Was passiert, wenn eine gefühlsresistente Spitzenmanagerin ein Achtsamkeitstraining bei einem Coach absolvieren muss, der selbst in einer Sinnkrise steckt? Maxim Leos rasend komischer und tief berührender Roman über die Suche nach dem richtigen Leben und den Weg zu uns selbst.
Marlene Buchholz soll Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig, dass sie fachlich hochkompetent ist – aber menschlich eine ziemliche Katastrophe. Weshalb sie zum Coaching in ein Brandenburger Schloss geschickt wird – zu Alex Grow, dem berühmten Seelenflüsterer.
Was niemand weiß: Seine Academy steht kurz vor dem Bankrott und Alex hat selbst mit Panikattacken zu kämpfen. Marlene ist seine letzte Hoffnung, denn im Erfolgsfall winkt ein Großauftrag der Aviola. Doch die Klientin bleibt skeptisch und verschlossen – bis ein verletztes Wildschwein, ein schüchterner Hausmeister und ein dreizehnjähriges Mädchen auftauchen, die Marlenes Augen und Herz öffnen und sie erahnen lassen, was am Ende wirklich zählt.
Was mir an “Einatmen. Ausatmen.” von Maxim Leo so gut gefallen hat? Dass es irgendwie ein bisschen drüber ist und gleichzeitig total authentisch. Marlene ist eine unempathische Over-Achieverin, die von ihrem Chef zu einem Achtsamkeitsseminar verdonnert wird. Sie soll nämlich seine Nachfolgerin werden, aber so, wie sie sich aktuell gegenüber den Mitarbeitern verhält, wird das nichts… Alex Grow (Marlene kommt der Name gleich merkwürdig vor) ist ein erfolgreicher Coach und soll die baldige CEO zu einem besseren Menschen machen. Diese möchte das Seminar so schnell wie möglich hinter sich bringen und das möglichst komplikationslos. Also quasi eine Win-Win-Situation, oder? Auch Alex hat ein paar Themen, mit denen er schon lange kämpft und bei denen er andere überaus kompetent berät und gleichzeitig bei sich selbst versagt. Wachstum ist meistens nicht ohne Komplikationen möglich und dabei entstehen in diesem Roman die ein oder anderen schrägen Situationen.
Maxim Leo entlarvt mit scharfem Blick die Achtsamkeits- und Coachingszene, aber nimmt auch den Willen zur Selbstoptimierung aufs Korn. “Einatmen. Ausatmen.” ist dabei trotzdem ernst zu nehmen und hat mich auch zum Nachdenken angeregt.
Marlenes Entwicklung wirkt total authentisch und sie verliert nichts von ihrer Direktheit, aber der Ton verändert sich. So unsympathisch, wie sie mir am Anfang war, so sympathisch war sie mir am Ende.
Das Cover gefällt mir unglaublich gut und gehört wahrscheinlich zu den schönsten in meinem Bücherregal! Und die Stimmung des Gemäldes passt auch gut zum Inhalt des Buches.
Klappentext: Marlene Buchholz soll Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig, dass sie fachlich hochkompetent ist – aber menschlich eine ziemliche Katastrophe. Weshalb sie zum Coaching in ein Brandenburger Schloss geschickt wird – zu Alex Grow, dem berühmten Seelenflüsterer. Was niemand weiß: Seine Academy steht kurz vor dem Bankrott und Alex hat selbst mit Panikattacken zu kämpfen. Marlene ist seine letzte Hoffnung, denn im Erfolgsfall winkt ein Großauftrag der Aviola. Doch die Klientin bleibt skeptisch und verschlossen – bis ein verletztes Wildschwein, ein schüchterner Hausmeister und ein dreizehnjähriges Mädchen auftauchen, die sie erahnen lassen, was im Leben wirklich zählt.
„Einatmen. Ausatmen.“ Ist der neue Roman von Maxim Leo. Mit seinem Roman „Wir werden jung sein“ hat mich Maxim Leo begeistert, jetzt war ich schon sehr gespannt auf sein neues Werk.
Im Mittelpunkt steht Marlene Buchholz, ihr steht eine Karriere im Aviola-Konzern bevor. Ihre Kompetenz spricht für sie, doch vom Charakter passt es nicht ganz. So ist ein Coaching bei Axel Grow ihre letzte Hoffnung. Für Alex Grow ist ein erfolgreiches Coaching von Marlene Buchholz die letzte Hoffnung. Er braucht Erfolg für einen größeren Auftrag, sonst steht es um seine Academy schlecht.
