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Spielverderberin: Roman

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Über Landmenschen und Stadtkinder und das, was zwischen ihnen liegt

Marie Menke schreibt über eine obsessive Freundschaft zwischen Dorfjugend und Großstadtanonymität und über die Kraft, die drei junge Frauen zusammenhält und gleichzeitig zu zerstören droht. Stimmungsvoll und bildreich entwirft die Autorin ein perfektes Zusammenspiel zwischen Zartem und Abgründigem.

Sophie und Lotte kennen sich seit Kindertagen, sie stammen aus derselben Bauerschaft im Süthland. Erst in der Oberstufe stößt Romy Sie kommt aus der Stadt und ist freier und mutiger – aber auch unzuverlässiger. Die neue Dreierkonstellation ist getragen von gegenseitiger Faszination, die bald Gefahr läuft zu kippen.

Beim Versuch, in ihren frühen Zwanzigern ihre Freundschaft nach Köln zu transportieren, hadern die jungen Frauen. Als Romy plötzlich verschwindet, reißen alte Wunden Zwischen all den intensiven Momenten der Vergangenheit liegt auch eine harte Nacht vergraben, an die eine der drei niemals erinnert werden darf. 

»Was für eine kluge und schöne Sprache, die uns an ihre schwitzige Hand nimmt und mit den Füßen im Baggersee in die Tiefen einer Dreiecksfreundschaft bringt.« Sara Gmuer

204 pages, Kindle Edition

Published February 12, 2026

5 people are currently reading
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Marie Menke

4 books

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9 (9%)
1 star
2 (2%)
Displaying 1 - 30 of 34 reviews
Profile Image for Dunja Brala.
640 reviews56 followers
February 14, 2026
Kleeblatt-Freundschaften sind eine besondere Herausforderung. Sie bergen immer die große Gefahr, das eine/r außen vor bleibt. Drei ist meist Eine zu viel.-das mussten auch Sophie, Lotte und Romy schmerzhaft lernen.

Die ICH- Erzählerin ist schon lange mit Lotte befreundet, als Romy aus München in das Dorf Aulbach im Süthland zieht. Hier gibt es nicht viel zu erleben, und die Umgebung besteht aus so genannten Bauernschaften. Obwohl man den Eindruck hat, dass man irgendwo im Nirgendwo ist, wissen die Leute erstaunlich viel über einander.

Romy drängt mit dem Geruch nach Großstadt in bestehende Freundschaften und Sophie gibt ihr bereitwillig Raum. Dabei merkt sie nicht, in was für schwierige Situationen sie sich katapultiert und wie sie sich von Romy manipulieren lässt. Man kann der neuen Freundin noch nicht mal einen Vorwurf machen, denn sie tut das, was sie schon immer getan hat— für andere interessant sein. Aber Sophie, die kurz vor dem Abitur steht und all das, was Romy gut findet, aufsagt wie ein Schwamm gibt sich fast selbst auf. Lotte kann da nicht mithalten. Romy wird zum Zünglein an der Waage, das mal zur einen und mal zur anderen Freundin ausschlägt. Und dann passiert etwas, das zum großen Geheimnis des Buches wird.

Die Autorin erzählt in einer sehr bildhaften und ausgestalteten Sprache in zwei Zeitsträngen vom Loslassen der Kindheit, von der Aufgabe des Althergebrachten und der Furcht vor dem Neuen. In dem sie Sophie sowohl in ihrem gewohnten Habitat reden, als auch in die Großstadt verfrachtet und dort ihre Erfahrungen teilen lässt, schafft sie zwei interessante Pole, und man weiß nicht so genau, was man Sophie wünschen soll. Im Mittelpunkt aber steht die Freundschaft zu Lotte und Romy und ihre Folgen. Dabei ist mir sehr schnell klar geworden, dass Sophie ein Teil des Problems ist. Manchmal war das kaum auszuhalten. Lotte bleibt mir als Figur, etwas blass. Die anderen beiden Protagonistinnen werden schon sehr vielschichtig dargestellt und man muss auch ein bisschen zwischen den Zeilen lesen, damit sich das Bild vervollständigt. Nah sind sie mir trotzdem nicht gekommen. Es ist ja schon etwas her, dass ich mich in so einem Spannungsfeld bewegt habe und ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, wie anstrengend solche Freundschaften sein können, trotzdem hatte ich auch das Gefühl, dass hier viel gemutmaßt, interpretiert und gefühlt wird aber wenig geredet. Im Dreieck von Frauenfreundschaften ist das eher ungewöhnlich. Viele Ereignisse und Aktionen wirken unüberlegt, dafür, dass besonders Sophie so viel nachdenkt. Das hatte für mich einen starken Jugendbuchcharakter.

