebt ist und nie den Eindruck erweckt hat, dass sie etwas schlimmes belastet.
Um alles zu verarbeiten, fasst Lou einen folgenschweren Entschluss, der perfekt in die heutige Zeit passt: Sie möchte fortan das Leben mehr genießen und Ängst ablegen. Um dies für sich und auch ihre Mitmenschen festzuhalten, eröffnet sie einen Channel auf Youtube, um zu zeigen, dass das Leben auch schön sein kann und man sich nicht immer nur durch Ängste oder Unsicherheiten selbst bremsen muss.
Dabei wird Lous neues Leben sehr authentisch dargestellt. Es hat mich zutiefst berührt, wie sie an die Sache herangeht, neue Dinge ausprobiert, eine kleine Liebelei beginnt und wie oft sie dabei an Maria denkt. Ihre Gedanken und Gefühle haben mich dazu auch noch häufig zum Nachdenken angeregt, sodass man hierbei sicherlich sagen kann, dass "Marias letzter Tag" deutlich tiefgründiger ist, als ich zuvor erwartet habe.
Das Cover ist nett, allerdings für mich persönlich nicht der größte Hingucker, auch wenn es natürlich gut zur Handlung passt. Ich muss jedoch zugeben, dass mir die Farbgestaltung sehr gefällt. Die Kurzbeschreibung ist dagegen gelungen und hat mich trotz einiger Skepsis direkt angesprochen, sodass ich dem Buch eine faire Chance geben wollte.
Manchmal braucht es einfach länger, um mit einer Autorin warm zu werden. Im Fall von Alexandra Kui bin ich wirklich froh, dass ich die Hoffnung nie aufgegeben habe, denn ihr neuestes Werk "Marias letzter Tag" hat mich mit einem interessanten Plot und vielseitigen Figuren begeistern können. Ich kann es nur empfehlen.
Dieses Buch war ganz anders als ich es erwartet hatte, und zwar in einem positiven Sinne. Thematisch ist diese Geschichte wirklich interessant und geht dabei auch erstaunlich weit in die Tiefe. Die Umsetzung war vielleicht nicht immer ganz optimal, aber die Geschichte hat trotzdem so viel zu sagen und zu geben.
Alexandra Kui erzählt diese Geschichte einfühlsam und dennoch schonungslos ehrlich. Manchmal empfand ich ihre Ausführungen zwar als etwas zu knapp, sodass ich mir an einigen Stellen mehr Seiten gewünscht hätte, aber wenn man zwischen den Zeilen liest, kann man hieraus trotzdem sehr viel für sich mitnehmen. Es geht um Ängste, Hoffnungen, Mut, Überwindung, Freundschaft, Mitgefühl und das Erwachsenwerden, aber vor allem um Angst und darum, was sie mit einem machen kann.
Die Idee hinter dieser Geschichte ist wirklich genial und auch wenn dieses Buch insgesamt durchaus besser, detaillierter und tiefgreifender hätte ausgearbeitet sein können, entfaltet es auch so seine Wirkung und vermittelt einige wertvolle Botschaften - Zumindest sofern man es richtig deutet, denn die Autorin lässt stellenweise gefährlich viel Interpretationsspielraum. Man muss sich hier einen Großteil selbst zusammenreimen und die Ergebnisse können dabei natürlich unterschiedlich ausfallen.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Lou in der ersten Person Singular erzählt sowie mit weiteren Texten und Bildern ergänzt. Der Stil des Buches ist außergewöhnlich - Wortgewaltig, aussagekräftig und geradezu poetisch. Alexandra Kui schreibt eindringlich, anrührend und ausdrucksstark. Wenige Worte wirken hier sehr intensiv und rütteln auf.