Die Geschichte wird in einem ruhigen Ton erzählt und doch taucht man recht schnell und tief in die Geschichte ein. Die Charaktere werden gut beschrieben. Man kann bei Marlene Stück für Stück eine Veränderung in ihrem Wesen feststellen. War sie mir zu Beginn nicht richtig sympathisch, änderte sich das im Laufe der Geschichte ins Positive.
Die Geschichte lebt durch ihre Charaktere und einzelne Szenen. Wichtig ist hier das Miteinander und das sich selbst nicht immer zu wichtig nehmen.
Maxim Leo hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil. Er weiß mit seinen Protagonisten umzugehen.
Auch mit „Einatmen. Ausatmen.“ konnte der Autor mich wieder begeistern, auch wenn mir sein vorheriger Roman noch etwas besser gefallen hatte.
Ein erfrischendes Buch hat Maxim Leo mit dem Buch "Einatmen, Ausatmen" geschrieben. Ein Buch dass mit Humor und Leichtigkeit einen schönen cozy read beschert, welches aber auch mit leichtem Tiefgang in eine angenehme Richtung von Selbstfindung und psychologischen Ansätzen geht. Eine schöne Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang.
Es geht darum, dass Marlene ein Achtsamkeitsseminar belegen soll, damit sie die gewünschte Karriereleiter hochsteigrn kann und als Vorstandsvorsitzende agieren kann. Da sie aber als empathielos und hart wirkt, soll sie nun bei Alex dem Seelenflüsterer in einem Brandenburger Schloss dieses Seminar belegen.
Das dieser aber selber Beziehungsprobleme hat und sein Unternehmen kurz vor der Innsolvenz ist, prallen Welten aufeinander.
Nicht dass das genug ist noch einige einzigartige Charaktere geben diesem Aeminar Witz, Skurillität und Freude und dieses Buch zu einem humorvollen kurzweiligem Lesegenuss.
Seine Bücher mögen sich zwar inhaltlich deutlich unterscheiden und zwischen Historie und Gegenwart, zwischen Politik und Alltagsleben wechseln. Aber eines haben alle Werke des Schriftstellers Maxim Leo (56) gemeinsam: So ernst das Thema im Kern auch sein mag, schafft er es doch immer, den Sachverhalt in der für ihn typischen Leichtigkeit und gelegentlich auch sanfter Ironie darzustellen. Im Vordergrund steht bei ihm immer der Mensch mit seinen Stärken, meistens aber mit seinen oft unvermeidbaren Schwächen. Dies gilt auch für seinen im März beim Verlag Kiepenheuer & Witsch veröffentlichten Roman „Einatmen – Ausatmen“, in dem es als Folge der sich von Generation zu Generation wandelnden gesellschaftlichen Einstellungen, Verhaltens- und Denkweisen um die scheinbar immer schwieriger werdende Suche nach dem individuellen Lebenssinn und Glück geht. Die Protagonistin seines neuen Romans, Marlene Buchholz, steht vor ihrem seit Jahren angestrebten Berufsziel, Vorstandsvorsitzende ihres Konzerns zu werden. Doch mangelt es der fachlich kompetenten Managerin an der für diese Position ebenfalls nötigen Empathie im Umgang mit dem Personal, worauf mehrfache Beschwerden bei der Antidiskriminierungsbeauftragten hinweisen. Deshalb schickt sie der Seniorchef zu einem Achtsamkeits-Coaching. Marlene fügt sich widerwillig und fährt – wie sie es nennt – ins „Umerziehungslager“ zum „Seelentröster“ Alex Grow. Dumm ist nur, dass Alex selbst gerade unter Burn-out und Panikattacken leidet und seine bisher so erfolgreiche Academy vor der Insolvenz steht. Sollte er aber im Fall Marlene erfolgreich sein, ist ein rettender Großauftrag des Konzerns zu erwarten. Maxim Leo scheint in seinem unterhaltsamen Buch aus dem eigenen Fundus an Erfahrungen mit diesem Thema geschöpft zu haben: