Ein Mord im Jahr 1920. Einer in naher Zukunft. Beide in Berlin. Und ausgerechnet Bernd aus der E-Bike-Staffel soll sie aufklären. Er bewegt sich bei den Ermittlungen weit außerhalb seines Kompetenzbereichs und seiner Komfortzone.
Der Auftraggeber aus dem Jenseits
Auftraggeber für die Ermittlungen ist niemand Geringeres als Ernst Gennat, Berliner Kriminallegende und seit 1939 tot. Doch das hindert ihn nicht daran, Bernd in Abenteuer zu schicken, die eher nach „Lebensgefahr“ als nach „Ermittlung“ klingen.
Krankgeschrieben – aber nicht untätig
Zum Glück – oder eher zu seinem eigenen Unheil – ist Bernd nach einem Arbeitsunfall zwei Wochen krankgeschrieben. Zeit, um sich auszuruhen? Nein. Zeit, um geisterhafte Kommandos zu befolgen.
Kann Bernd Geister sehen?
Was hat der Tod eines hochbetagten Bankiers in einem Berliner Nobelbordell mit dem Tod eines Barons vor über hundert Jahren zu tun? Weshalb fühlt sich Bernd zunehmend so, als wäre er der Nächste auf der to-do-Liste eines sehr engagierten Mörders? Und was haben Dominas, Katzen und Bienen mit der ganzen Sache zu tun?
Ein unterhaltsames kriminalistisches Abenteuer durch Berlins Zukunft und Vergangenheit.
Der Hauptprotagonist war mir auf Anhieb sympathisch, ich mochte sein positives Gemüt und den Verlauf der Story. Mehr zu meiner Meinung erzähle ich dir unten im Text.
Cover und Ausstattung: Das Cover war der Grund warum ich auf das Buch aufmerksam wurde. Es stach mit seiner Gestaltung aus der Masse heraus. Außerdem zieht das Wort „Geister“ meistens meinen Blick an. Mystery-Romane gehören zu meinen Favoriten. Auf dem Cover steht der Reihentitel im Vordergrund. Die schwarz-gelben Streifen könnten für ein Absperrband stehen. Das Katzenmotiv ist selbsterklärend, wenn man die Geschichte gelesen hat. Die Hauptfarben sind gelb und grün, was in Summe zu einem stimmigen Ergebnis führte.
Meine Meinung zum Inhalt: Cover und Kappentext hatten mich sofort angesprochen, weshalb ich mich freute das Buch lesen zu dürfen. Rasch stellte ich fest, dass der Autor Benjamin Platz einen unverblümten und detailreichen Schreibstil hat. Ich fand rasch ins Geschehen hinein, obwohl die Situation im ersten Kapitel, in der ich landete, etwas kurios war. Zum Glück klärte mich der Hauptprotagonist Bernd rasch auf und das Geschehen nahm seinen Lauf.
Die Geschichte wurde aus der Sicht von Fahrradpolizist Bernd erzählt. Der Mann war schon etwas in die Jahre gekommen, gab seinen Traum Motorradpolizist zu werden jedoch nicht auf. Auf mich machte er einen positiven und bodenständigen Eindruck. Er schien seinen Job zu mögen, agierte ruhig und aktiv. Seine Kollegin Irmelin war ein Wirbelwind. Sie sprühte vor Energie und betrieb Kampfsport.
Nach dem Unfall wurde das beschauliche Leben des Polizisten ziemlich auf den Kopf gestellt. Wie im Klappentext erwähnt konnte Bernd nun den Geist von Kriminalkommissar Ernst Gennat sehen, Bernds heimliches Idol. Die Ermittlungen rund um die beiden Todesfälle waren spannend gestaltet. Bernd musste einige Umwege gehen, da er eigentlich nicht offiziell ermitteln durfte. Es machte mir Spaß dem Verlauf zu folgen.
Ich ertappte mich des Öfteren dabei über die Geschehnisse nachzudenken, wenn ich nicht lesen konnte. Es musste heraus zu bekommen sein, wer das mit dem Bankier gemacht hatte, denn dass etwas nicht stimmte, war sowas von klar. Zeitsprünge zurück in die 1920er Jahre weckten mein Interesse was hinter dem Tod des Barons steckte. Im Verlauf der Geschehnisse trug Bernd Informationen und Fakten zusammen.
Gleichzeitig setzte er sich gezwungenermaßen mit seiner neuen „Gabe“ auseinander. Hierbei fand ich die eingearbeitetem Ideen des Autors gut gelungen, weil das Worldbuilding schlüssig aufgebaut war. Etwas aus Kapitel 1 wurde bis zum Schluss nicht aufgeklärt, was einerseits schade war, doch mein Leseerlebnis nicht wirklich beeinflusst hat, da der Rest der Geschehnisse stimmig verlief und alles vollständig aufgelöst wurde.