Lou ist eine eigensinnige Protagonistin, die es einem zwar nicht immer leicht macht, aber eben auch sehr gut in diese Geschichte passt - Ohne sie wäre dieses Buch nicht dasselbe. Seine Handlung lebt von den gedrungenen Gefühlen der Protagonistin, von den schönen und unschönen. Lou besitzt einige weniger sympathische und liebenswerte Charakterzüge, die sie aber umso authentischer und menschlicher erscheinen ließen. Ihre Gedanken und Gefühle waren nahbar und irgendwie verständlich, auch wenn ich selbst niemals so gedacht oder gehandelt hätte.
Das Ende kam sehr schnell und abrupt, wirkte geradezu abgebrochen, was ich etwas enttäuschend fand. Ich hätte hier gerne noch mehr Seiten und Details gehabt.
Das Buch behandelt verschiedene Thematiken und wurden von Alexandra Kui gut zusammengeführt und mit Lou in der Hauptrolle auch gut besetzt. Der Charme und der Humor und auch der neu gefundene Mut, motiviert und regt zum Nachdenken an.
Die Nebencharaktere kommen leider eine Ecke zu kurz und auch das Ende schien zu schnell geschrieben und eher in die Sparte „Friede, Freude, Eierkuchen“ zu gehen, was mich ein wenig unschlüssig zurück ließ. Die Beziehung zwischen Maria und Lou wird abgeharkt, Lous Entwicklung scheint nicht unbedingt mehr als „nett“ zu sein und auch scheint sie keine weiteren Konsequenzen tragen zu müssen.
Ein paar Jahre jünger und ich hätte sicherlich ein paar meiner Kritikpunkte nicht erwähnt, weil mir DAS Gefallen hätte. Gut, und ein Pluspunkt, bekommt Frau Kui auf jeden Fall dafür, das sie die Geschichte nicht überstrapaziert und unnötig dramatisiert.
Von mir bekommt "Marias letzter Tag" von Alexandra Kui
3,7/5 Sternen!
Für eine ausführlichere Rezension, besucht mich gern auf meinem Blog :)
This is a fascinating story about teenagers caught up in today's dangerous world of social media. I was frustrated by the author's use of jumbled chronologies and "excerpts" from the protagonist's YouTube channel, etc., which all struck me as affected and needlessly confusing. But what I liked best was the fresh, original, hilariously funny voice of Lou, the narrator.
Auch wenn es viele schlechte Meinungen über dieses Buch gibt, ich fand es großartig. Mittlerweile beschäftige ich mich gerne mit den Themen Sinn des Lebens, Ängste etc. und dieses Buch hat mir genau dieses Thema geboten: Ängste besiegen! Ich möchte sehr die Protagonistin und konnte sie sehr gut verstehen. Von mir sehr gute 4 Sterne!
Lou ist ein sehr ängstliches Mädchen, als ihre beste Freundin von einem Zug erfasst wird und um ihr Leben bangt, will Lou alle Ängste ablegen. Sie eröffnet einen YouTube Channel in dem sie sich in den gefährlichsten Situationen zeigt, alles nur um ihre Ängste zu überwinden, denn sterben werden wir alle, wozu also diese ständige Angst? Mit ihrem Channel "Marias letzter Tag" schlägt sie große Wellen, immer mehr schließen sich der Lebensphilosophie an "Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter" doch gerade das führt zu schwerwiegenden Folgen, die längst nicht mehr abzusehen waren und auch Lou gelangt in einen Rausch und übertreibt es immer mehr..