Seine Ehefrau ist als Coach tätig, und seine beiden Töchter mahnen – wie er selbst sagt – beim Vater immer wieder mehr Achtsamkeit an. Nicht nur, dass Leo die Vielfalt der von Alex Grow angebotenen Selbstfindungs- und Achtsamkeitskurse sehr plastisch beschreibt, sondern es gelingt ihm, die unterschiedlichsten Menschentypen in der Handlung gegenüberzustellen. Marlene Buchholz, die nur für ihre Karriere lebt, hat überhaupt kein Verständnis für junge Kolleginnen, die „problematischen Themen aus dem Weg gehen und ihre Ehre als Frau verteidigen, dass für die eigentlichen Arbeitsaufgaben kaum noch Energie übrig blieb.“ Diese „verhuschten Ponyfrauen“ stehen, wenn sie im Job nicht die erwartete Leistung bringen, nur Marlenes Erfolg im Weg. Die Antidiskriminierungsbeauftragte Gundula Starkowski fühlt sich in ihrer Aufgabe inzwischen überfordert: „Die Menschen wurden immer dünnhäutiger, waren immer schneller verletzt oder beleidigt. Die Grundidee ihres Jobs … drohte in allgemeiner Jammerlust zu versinken.“ Dann gibt es aber auch den schüchternen Hausmeister Mattissen, der vor Jahren seinen guten Job als Ingenieur aufgab, um lieber ein stressfreies Leben zu führen und sich um seine alte Mutter zu kümmern, sowie die 14-jährige Conny aus zerrüttetem Elternhaus, die statt zur Schule zu gehen, ihren Lebenssinn im Umwelt- und Naturschutz sieht. Weniger das Seminar, bei dessen Kursen Marlene kaum mitmacht, sondern die Begegnungen mit diesen beiden Menschen lösen bei ihr den vom Seniorchef gewünschten inneren Wandel aus und machen ihr klar, was wirklich ein erfülltes Leben ausmacht. Natürlich gibt es bereits viele Ratgeber zum Thema Sinnsuche und Achtsamkeit – sowohl als Sachbuch als auch als Roman. Wir Leser sollten also inzwischen wissen, worauf man achten sollte. Insofern ist die Entwicklung der Handlung und Protagonisten in „Einatmen – Ausatmen“ wenig überraschend, zumal manche Szene und Figur doch etwas klischeehaft wirkt. Der Geschichte hätten einige unerwartete Wendungen und etwas mehr Dramatik im Ablauf gutgetan, um für Spannung zu sorgen. So bleibt der Roman ein flüssig erzählter, leicht lesbarer Unterhaltungsroman, der auf psychologisch nicht allzu tiefgehende Art existenzielle Fragen mit Situationskomik verbindet. Aber vielleicht ermöglicht genau dies jenen Lesern einen leichten Einstieg ins Thema, die sich vor der Lektüre von Ratgebern scheuen.
Marlene Buchholz steht kurz vor dem Höhepunkt ihrer Karriere: Die Position als Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns ist in greifbarer Nähe. Fachlich ist sie über jeden Zweifel erhaben, doch ihr zwischenmenschliches Auftreten lässt zu wünschen übrig. Um ihre Beförderung abzusichern, lässt sie sich auf ein Coaching bei Alex Grow ein, einem gefeierten „Seelenflüsterer“. In der Abgeschiedenheit eines Brandenburger Schlosses treffen zwei völlig gegensätzliche Welten aufeinander. Doch auch beim Erfolgscoach bröckelt die Fassade; Grow kämpft mit Panikattacken und der drohenden Insolvenz seiner Akademie. In dieser spannungsgeladenen Situation sorgen unerwartete Begegnungen mit einem verletzten Wildschwein, einem zurückhaltenden Hausmeister und einem jungen Mädchen dafür, dass feste Lebensentwürfe ins Wanken geraten.
Es ist eine kurzweilige und humorvolle Geschichte, die dennoch ernste Themen anspricht. Der Anfang überzeugt durch eine Leichtigkeit, die mir sehr gefallen hat, wobei schnell deutlich wird, dass unter der Oberfläche tiefgründigere Töne mitschwingen.
