Seit einigen Jahren holen Hirnforscher auch religiöse Tätigkeiten unter die Sie beobachten, was bei Gebet, Meditation und Schriftlesung in menschlichen Gehirnen geschieht. Entstehen religiöse Erfahrungen aus Fehlfunktionen? Oder werden reale Wahrnehmungen verarbeitet? Können unsere Gehirne Gott erkennen? Der Religionswissenschaftler Dr. Michael Blume führt in die Beobachtungen und Thesen der "Neurotheologen" ein und zeigt, was sich jetzt schon gesichert aussagen lässt.
Sehr interessant zu lesen. Dr. Blume legt die verschiedenen theoretischen Ansätze zur Neurotheologie vor; leider ist das Buch dabei lediglich eine philosophische Abhandlung und kein wissenschaftlicher Bericht mit tatsächlicher Einbeziehung der Neurologie. Da in jedem Kapitel und Unterkapitel nur theoretische Abhandlungen anderer Autoren wiedergegeben werden, war es für mich etwas langatmig zu lesen. Erst im 6. und 7. Kapitel, kurz vor Schluss, kommen seine hochinteressanten eigenen Schlüsse zur Sprache. Absolut wunderbar recherchiert und geschrieben, ich hatte mir jedoch unter der Beschreibung etwas sehr anderes vorgestellt und wurde davon enttäuscht.