Die zehnjährige »Volkszählung« in den Weltmeeren förderte im Herbst 2010 Bilder erstaunlicher Mitbewohner insbesondere aus den tiefen Regionen zutage, aus jener Terra incognita des 21. Jahrhunderts: den Ozeanen, die zwei Drittel der Erde bedecken, bis 11.000 Meter tief sind und großteils im Dunkel liegen. Nur langsam dringt die Wissenschaft in diese geheimnisvolle Welt vor, begreift, dank neuer Technologien, etwas vom komplexen Geschehen unter Wasser. Antje Boetius und ihr Vater haben auf dem aktuellen Stand der Forschung diesem dunklen Paradies ein anschauliches, engagiertes Buch gewidmet. Sie erzählen aus der Kindheit der Ozeane, zeigen, dass Wasser nicht einfach Wasser ist, welchen Reichtum an Tieren und Mikroben die Tiefsee birgt, wie Menschen von alters her mit dem Meer leben, wie und mit welchen Folgen sie dessen Zustand verändern. Fotos von Expeditionen in die Tiefsee komplettieren diese spannende Reise ins rätselhafte Reich Poseidons.
Die neuesten Erkenntnisse der Ozeanographie und zugleich eine Kulturgeschichte des Meeres.
Man scheint viel Ballast zu brauchen, bevor man in die Tiefsee abtauchen kann. Nach 250 Seiten hat man gefühlt die gesamte Physik und Erdkunde der Mittelstufe aufgefrischt, aber über den Ozean noch nicht viel erfahren. Erst ab Seite 280 geht es ganz langsam hinunter. Dann kommt ein recht interessanter Teil.