Die Protagonistin Marlene wirkt zunächst wenig sympathisch – als Vorgesetzte möchte man sie im Berufsalltag sicher nicht erleben. Dennoch fand ich es spannend, im Handlungsverlauf eine weichere Seite an ihr zu entdecken. Dass dieser Wandel während des Seminars für mein Empfinden etwas zu plötzlich und damit wenig glaubwürdig geschah, trübte das Lesevergnügen zwar ein wenig, nahm der Erzählung aber nicht ihren Charme.
Alex Grow verkörpert für mich das typische Klischee eines Coaches, was ihn mir nicht unbedingt sympathisch machte. Dass er jedoch seine eigenen Prinzipien bricht und mit menschlichen Schwächen ringt, verleiht seiner Figur eine angenehme Tiefe und macht ihn greifbar.
Während die Hauptfiguren mitunter etwas schematisch agieren, haben mich die Nebencharaktere – Hausmeister Mattissen und die junge Umweltaktivistin Connie – durch ihre Natürlichkeit berührt. Sie verleihen der Geschichte eine Herzlichkeit, die über die stellenweise vorhersehbare Handlung hinwegtröstet.
Sicherlich gibt es hier und da Übertreibungen und Klischees, dennoch mochte ich die Atmosphäre und das Setting des märkischen Schlosses sehr und war neugierig auf den weiteren Fortgang.
Der Schreibstil ist modern und verzichtet auf unnötige Schnörkel. Er liest sich angenehm locker und flott, ohne dabei ins Umgangssprachliche zu verfallen. Dank der kurzen Kapitel fliegt man förmlich durch das Buch, wobei der Spannungsbogen konstant bleibt. Für mich war es eine angenehme Lektüre, die trotz der Vorhersehbarkeit eine warme und unterhaltsame Wirkung entfaltet.
So, Herr Grow, wie funktioniert denn so eine Teufelsaustreibung?
Marlene Buchholz soll der Neue CEO des Aviola Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig darüber das sie die Firma sehr weit nach vorne gebracht hat und horrende Gewinne erzielt hat. Menschlich ist Marlene jedoch Untragbar. Ihr fehlt jegliches Feingefühl im Umgang mit den Angestellten, sie ist mehr als nur unemphatisch. Für Marlene zählt lediglich Gewinne zu erzielen.
Aufgrund dieser aktuellen Situation wird Marlene, bevor sie den Posten als CEO antreten, darf von Ihrem Vorgesetzten in ein Achtsamkeitscamp geschickt. Doch ausgerechnet der Inhaber dieses Camps steckt gerade selbst in einer tiefen Sinnkrise. Noch dazu steht seine Achtsamkeits Academy kurz vor dem Bankrott. Für Alex Grow ist "der Fall" Marlene Buchholz existenziell. Denn nur dann, wenn er Marlene etwas mehr Menschlichkeit und Emphatie näher bringen kann, kann er seine Academy retten, da er mit dem Vorgesetzen von Marlene einen Deal ausgehadelt hat womit er sein Unternehmen vor dem Aus retten kann.
Marlene hat mir extrem gut gefallen, ihr Humor ist einzigartig, sie ist so trocken und haut Sachen auf dem Punkt raus, das ich sie Regelrecht geliebt habe. Alle anderen Protagonisten sind auch überaus sympathisch.
Leider muss ich jedoch sagen das dieser Roman, für mich, ein absoluter Fehlgriff gewesen ist. Für die wenigen Seiten war mir einiges viel zu weit hergeholt. Was mich massiv gestört hat war, das Marlene hier eine hundert achtzig Grad Drehung innerhalb weniger Tage durchgemacht hat. Die Geschichte ist mir viel zu unrealistisch. Die gesamte Begebenheit rund um den Hausmeister, also bitte, mehr Unrealismus geht ja kaum noch. Marlene sitzt urplötzlich am Sterbebett seiner Mutter wo sie den Hausmeister gerade mal seit drei Tagen "kennt" ??? Oh man...
Ebenso den Erzählstrang rund um Connie, alles viel zu viel.
Manchmal ist weniger eben mehr. Hier bin ich froh das dieser Roman so kurz und auch kurzweilig war und das ich diesen schnell, nebenher weglesen konnte.
Mein Fazit Ein Roman der viel zu voll und viel zu unrealitisch ist, den man allerdings auch schnell mal nebenher weglesen kann, aber nicht muss. Leseempfehlung? An der Stelle leider nein. Für mich war das ein Fehlgriff.
