Die Sommer gehören Lou und seinem charismatischen Freund Raf, dessen Anziehungskraft sich niemand entziehen kann, am allerwenigsten Lou. Doch diesmal ist es Auch die blonde Nora steigt mit ins Auto an die dänische Küste. In einem alten Ferienhaus in den Dünen leben die drei in den Tag hinein, springen in die Wellen, rauchen, kochen, streichen umeinander herum. Was von außen wie ein unbeschwerter Urlaub scheint, eröffnet in dieser neuen Konstellation langsam dunkle Abgründe. Lou ist sich auf einmal nicht mehr Will Raf noch seine Nähe oder verachtet er ihn für seine Ergebenheit? Und warum verschwindet Nora eines Nachmittags ohne ein Wort? Ann-Christin Kumms Debüt ist ein psychologisch meisterhaft konstruiertes und erotisch flirrendes Spiel mit Macht, Manipulation und Begehren.
Wie Zoë Beck sagt: Man liest nur kurz rein – und merkt sofort, dass es ein besonderer Roman ist, den man nicht mehr weglegen kann.“
Seit Jahren verbringen Raf, seine Schwester Sophie und ihr Freund Lou die Sommerferien gemeinsam – mal am Mittelmeer, diesmal an der dänischen Küste. Doch Sophie sagt kurzfristig ab; Nora, eine flüchtig bekannte Freundin springt ein. So reisen schließlich Raf, Lou und Nora in einer ungewöhnlichen – und für Lou schwierigen – Konstellation an.
Raf hat mich total an Champbell Eliot aus „The Society” erinnert. Er ist so bedrohlich, dass man ihn nicht aus den Augen lassen möchte und gleichzeitig möchte man keine Minute zu viel in seiner Nähe verbringen.
„Ultramarin“ ist für alle, die gerne gedrehte Zigaretten rauchen und Bock auf eine fesselnde Geschichte haben, die ihre Spuren beim Lesen hinterlassen.
"Manchmal, sagte sie, denke ich, wir waren alle schon verdammt, als wir auf die Welt kamen. Nazis und Klimawandel, mehr gibt es für uns nicht mehr."
"Ich wünschte mich fort. Ich hätte, dachte ich, nicht mitkommen sollen. Hätte laufen gehen sollen oder mir den Fuß brechen, Hauptsache, nicht hier sein."
"Sie irritierte mich, wie wenn man ein Kleidungsstück tragen muss aus einem ungewohnten Stoff. Einem, den man sonst vermeidet."
"In der Stille klang das Geräusch, mit dem wir in unsere Croissanthälften bissen, wie einstürzende Häuser."