Je ne näher das Ende kam, umso klarer wurde mir, wer für den Tod des Bankiers verantwortlich war. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, was am Ende im finalen Showdown passierte und vor allem herauskam. Es war dem Autor gelungen mich zu überraschen. Im selben Moment feierte ich diese Wendung und war begeistert. Das Ende des Buches kam viel zu schnell. Dennoch gelang es Bernd beide Fälle aufzuklären und die gesamte Wahrheit ans Licht zu bringen. Der Cliffhanger am Ende macht mich beinahe wahnsinnig. Ich hoffe sehr, dass es bis Band 2 nicht allzu lange dauert.
Fazit: Der Auftakt der Mystery-Krimi-Reihe von Benjamin Plath hat mich herrlich gut unterhalten. Die Geschichte las sich flüssig und trug aufregende Wendungen mit sich. Ich mochte Bernd und Irmelin auf Anhieb, die Beiden waren ein gutes Duo, obwohl Bernd mehr allein agierte. Der Mystery-Aspekt wurde vom Autor gut in sein Worldbuilding integriert. Mich begeisterten damit das Setting und die Handlung selbst. Der Verlauf war spannend, ereignisreich und brachte immer mehr Fakten ans Licht. Nach der gelungenen Auflösung beider Fälle am Ende, kam es zu einem fiesen Cliffhanger mit Suchtpotenzial. Hoffentlich erscheint Band 2 in naher Zukunft.
Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
Das eBook wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!
Bernd und Irmelin gehören zur E-Bike Staffel Berlins und sind eingeteilt, um die Ankunft des ägyptischen Botschafters mitzusichern. Als Bernd eine verdächtige Person verfolgen will, wird ihm ein Gegenstand in die Speichen gehalten und er stürzt und verletzt sich dabei den Kopf. Im Krankenhaus macht man verschiedene Untersuchungen, doch es ist nichts Auffälliges zu sehen, außer Bernd, der sieht den ehemaligen Kriminalkommissar Ernst Gennat, der im Jahr 1920 lebte und dort sehr erfolgreich war. Er ist sehr verwirrt, denn Gennat gibt ihm Aufträge aus seiner Zeit und Bernd, der nun krankgeschrieben ist ermittelt nun in einem aktuellen Todesfall und einem historischen. Wenn das mal gut geht! Der Krimi „Geisterreich Berlin – Miezen, Mieter und Mimosen“ von Benjamin Plath spielt in einem sehr interessanten Mix in der Gegenwart und in der Zukunft. So weit, so gut doch außer Bernd sieht niemand, das, was in der Zukunft geschieht. Bernd ist die Hauptperson in diesem Krimi. Eigentlich kein ermittelnder Polizist, doch durch seine Geisterreichen Fähigkeiten ermittelt er in einem Fall, der keiner ist. Es geht eigentlich um einen natürlichen Tod eines Mannes in einem Bordell. Dieser Fall hängt allerdings mit einem Fall aus dem Jahr 1920 zusammen und so wird Bernd auch in den Fall hineingezogen. Das ist schon sehr schräg, was der Autor sich da erdacht hat und es hat auch ein bisschen gedauert, bis ich so richtig eingetaucht bin in diese Story, doch dann hat es mich gepackt und ich bin begeistert von der Idee des Zeitsprungs mitten im Romans. Das habe ich so bisher noch nicht gelesen. Schon im Prolog ist der Beginn dieser gespalteten Story und wenn der Kommissar Gennat, ein sehr bekannter Polizist in Berlin, auftaucht wird es spannend. Für Bernd, weil er sich immer wieder fragt, warum gerade ich, aber auch für die Story, da sie immer perfekt übergeleitet wird in den aktuellen Fall. Genau wie Bernd eine Zeit braucht das Ganze zu verstehen, geht es mir als Leser auch. Das ist geschickt vom Autor, der also Hauptperson und Leser auf eine Stufe stellt. Das Ende ist durch den Spannungsbogen gut ausgearbeitet und ist auch sehr überraschend. Die Sprache finde ich sehr bildhaft und erlaubt mir mich im Roman zurecht zu finden. Ich finde den Krimi schräg, aber auch wieder gut, da er anders ist als andere. Ich kann den Krimi empfehlen, er ist schon etwas Besonderes.