Das Buch ist ruhig mit einigen kleinen Höhepunkten
„Einatmen Ausatmen“ von Maxim Leo ist für mich ein stilles, ruhiges Buch mit einigen kleinen, aber wirkungsvollen Höhepunkten. Ich konnte es gut lesen – an drei Abenden war ich durch – und genau dieses angenehme Lesetempo passt auch zur Stimmung der Geschichte.
Das Buch macht ruhig. Ich musste nicht grübeln oder komplizierte Handlungsstränge entwirren. Stattdessen durfte ich einfach eintauchen, mitgehen, mitfühlen. Es gefiel mir – das Cover, die Charaktere, die Handlung. Alles wirkt stimmig und unaufgeregt, aber keineswegs langweilig.
Besonders Connie und Marlene mochte ich sehr. Ihre Art, miteinander und mit sich selbst umzugehen, hat mich berührt. Am meisten bewegt hat mich die Szene, in der Marlene am Sterbebett sitzt. Diese Passage war leise, würdevoll und sehr eindringlich – für mich einer der emotionalen Höhepunkte des Buches.
Auch die Szenen mit dem Hausmeister fand ich großartig. Sie hatten etwas Echtes, manchmal leicht Skurriles, aber immer sehr Menschliches. Und dann die Sache mit der Tierrettung und dem daraus entstehenden „Lärmresultat“ – ich will nicht zu viel verraten –, aber auch das gehört zu diesen kleinen Höhepunkten, die die ruhige Erzählweise immer wieder auflockern.
Es ist kein Liebesroman, auch wenn die Geschichte kurz in diese Richtung abdriftet. Doch genau das mochte ich: Es bleibt bei sich, bleibt ruhig, bleibt nah an den Figuren.
Insgesamt ist „Einatmen Ausatmen“ ein ruhiges Buch – aber nicht langweilig. Es hat leise Höhepunkte, viel Gefühl und eine angenehme Klarheit. Für mich war es eine wirklich schöne, entspannte Lektüre.
Gelungene Neuorientierung im Leben von Erwachsenen mit Sinnkrise Das Blumencover im blühenden wilde-Wiese-Stil passt nicht optimal zum Brandenburger Schlossambiente mit gepflegter Yogawiese für zehn hochkarätige Teilnehmer des dortigen Achtsamkeitstrainings. Hauptfigur Marlene Buchholz, 35 Jahre alt, weilt dort in Ermangelung menschlicher Führungsqualitäten für 14 Tage unter Anleitung des berühmten Alex Grow. Ihr kerniger, direkter Dialogstil bekräftigt ihre knallharte Arbeitshaltung sich selbst und ihren Mitarbeitern gegenüber. Doch zu sehr konstruiert und unrealistisch wirkt die zu schnelle Wandlung der Soziopathin Marlene nach Ankunft im Schloss, hervorgerufen durch die Bekanntschaft mit verletztem, gefährlichem Wildschein im angrenzenden dunklen Wald und mit schüchternem Hausmeister, sowie ihre offene Rückbesinnung auf verdrängte Emotionen hinsichtlich von tot geschwiegenen Russen-Vergewaltigungen an der Großmutter auf deren Flucht im 2. Weltkrieg. Neben der bisher gefühlsresistenten, schwierigen Spitzenmanagerin Marlene macht der von Schlafproblemen und Panikattacken gepeinigte Coaching-Guru Alex einen sehr zerbrechlichen Eindruck, sind die Ertragszahlen doch stark rückläufig und seine Paarbeziehungen bisher bedrückend. Thematisiert werden neben Beziehungsproblemen, seiner verlogenen Performance und gewissen Zukunftängsten auch der Kult der Selbstoptimierung und ihre Vermarktung, teilweise psychologisch beleuchtet. Die unterhaltsame Geschichte zeigt schließlich diese zwei menschlich gereiften Hauptfiguren in optimistischem Licht bei offenem Ende. 3,5*
*Dieses Buch habe ich als kostenloses "Vorab" Examplar erhalten.*
Das Cover mit der grünen Blumenwiese samt Gänseblümchen lädt zum Entspannen ein. Der Titel ist Programm und Lebensweisheit zugleich.