Gestaltung: An und für sich ist dieses Cover halt nicht wirklich besonders, ich mag zwar die Farbgebung, aber ansonsten ist es halt einfach nicht sonderlich aussagekräftig, außer, dass ersichtlich ist, dass es sich um Videos dreht. ;)
Meinung: Die Thematik empfand ich sehr reizvoll, da ich selbst ein ziemlich ängstlicher Mensch bin und mich auch von kleineren Dingen schnell aus der Bahn werfen lasse. Generell alle Situationen in denen ich nicht absehen kann was genau auf mich zukommen wird, versetzen mich in eine ängstliche Lage. Ist also schon recht schwerwiegend bei mir die Angstproblematik. Von daher war ich sehr gespannt wie die Autorin mit dem Thema Angst umgehen wird und was genau ihre Botschaft sein wird. :)
Am Anfang hatte ich kleinere Probleme mich in das Buch hinein zu finden, was vor allem an den Schreibstil lag. Er ist wirklich besonders und sehr modern gehalten, was natürlich gut zur Zielgruppe passt, mir gefällt diese Art von Schreibstil im Prinzip eher weniger. Ich empfand ihn als sehr gradlinig und direkt, ich mag es allerdings weitaus mehr wenn Bücher verschnörkelt und weich geschrieben sind. Allerdings ist das natürlich eine reine Geschmackssache und letztendlich konnte ich mich im Laufe der Zeit auch mit diesem Schreibstil sehr anfreunden, so dass ich anerkennen konnte wie viel dahinter steckt. ;)
Die Handlung hat mir wirklich gut gefallen, ich mochte es sehr wie mit der Thematik der Angst umgegangen wird, es werden einige aktuelle Ereignisse mit eingebunden und das Buch zeigt deutlich auf, wie sehr die Gesellschaft uns prägt und schon nahezu Angst im Volk streut. Das sind so kleine Details denen man sich eventuell bereits bewusst war, die durch dieses Buch aber noch einmal präsenter werden, so dass man sich auch mal richtig damit auseinandersetzt.
Dann spielen natürlich auch die Eltern eine große Rolle, die ihre eigenen Ängste auf ihre Kinder projizieren und ihnen damit natürlich auch ein Stück Freiheit nehmen sich selbst zu entfalten. Genau genommen kann man all das wirklich gut in seinem eigenen Umfeld betrachten, von daher ist dieses Buch einfach sehr authentisch und hat mich persönlich sehr nachdenklich gestimmt. :)
Die Entwicklung von Lou war wirklich sehr radikal, am Anfang mochte ich sie wirklich sehr auch wenn sie ganz schön ich bezogen war und ihr die Weitsicht fehlte zu erkennen, dass nicht nur in ihrem Leben die Angst herrscht. Das sorgt dafür, dass sie Sorgen von anderen gar nicht rnst nimmt und das ist gerade in Bezug auf Maria wohl ein Fehler gewesen. Nach dem Maria dann ihren Unfall oder auch nicht Unfall hatte, ändert sich Lou ziemlich schlagartig. Se startet ihr Projekt und gerade Anfangs spürt man doch sehr wie viel Überwindung ihr das kostet, wie sehr sie das aber auch einfach für sich selbst tun muss. Ich hab das Anfangs sehr befürwortet, auch wenn ihre Handlungen leichtsinnig waren, aber ich fand es gut, dass sie sich den Ängsten der Gesellschaft stellt. Lou gerät im Laufe der Handlung aber in einen richtigen Rausch, zieht ihre Freunde damit hinein und ermutigt sie auch dazu, ihre Ängste zu überwinden. Mag ebenfalls etwas sin was eigentlich lobenswert ist, aber den Ausmaß den das ganze annimmt ist einfach sehr bedenklich und es steigert sich und steigert sich und nicht nur ihr Umfeld macht mit sondern das ganze Netz und jeder scheint jeden zu übertrumpfen wollen.
Und auch Lou identifiziert sich immer mehr damit, das ganze wird also wirklich heikel und äußerst gfährlich und Lou gerät an einen Punkt bei dem sie die Warnungen von Außen nicht wahrnimmt und nicht einsehen kann und ich habe mir wirklich viel Sorgen um sie gemacht und sie wurde dadurch auch sehr unsympathisch, was ich schade fand.
Die anderen Charaktere fand ich allerdings sehr schwach skiziert, Lou war der Mittelpunkt und man war vollkommen auf ihre Gedanken, Gefühle und Ideen fokussiert. Die Probleme der anderen wurden zwar wahrgenommen und ich konnte auch mit ihnen fühlen, aber ansonsten boten die andren Charaktere nicht viel mehr als das was sie durch ihre Ängste darstellten, das fand ich ein bisschen schade.