Über Lotte hätte ich tatsächlich gerne mehr erfahren, und das Ende lässt mich unbefriedigt zurück. Obwohl ich stellenweise genervt von den Protagonistinnen war, hat mich die Sprache des Romans bis zum Ende durch das Buch getragen. Marie Menke hat großes Talent und ich freu mich schon auf alles, was da noch kommt.

Ich empfehle euch das Buch, wenn ihr vor anstrengenden Protagonisten nicht zurückschreckt und den Kontrast von Land zu Stadt sehr mögt
Profile Image for papilionna.
736 reviews25 followers
February 26, 2026
Spielverderberin erzählt die Geschichte von Sophie, Lotte und Romy, drei Freundinnen aus Schulzeiten, deren Freundschaft den Übergang ins Erwachsenenleben nur bedingt überstanden hat. Mich hat das Cover sehr angesprochen, mich hat es in Verbindung mit dem Klappentext direkt zum Nachdenken angeregt.

Von der ersten Seite an stehen Dinge im Raum, Geschehnisse in der Vergangenheit, an denen die Beziehung zu bröckeln begonnen hat und in verschiedenen Zeitebenen wird dargestellt, wie die drei jungen Frauen vorher und seitdem miteinander umgehen.

Ich persönlich hatte ein paar Probleme mit den Zeitsprüngen, da nicht immer eindeutig ist, in welcher Zeit und Phase der Freundschaft sich die Handlung gerade abspielt.

Generell finde ich, dass die Geschichte noch Luft nach oben gehabt hätte. Sowohl in der Darstellung der Charaktere als auch der Entwicklung der Handlung gibt es meiner Meinung nach Verbesserungsbedarf. Aufgrund des relativ geringen Umfangs haben die Protagonistinnen nicht den Raum, wie dreidimensionale Figuren zu wirken und sind deshalb unnahbar und nicht besonders eingängig.

Gefallen haben mir allerdings die Gedanken zum Thema Dorf/Stadt, den Klischees und Spannungen und der Scham/Wut/Unsicherheit, die damit einhergehen.
Profile Image for Buchdoktor.
2,411 reviews193 followers
February 11, 2026
Worum geht es?
Marie Menke gibt Einblick ins Dorfleben in einer „Bauerschaft“, dort wo Kinder vom ersten Schultag an als Fahrschüler in den nächstgrößeren Ort pendeln, und arbeitet heraus, welche Weichen für die Zukunft der Mädchen bereits lange vor dem Abiturzeugnis gestellt wurden.

Inhalt
Als vor vier Jahren die Städterin Romy neu in Sophies und Lottes Schule im fiktiven Kaulbach kam, demonstrierte sie den Freundinnen immer wieder neu, dass sie als „Landeier“ Romys Vorsprung als Akademikertochter nie einholen werden. Romy wird nach dem Abitur Jura studieren und sieht sich bereits als erfolgreiche Rechtsanwältin. Die Icherzählerin Sophie, noch unsicher, ob sie ihre Heimatregion überhaupt verlassen will, interessiert sich für ein Lehramtsstudium. Lotte wird aus gesundheitlichen Gründen einen anderen Berufsweg einschlagen müssen. Sie ist nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie und einem Ereignis, über das die Mädchen nicht zu sprechen wagen, das Sorgenkind, das dringend die Unterstützung der Freundinnen bräuchte.

Im Wechsel zwischen zwei Zeitebenen (vor dem Abitur und nach Studienbeginn) stellen sich gleich mehrere Rätsel, die zugleich mit der Erosion der Freundschaft Schritt für Schritt entblättert werden.