Lässt man sich mit der Protagonistin Marlene auf das Achtsamkeitsseminar ein, lernt man einiges. Nicht nur über sie, sondern auch über unsere Gesellschaft. Alle Charaktere haben ihr Päckchen zu tragen und teilen nach und nach ihre Geheimnisse mit den Lesern. Jeder für sich ist auf der Suche nach dem persönlichen Glück.
Max Leo kann erzählen. Er schreibt klar und strukturiert und versteht es mit wenigen Sätzen seine Charaktere zu skizzieren. Besonders zu Beginn paart der Roman Gesellschaftskritik mit Witz. Dann überschatten ernstere Themen die Geschichte.
Die Handlung ist simpel, doch voller Botschaften. Wendungen sind oft unwahrscheinlich. Meiner Meinung nach fehlt es an Tiefe. Je weiter die Geschichte fortschreitet , desto mehr liest sich "Einatmen. Ausatmen." wie ein Ratgeber in Romanform. Vielleicht soll es genau das sein.
Während der Lektüre gingen mir einige Fragen durch den Kopf im Bezug auf unsere Gesellschaft. Gefesselt hat mich das Gelesene jedoch nicht. Ich konnte mich trotz Achtsamkeits- Academy Setting nicht in die Geschichte fallen lassen und eine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen.
Das fand ich schade. Nichtsdestotrotz: Das blumige Cover werde ich gut sichtbar im Bücherregal platzieren, so das ich, wenn es mal wieder stressig wird im Alltag stets daran denke folgendes zu tun: Einatmen. Ausatmen.
Lädt zum Entspannen ein Marlene ist eine Karrierefrau durch und durch. Beruflich läuft alles nach Plan, doch auf persönlicher Ebene besteht durchaus noch Entwicklungspotenzial. Bevor sie zur CEO ihrer Firma befördert wird, soll sie daher an einem Coaching teilnehmen – eine Aufgabe, der sie zunächst eher pragmatisch als begeistert begegnet.
Schon nach wenigen Seiten wird deutlich, dass Marlene ein sehr direkter und durchaus außergewöhnlicher Charakter ist. Entsprechend hatte ich mich auf einige pointierte und schlagfertige Dialoge gefreut, die allerdings etwas sparsamer eingesetzt wurden als erwartet. Dennoch war es spannend, ihre Entwicklung zu verfolgen und hinter die Fassade der ehrgeizigen Geschäftsfrau zu blicken.
Auch Alex lernen wir durch wechselnde Kapitel zunehmend besser kennen, was der Geschichte zusätzliche Perspektiven verleiht. Vom eigentlichen Seminar selbst erfährt man hingegen vergleichsweise wenig – der Fokus liegt stärker auf den persönlichen Entwicklungen der Figuren.
Gerade diese unterschiedlichen Entwicklungen haben mir insgesamt gut gefallen. An manchen Stellen wirkten einzelne Szenen jedoch etwas konstruiert oder leicht unrealistisch, und teils hatte ich das Gefühl, dass sehr viele Veränderungen auf vergleichsweise wenigen Seiten untergebracht wurden. Hier hätte ich mir stellenweise etwas mehr Raum gewünscht. Der Schreibstil passt hervorragend zur Geschichte: angenehm, ruhig und flüssig zu lesen. Besonders das Ende hat mir sehr gut gefallen, da es stimmig ausgearbeitet ist und der Geschichte einen runden, zufriedenstellenden Abschluss verleiht.
Insgesamt ist es ein solides, unterhaltsames Buch mit interessanten Charakterentwicklungen.
Marlene Buchholz soll die neue Vorstandsvorsitzende der Aviola werden, allerdings sind die Angestellten nicht so von ihren Führungsqualitäten überzeugt, so dass sie zunächst zu einem Achtsamkeitsseminar bei „Seelenflüsterer“ Alex Grow in dessen Brandenburger Schloss verpflichtet wird.
Alex Grow ist derzeit allerdings selbst nicht so ganz auf der Höhe, er hat Finanzprobleme, und neigt in letzter Zeit vermehrt zum Burnout. Doch, wenn es ihm gelingt, auf Marlene einzuwirken, winkt ein Exklusivvertrag mit der Aviola, der seine Probleme beheben könnte.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Marlenes und Alex‘ Perspektive. Man bekommt eine gute Vorstellung vom jeweiligen Charakter, hat schnell ein gewisses Bild von ihnen, das sich im Verlauf des Romans allerdings ändern wird. Dazu tragen auch zwei weitere Charaktere bei, Günther Mattissen ist der Hausmeister des Anwesens, und erlebt gerade einen schweren Verlust, während Connie eine minderjährige Baumbesetzerin ist, die verhindern möchte, dass der Wald neben Grows Schloss gerodet wird.