Fazit: Das Buch ist wirklich lesenswert, weil die Thematik jeden von uns betrifft und sie meiner Meinung nach auch wirklich gut umgesetzt wurde und auch ein gutes Statement setzt. Rund um die Thematik war die Geschichte für mich nicht perfekt konstruiert. ;)
In Marias letzter Tag geht es um Angst. Es geht um eine besondere Weise, wie man mit Angst umgehen und was daraus entstehen kann. Es geht um Lou und Maria, zwei sehr unterschiedliche Mädchen, die beste Freundinnen sind. Maria ist immer fröhlich, sorgenfrei und in der ganzen Schule beliebt, Lou dagegen das schüchterne, unscheinbare Anhängsel. Ihrer Freundschaft macht dieser Unterschied glücklicherweise gar nichts aus. Maria scheint jedoch nicht mehr diejenige zu sein, die Lou immer in ihr gesehen hat, denn plötzlich liegt sie schwer verletzt im Krankenhaus. Der Verdacht: Selbstmordversuch. Lou findet heraus, dass das alles mit Angst zu tun haben könnte, und will das mit Hilfe eines YouTube-Channels, den sie passend dazu “Marias letzter Tag” nennt, ändern: Ein Sommer ohne Angst.
Gleich bei den ersten Sätzen in diesem Roman fällt der besondere Schreibstil auf: ungewöhnlich, sprunghaft, bildhaft. Eine Art zu erzählen, an die man sich wahrscheinlich erst mal gewöhnen muss, die dann aber ganz wunderbar zur Geschichte passt. Lous Gedanken springen so hin und her, sie lässt sich schnell ablenken, macht sich ständig Sorgen und denkt oft sehr negativ an die Zukunft. Deshalb ist man als Leser manchmal verwirrt, allerdings passt auch das zur Geschichte, denn Lou ist in einer Atmosphäre voller Angst aufgewachsen: Man darf das nicht machen, niemals allein dorthin gehen und schon gar nicht mit irgendwelchen Bakterien in Kontakt kommen. Darauf hat sie allerdings keine Lust mehr und beschließt den Sommer ohne Angst gleich mit einer ganz großen Ansage: Sie lädt ein Video auf YouTube hoch und zeigt sich der ganzen Welt. Bald folgen weitere Videos, hinrissige und oft auch, vom vernünftigen Standpunkt aus gesehen, nicht nachvollziehbare Taten werden da gezeigt und das schlägt voll ein. Für Lou ändert sich dadurch so einiges und man erlebt hier eindringlich eine Wendung des sonst so stillen Mädchens.
Was dieses Buch auch noch besonders macht, sind die eingestreuten Word Clouds, die Fotos und die Beschreibungen von Lous Videos. Das ergibt eine tolle Mischung und zeigt Lous Welt und die des Internets sehr anschaulich. Insgesamt zeigt Alexandra Kui die Welt von jungen Erwachsenen auf eine sehr eindringliche Art und Weise. Dabei wird das Thema Angst mit ungewöhnlichen und doch sehr aktuellen Mitteln angegangen und erlebt, ganz ohne erhobenen Zeigefinger und doch mit deutlichen Konsequenzen. Dadurch ist es keine leichte Kost, regt allerdings zum Nachdenken an und verlässt den Kopf garantiert nicht mehr so schnell. Eine besondere Lektüre darüber, was passieren kann, wenn man zu viel und zu wenig Angst hat.
Vielleicht hab ich das Buch einfach zum falschen Zeitpunkt gelesen, aber es hat mir von vorne bis hinten einfach nicht gefallen... Ich mochte weder den Schreibstil der Autorin, noch das "poetisch angehauchte" Drumherum. Die Protagonistin war mir völlig fremd und unsympathisch. Vielleicht hab ich aufgrund des Klappentextes zuviel von der Geschichte erwartet, zumindest MEHR Spannung, aber die Story hat mich enttäuscht und gelangweilt... Sorry!