Sophie, Lotte und Romy leben dort, wo der Traktor Trecker heißt und sonntags keine Busse fahren. Die Eltern der Dorfkinder kennen es nicht anders, als dass man selten Dienstleister bezahlt, sondern sich möglichst gegenseitig hilft. Um ihre Töchter bei Berufswahl, Zimmersuche und Beantragen eines Stipendiums zu unterstützen, reicht das Netz jedoch nicht. Sophie muss schmerzhaft erfahren, dass Romy, stets zuerst informiert, sich zwar auf das Netz ihrer eigenen Familie verlassen kann, nicht jedoch Sophie an ihrem Wissensvorsprung teilhaben lässt. Durch ihren Freund Milan wird Sophie allerdings gespiegelt, sie solle weniger problematisieren und sich nicht zum Opfer der Verhältnisse stilisieren.

Fazit
Das Rätseln zunächst um Lottes Probleme, später auch um Romys Abtauchen lässt den 220-Seiten-Roman so komplex wie episodenhaft wirken. In zahlreichen sensibel beobachteten Details aus der deutschen Provinz demonstriert Marie Menke, wie Bildungsaufsteiger:innen und „First Generation Students“ allein durch ihren Wohnort mit ungleichen Voraussetzungen ins Rennen um Abiturnoten und Studienplätze starten. Wer mit Schülerinnen wie Lotte und Sophie gemeinsam die Schulbank gedrückt hat, wird hier manches Ach-ja-Erlebnis haben.
Profile Image for Sabine.
778 reviews22 followers
February 13, 2026
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen drei Freundinnen – Sophie und Lotte, geprägt durch die ländliche Bauernschaft im Süthland, in der sie aufwachsen und Romy, die erst später zu dem Gespann tritt und ihre Kindheit in München verbracht hat. Durch Romys Auftauchen werden Lottes und Sophies Leben richtiggehend aufgewirbelt: Romy bringt den Glanz der Großstadt und eine neue Freiheit mit, die die beiden fasziniert, gleichzeitig erleben sie aber auch eine gewisse Unzuverlässigkeit. Ein paar Jahre später versuchen die drei, ihre Freundschaft in das anonyme Köln zu retten, doch dieser Versuch scheitert kläglich. Als Romy plötzlich verschwindet, bricht alles zusammen, und langsam kommt eine dunkle Nacht aus der Vergangenheit zu Tage, die alle am liebsten vergessen hätten.

Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Zeitebenen: dem „Hier und Jetzt“ und den Ereignissen vier Jahre zuvor, und schnell ist klar, dass die Dynamik dieser Dreierkonstellation hochexplosiv ist: Auf der einen Seite die dörfliche Vertrautheit, auf der anderen Romys städtische Unbekümmertheit und Neugierde. Geschickt springt die Erzählung hin und her zwischen den Jahren der späten Jugend auf dem Land und dem späteren Versuch, diese Freundschaft in die Anonymität von Köln zu retten. Nach und nach ergibt sich so ein Gesamtbild, das sich aus verschiedenen Puzzleteilen zusammensetzt.

Über dem gesamten Werk schwebt eine tiefe, fast greifbare Melancholie, und ich habe beim Lesen eine Traurigkeit gespürt, die wie ein Nebel über der Handlung liegt. Das liegt vor allem daran, dass schon früh klar wird, dass etwas Schwerwiegendes geschehen sein muss – eine Gewissheit, der Auflösung Marie Menke jedoch geschickt hinauszögert und erst im letzten Viertel des Buches vollständig preisgibt. Auch der Titel „Spielverderberin“ hat sich mir erst nach und nach erschlossen. Während man anfangs vielleicht nur an kleine Reibereien denkt, wird im Verlauf klar, wie sehr dieses Motiv des „Nicht-Mitspielens“ oder des Zerstörens von gemeinsamen Illusionen die Figuren und ihr Handeln definiert.

Die drei Frauenfiguren sind sehr unterschiedlich. Romy scheint wie eine Weltgewandte, die jedoch eine Fassade aufrechterhält. Dem gegenüber stehen Sophie und Lotte, die Kinder des Landes, die durch Romy zwar neugierig auf die Welt werden, aber innerlich mit dem Ausbruch hadern. Sophie, aus deren Sicht das Meiste erzählt ist, empfand ich in ihrer Zerrissenheit als tragisch, vor allem, da sie eine Last der Schuld trägt, die erst spät greifbar wird. Lotte blieb für mein Empfinden blasser, was jedoch konsequent erscheint, da sie zeitweise nicht Teil der Gruppe war – warum, verrate ich natürlich nicht. Ich muss gestehen, dass ich zu keiner der Figuren eine wirkliche emotionale Nähe aufbauen konnte - das mag an der Altersdifferenz liegen oder auch daran, dass die im Vordergrund stehenden Themen der drei Freundinnen nie die meinen waren. Und gleichzeitig habe ich ihre Entwicklung mit Spannung verfolgt.