Vielleicht gehen die Entwicklungen ein wenig schnell, aber so ist der Roman auch unterhaltsamer zu lesen, kompakt und dynamisch, und mit einer guten Brise Humor. Nicht fehlen darf dabei auch die Brandenburger Landschaft und eine bisschen Gesellschaftskritik.
Ich habe den Roman mit Vergnügen gelesen, die Charaktere sind pointiert gezeichnet, die Geschichte liest sich flott und unterhaltsam.
„Einatmen. Ausatmen.“ ist ein kurzweiliger, amüsanter Roman von Maxim Leo, von dem man sich aber nicht zu viel Tiefgang erwarten sollte.
Im Mittelpunkt stehen zwei gegensätzliche Protagonisten: Marlene Buchholz, eine hochkompetente, aber empathielose Spitzenmanagerin, die um beruflich weiterzukommen ein Achtsamkeitstraining bei einem Coach in einem Schloss absolvieren muss. Ohne Seminar kein Job als Vorstandsvorsitzende. Ihr Gegenpol ist der Coach Alex Grow, dessen wirklicher Name gar nicht Grow ist und der sich bei seinem kometenhaften Aufstieg selbst verloren hat. Er befindet sich in finanziellen Schwierigkeiten und kann seine Akademie nur retten, wenn er mit dem Coaching von Marlene Erfolg hat. Das klang in meinen Augen nach einem Buch mit spritzigen Dialogen. Ich hatte auch erwartet, dass der Autor den Gegensatz von Achtsamkeit und dem privilegierten Leben im Schloss auf die Schippe nimmt. Es sind einige witzige und zum Teil skurrile Szenen zu finden, das Buch ließ sich prima lesen und war amüsant. Es regte zum Nachdenken an, auch wenn es sich eher um „Alltagspsychologie“ handelt. Marlenes komplette Wandlung war für mich allerdings unglaubwürdig. Auch wenn der Roman hinter meinen Erwartungen zurückblieb, fand ich ihn berührend und unterhaltsam. Schade, dass es keine halben Sterne gibt – ansonsten 3,5 Sterne.
Marlene ist eine eiskalte Karrierefrau, die als unempathisch und hart gilt. Als ihr Mentor und CEO der Firma ihr seine Nachfolge anbietet, stellt er eine Bedingung: Nur, wenn sie vorher ein Achtsamkeitsseminar besucht, wird sie ihm auf den begehrten Posten folgen dürfen.
Alex Grow, der Leiter der Academy, bei der Marlene ihr Seminar besuchen soll, ist allerdings zurzeit in einer Krise und so entwickelt sich Marlenes Seminar ganz anders als erwartet...
Das Buch ist sehr gut lesbar und vor allem zu Beginn strotzt es nur so vor Humor und Wortwitz. Die beiden Protagonisten, aus deren Perspektive immer abwechselnd erzählt wird, sind sehr überspitzt dargestellt. Wie sich beide dann jedoch entwickeln und alles, was wir und die Figuren über sich selbst erfahren werden, bringt dann Menschlichkeit und Tiefe in den Roman.
Die Geschichte ist stellenweise ein bisschen unrealistisch und übertrieben, aber alles in allem war ich dann mit dem Schluss wieder sehr zufrieden. Und es gab einiges, was mich selbst zum Nachdenken gebracht hat und was das Buch mir mitgeben konnte.
Von mir eine Leseempfehlung für ein Lesevergnügen im wahrsten Wortsinn mit Wärme und Tiefgang!