"Geisterreich Berlin" empfand ich als eher ruhigen, bedachten Krimi, der sich langsam entwickelt - mir leider stellenweise etwas zu langsam. Ich hätte mir gewünscht, dass der Kriminalfall früher und deutlicher in den Mittelpunkt rückt - ich liebe es mitzurätseln;) Der Schreibstil liest sich super und das Buch ist auch nicht so umfangreich, so dass ich die Einführung von Bernd und Irmelin etwas zu lang fand. Bernd ist ein eher ruhiger, gesetzterer Typ, der manchmal auf mich etwas einfältig wirkte. Trotzdem fand ich ihn sympathisch und als Leser lernt man ihn gut kennen, da die Handlung aus seiner Sicht erzählt wird. Im Gegensatz dazu ist seine Kollegin und Freundin Irmelin eine ziemlich taffe Frau, die gerne auch mal ein paar Männer gleichzeitig in ihre Schranken verweist. Die Geister bzw. der Geist spielt anfangs nur eine Rolle, die ich nicht ganz fassen konnte. An Bernds Stelle hätte ich da viel mehr nachgehackt und auch darüber nachgedacht z.B. was hat der für ein Verhältnis zu Katzen? Gerade diese Ruhe am Anfang lässt natürlich Raum für die Entfaltung der Hauptcharaktere und so konnte ich mir die Zwei gut vorstellen. Die Krimihandlung auf zwei Zeitebenen entwickelt sich langsam und ich hätte mir hier mehr Spannung gewünscht. Viele Dinge bzw. Entwicklungen habe ich vorausgeahnt, der große "Bang" am Ende kam dann doch recht überraschend und hat mich positiv beeindruckt. Der Humor hat leider bei mir an vielen Stellen nicht gezündet oder ist an mir vorbei gegangen. Wer also einen eher ruhigeren Krimi mit einer Prise Geister ohne Blut und großen Gruselfaktor sucht, ist hier genau richtig.
Das Cover finde ich ansprechend und toll gestaltet. der Titel hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Dies ist der erste Band einer Reihe.
Die Geschichte spielt in Berlin. In der Gegenwart und in der Vergangenheit der 1920er. Ein damaliger Mord hat den Kriminalbeamten Gennat beschäftigt. In der Gegenwart versucht E-Bike Polizist Bernd sein Leben einigermaßen in den Griff zu bekommen. Bei einem Einsatz wird er verletzte und krankgeschrieben. Glück im Unglück, denn er kann ab diesem Zeitpunk Gennat sehen und hören, der Geist sitzt auf einer Truhe, in dem alte Akten aufbewahrt sind. Bernd ist natürlich geschockt aber auch neugierig, die Kriminallegende begleitet ihn seit seiner Kindheit. Auch das er eine neue Mitbewohnerin hat ist etwas ungewöhnlich, ihm wurde eine teure Katze namens Antonia geschenkt, die er bei einem Einsatz retten wollt. Aber wer sollte ihn angreifen und warum? Ab diesem Zeitpunkt überschlagen sich die Ereignisse. Ein Bankier wird in einem Edelbordell tot aufgefunden. Zuerst geht man von einem Unfall aus aber je mehr Bernd ermittelt desto deutlich wird, das war ein Mord. Und was hat das mit dem Fall aus den 20er Jahren zu tun? Gemeinsam mit seiner Partnerin und Freundin Irmelin versucht er, der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Und dann ist da noch Anika eine alte Schulfreundin und Mitarbeiterin im Bordell, was hat sie damit zu tun?
Beide Fälle fand ich total spannend und ich konnte sehr gut mitfiebern. Einige Punkte sind noch unbeantwortet geblieben, dies wird aber in den weiteren Bände hoffentlich noch behandelt werden. Ich hatte viele schöne Lesestunden und empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Als wäre eine Kriminalgeschichte auf zwei Zeitebenen nicht schon genug, kommen hier auch noch Geister ins Spiel - klasse! Bernd ist Polizist bei der Fahrradstreife, doch durch unglaubliche Zufälle wird er unfreiwillig in eine Mordermittlung hineingezogen. Dabei steht ihm der verstorbene Kriminalkommissar Gennat beratend - und nervend - zur Seite, den Bernd seit einem Schlag auf den Kopf sehen und hören kann. Und da Bernd sich sowieso schon immer für die alten Fälle Gennats interessiert hat, lässt er sich darauf ein auch in einem Mordfall aus den 20er Jahren zu recherchieren. Hängen beide Morde vielleicht sogar zusammen? Das besondere Etwas an diesem ungewöhnlichen Krimi ist natürlich der übernatürliche Touch, der die Geschichte nochmal interessanter macht. Der Schreibstil ist sehr einfach, locker und witzig, wobei hier nicht immer mein Humor getroffen wurde, und stellenweise hätte es etwas ernster bleiben dürfen. Auch fand ich Bernd zu tollpatschig und unbeholfen dargestellt, dafür war seine Partnerin etwas zu tough für meinen Geschmack, auch wenn sich beide Charaktere so natürlich prima ergänzen. Insgesamt aber ein gelungener Einstieg in die Reihe, die hoffentlich bald fortgesetzt wird, denn die Idee find ich klasse.