Die Freundschaft der drei wirkte auf mich von Anfang an wie ein zerbrechliches Gebilde – mal eine echte Verbundenheit, mal eine bloße Zweckgemeinschaft aus dem Mangel an Alternativen heraus.

Sprachlich hat mich das Buch beeindruckt. Marie Menke nutzt eine pointierte Sprache mit oft kurzen Sätzen, die eine enorme atmosphärische Dichte erzeugt. Besonders die Düsternis der Geschichte wird dadurch sehr gut eingefangen. Am Ende fügten sich für mich die Themen Schuld, Herkunft und die langfristigen Auswirkungen verdrängter Ereignisse zu einem stimmigen, wenn auch bedrückenden Gesamtbild zusammen.

Mein Fazit
Ein atmosphärisch dichtes Debüt, das die Abgründe junger Freundschaften und die Last der Schuld eindringlich beleuchtet. Besonders die melancholische Grundstimmung und die späte Auflösung der verborgenen Schuld haben mich trotz der Distanz zu den Charakteren gefesselt. Ein lesenswerter Roman über das schwierige Erbe gemeinsamer Jahre.
Profile Image for Marie.
196 reviews14 followers
February 12, 2026
"Schon während wir die Karten auf den Tisch legten, war klar, wir würden später in unseren eigenen Betten in unterschiedlichen Zimmern einschlafen, nicht nebeneinander auf Isomatten in einem unserer Kinderzimmer liegen. [...] Die Angst vor der Zukunft würde uns nicht mehr die Sprache verschlagen [...]."

Das letzte Schuljahr, der Zeitraum zwischen Abiturprüfung und Studium- bzw. Ausbildungsbeginn ist magisch und belastend zugleich. So viele Entscheidungen müssen getroffen werden: Wo will ich studieren und was eigentlich? Und wer bin ich selbst dabei? Wie viel meiner Identität ist eigentlich Teil meiner Eltern und was bestimme ich selbst? Welche Freundschaften werden halten und welche sich neu gründen? Dieses Gefühl zwischen Aufbruch und Abschied bannt Marie Menke in ihrem starken Debüt "Spielverderberin" auf Papier.

Oft habe ich mich so gut in Sophie, die Protagonistin der Geschichte, hineinversetzen können, mich selbst an die Abiturzeit und die große Unsicherheit dahinter erinnert. Dank Marie Menke habe ich eine Zeitreise unternommen. Allein dafür hat sich das Lesen gelohnt.

Auch auf der gesellschaftlichen Ebene verhandelt Menke in ihrem Buch eine ganze Menge. Ganz im Vordergrund steht da die Frage, inwiefern der Unterschied zwischen Land- und Stadtleben uns auch heute noch prägt. Die Autorin zeigt ganz subtil den Widerspruch in unserer Wahrnehmung auf, wenn wir einerseits über Wodka im Schützenhaus die Nase rümpfen, aber Bio-Möhren im Supermarkt vom Bauern um die Ecke kaufen wollen. Wer Sophie begleitet erfährt, Landleben bedeutet definitiv weniger Geheimnisse und vielleicht auch Spießertum. In jedem Fall ist es nicht die Idylle, die man sich an der Kasse des Biosupermarktes herbeifantasieren mag. Für Sophie bedeutet das Landleben aber auch Zuhause und Zusammenhalt. Beides würde sie zwar gerne hinter sich lassen, merkt aber oft, dass der Rückhalt doch guttun kann.