Maxim Leo beschreibt in seinem neuen Roman die Zustände der Leistungsgesellschaft gepaart mit dem Drang nach Entspannung, welcher als Lifestyle monetarisiert wird. Die Leserschaft begleitet Marlene, Topmanagerin der "Aviola" Gesellschaft, welche durch die Aussicht auf Beförderung davon überzeugt wird, in die "Academy" von Alex Grow zu gehen um ihre fehlende Empathie hervorzubringen. Die Leserschaft erhält ebenfalls Einblick in die Lebenswelt von Alex Grow - und dass es der Academy gar nicht so gut geht. Zum Glück steht ein großer Deal in Aussicht mit der Aviola... Oder auch nicht? Der Roman ist super flüssig zu lesen, auf Grund der Kürze ein vergnüglicher Nachmittag. Maxim Leo lässt weitere Charaktere einfließen die selbst Marlene dazu bringen ihr Herz zu erweichen und ihr Leben zu hinterfragen. Der Autor schafft es mit feinen Sätzen eine Schwere und Tragik in die humorvoll gestrickte Welt zu bringen, zB mit "mein ganzes Leben lang wollte ich wiedergutmachen, was den anderen geschehen ist". Hier zeigt Leo seine Fähigkeiten zur psychologischen Analyse und Tiefgang. Klare Empfehlung!
Zum Inhalt: Marlene soll Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden. Sie ist zwar hochkompetent, aber was die Menschlichkeit angeht eine Vollkatastrophe. Deshalb muss sie zum Coaching zu dem berühmten Alex. Allerdings steht dessen Akademie kurz vor der Pleite und Marlene seine große Hoffnung, doch Marlene erweist sich als relativ störrisch. Aber dann passieren Dinge, die ihr Herz doch noch öffnen. Meine Meinung: Marlene, die einem zunächst schon ziemlich unsympathisch erscheint, wird im Verlauf des Buches immer zugänglicher und auch sympathischer. Schon die Geschichte mit dem Wildschwein fand ich sehr rührend. Aber auch ihr Umgang mit den anderen Protagonisten wurde immer interessanter und Marlene wird zugänglicher. Das Buch hat einerseits sehr viel Humor, ist aber auch tiefgründig. Nimmt es doch so manches aufs Korn, bringt einen aber durchaus ins Nachdenken. Dabei ist das Buch in einer Art geschrieben, die sehr leicht ist und eigentlich viel zu schnell zuj Ende ist. Ich hatte die Hörbuchausgabe, die ich auch gut gelesen fand. Fazit: Hat mir gefallen
Das Szenario war an sich schon recht witzig: eine strenge, emotionslose Frau mit Karriereambitionen und ohne Sinn für Humor oder Einfühlungsvermögen trifft auf ein achtsam-spirituelles Seminar von einem Mann, der seine eigenen Zukunftsängste und Beziehungsprobleme so gar nicht wegatmen kann. Ich fand das Buch auch ursprünglich aufgrund seiner Komik in den ersten Seiten sehr gut. Trotzdem hat es der Geschichte sehr gut getan, dass sie sich selbst irgendwann ernster genommen hat. Irgendwann konnte man sich deutlich bessere in unsere beiden Protagonist:innen hineinversetzen und sie als komplexere Charaktere wahrnehmen, die sich mit ihren eigenen Problemen auseinandersetzen. Trotzdem bleibt Marlenes trockener Humor mein Favorit. Ein Teil des Setups blieb auch bis zum Ende zu absurd, um es glaubhaft in eine ernsthafte Realität zu übertragen, aber das Auge kann man problemlos zudrücken.
Einatmen - Das Buch beginnt. Ausatmen - Es ist auch schon wieder vorbei.
Mein erster Roman des (es ist dank Sticker unübersehbar) Spiegel-Bestseller-Autors Maxim Leo wartet mit einem altmodischen Blumencover auf. Wie immer bei Blumencovern hätte auch dieses mich im Laden nicht wirklich angesprochen.
Die Geschichte beginnt schwungvoll mit Marlene, die wir auf ihre unfreiwillige Reise in das Yoga-Retreat von Alex begleiten. Mit ihrer bissigen, direkten Art gefällt mir Marlene sehr gut, mit Alex' Art werde ich leider bis zum Ende gar nicht warm. Leider, wie eingangs schon erwähnt, ist es auch schnell wieder vorbei. Womöglich liegt es daran, dass ich mich gerade durch den Zauberberg "gearbeitet" habe. Da geht es hier natürlich weitaus flotter voran. Ich hätte mir einerseits mehr Inhalt gewünscht, andererseits ist der Aufenthalt in Schönerlinde aber auch auserzählt.
Fazit: Ein Buch, das nicht wehtut, aber auch nicht lange in Erinnerung bleiben wird.