Es geht in "Spielverderberin" aber auch um Psychologie, um Schulangst und um die Sorge, nicht dazuzugehören. Hier gelingt es Menke, nicht plakativ die Krankheit in den Vordergrund zu stellen. Sie erzählt zwischen den Zeilen, lässt Raum für Spekulationen des Lesers. Das verbindet die Autorin mit einer konsequenten Beschränkung der Erzählstimme auf Sophie. Wir wissen nur, was Sophie weiß - und die traut sich oft nicht bei Freundin Lotte zu fragen, was sie denn genau hat. Zu Lottes begrenzter Sicht gehört auch, das ungefilterte Wahrnehmen, dass zumindest auch für mich in dieser Lebensphase ganz typisch gewesen ist. Hier wird wenig reflektiert - auch wenn jedes zweite Kapitel eine Rückblende in das Leben vor vier Jahren darstellt. Das Einordnen überlässt Menke dem Leser - und öffnet damit den Raum für eigenen Erinnerungen.

Das Ende von "Spielverderberin" ist recht offen gehalten. Das mag nicht jedem gefallen, passt aber sehr gut zum sonstigen Erzählstil. Ein Happy End oder eine vollständige Auflösung hätten meiner Meinung nach nicht zum Rest des Textes gepasst.

"Spielverderberin" ist kein lautes Buch, dennoch spannend erzählt und mit einem tiefen Einblick in die Dynamik von Freundschaften junger Erwachsener. Definitiv eines meiner Lieblingsbücher für den Frühling.
10 reviews
Review of advance copy
January 18, 2026
Romy aus München. Sophie und Lotte aus Aulbach im Süthland und Milan aus Berlin.

Großstadt und Dorf treffen aufeinander. Der Wunsch, Gesehen zu werden und der fehlende Mut Bedürfnisse zu kommunizieren und Kränkungen anzusprechen. Es entfaltet sich eine Geschichte über das Aufwachsen auf dem Land und in der Stadt, über zerbrechliche Freundschaften und Machtdynamiken und dem Erwachsenwerden und allen ersten Entscheidungen, die damit einhergehen.

Sophie und Lotte gehen in Aulbach zur Schule, als in der Oberstufe Romy hinzustößt, die ganz anders als die beiden ist. Sie wirkt entschlossen, mutig und wild. Sophie beschreibt sie so: „Wenn wir Romys Zuschauerinnen waren, war das ganze Süthland ihre Manege.“ Wie so oft, ist die Dreierkonstellation problematisch und schnell zeigt sich, dass es für eine der Freundinnen innerhalb der Gruppe keinen Platz gibt. Sophie schaut zu Romy auf und möchte ihr unbedingt gefallen. Erst als Lotte krankheitsbedingt nicht mehr zu Schule kommt ist für Sophie Platz an Romys Seite. Doch eine verhängnisvolle Nacht ändert alles.

Parallel zum Handlungsstrang in Aulbach, begleiten die Lesenden Sophie 4 Jahre später nach Köln, wo sie ihr Lehramtsstudium begonnen hat. Der Kontakt zwischen den Freundinnen ist eingeschlafen, bis Romy eine Whatsappgruppe erstellt und Lotte ein Treffen vorschlägt. Doch wie so oft, hängt die Vergangenheit über allem und es stellt sich die Frage: „War das alles, was geblieben war von dem, das sich damals so bedeutsam angefühlt hatte?“ Dann zieht Lotte auch noch in das freie WG-Zimmer bei Sophie ein und zwingt diese dazu, sich mit verdrängten Erinnerungen der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Außerdem ist da noch Milan, der Freund von Sophie, der in München groß geworden ist und, so wirkt es zumindest auf Sophie, mit ihrer ländlichen Herkunft gar nicht warm werden kann.

Der Roman ist nicht nur ein Roman über Freundschaften und das Erwachsenwerden, sondern ebenso über soziale Klassen und darüber, wie das eigene Aufwachsen das Leben prägt. So stellt sich beim Lesen rasch die Frage, nach welchen Kriterien wir unsere Freundschaften und Beziehungen aussuchen und, ob diese Entscheidungen wirklich zu uns passen. Gleichzeitig fordert der Roman zur Reflexion auf und führt dazu, dass man die eigene Jugend Revue passieren lässt. Menke ist es gelungen, mit einer klugen Sprache und ausgereiften Charakteren, in die man sich gut hineinversetzen kann, einen fesselnden Roman zu schreiben, den man so schnell nicht aus der Hand legt.

Klare Empfehlung!
1,325 reviews3 followers
February 16, 2026
Marie Menke schreibt über eine obsessive Freundschaft zwischen Dorfjugend und Großstadtanonymität und über die Kraft, die drei junge Frauen zusammenhält und gleichzeitig zu zerstören droht. Stimmungsvoll und bildreich entwirft die Autorin ein perfektes Zusammenspiel zwischen Zartem und Abgründigem. Sophie und Lotte kennen sich seit Kindertagen, sie stammen aus derselben Bauerschaft im Süthland. Erst in der Oberstufe stößt Romy dazu: Sie kommt aus der Stadt und ist freier und mutiger – aber auch unzuverlässiger. Die neue Dreierkonstellation ist getragen von gegenseitiger Faszination, die bald Gefahr läuft zu kippen. Beim Versuch, in ihren frühen Zwanzigern ihre Freundschaft nach Köln zu transportieren, hadern die jungen Frauen. Als Romy plötzlich verschwindet, reißen alte Wunden auf: Zwischen all den intensiven Momenten der Vergangenheit liegt auch eine harte Nacht vergraben, an die eine der drei niemals erinnert werden darf.

Ich habe die Geschichte als Hörbuch erlebt und dies hat mir sehr viel Spaß gemacht. Der Schreibstil war so fesselnd, dass ich die Geschichte in jeder freien Minute weiter hören wollte und ganz gebannt der Handlung gefolgt bin. Bis zu den letzten paar Minuten habe ich mich gefragt was zwischen den Freundinnen vorgefallen ist, da der Schreibstil rätselhaft war und immer nur Andeutungen im Raum gestanden haben. Das ist aber auch der kleine Kritikpunkt den ich bei der Geschichte habe, denn diese Andeutungen sind bis zum Ende in mancher Hinsicht nicht klar herausgekommen und ich hätte mir das alles etwas weniger lebulös gewünscht, sondern die Geschichte und den Ausgang etwas präsenter.

Auf jeden Fall eine gelungene und ganz andere Geschichte rund um toxische Freundschaft, Geheimnisse, Jugend und Obsession. Das Hörbuch nimmt einen auf jeden Fall gefangen und lässt bis zum Ende nicht mehr los.

Die Sprecherin hat die Geschichte sehr gut und lebendig gelesen und ich fand ihre Stimme sehr angenehm. Deshalb kann ich gerade das Hörbuch auch sehr empfehlen.
173 reviews1 follower
February 12, 2026
Ich-Erzählerin Sophie trifft in ihrem Heimatdorf auf Romy und Lotte, mit denen sie in der Schule befreundet war. Inzwischen lebt sie in Köln, wie auch Romy, trotzdem haben sie keinen Kontakt. Die Begegnung reißt Sophie zurück in die Vergangenheit und wandelt sich in eine Obsession Romy gegenüber, die schon damals nicht gut endete.
„Spielverderberin“ von Marie Menke handelt von dem wenig beachteten Thema Freundschaft, das allzu oft nur eine Randerscheinung neben der ums sich greifenden romantischen Beziehung ist, daher hat mich der Roman, Marie Menkes Debüt, besonders neugierig gemacht. Leider konnte er mich nicht so überzeugen, wie ich gehofft hatte.
Auch wenn die Charaktere und die Freundschaft gut gezeichnet sind, konnte ich Sophie oft nicht nachvollziehen. Ihr Ringen um Romys Aufmerksamkeit, ihre Eifersucht gegenüber Lotte waren durchaus verständlich, die daraus resultierenden Handlungen aber nicht. Irgendwann war ich regelrecht genervt von Sophies Buhlen und habe mir oft gewünscht, dass sie sich abwendet von Romy, die sie offensichtlich als Lückenbüßerin betrachtet. Sprachlich konnte es mich auch nicht zu hundert Prozent überzeugen. Zwar gab es stimmige Bilder, aber ich bin zu oft über Formulierungen gestolpert und hätte mir so manche Streichung gewünscht. Zudem haben mich die Absätze irritiert, die wie wahllos eingestreut wirkten und meinen Lesefluss gestört haben.
Was mich allerdings beeindruckt hat, ist der Plot selbst. Der Aufbau der Geschichte ist stimmig, der Spannungsbogen und vor allem die Frage, was der Auslöser für dieses ganze Drama ist, hat mich weiterlesen und das Buch beenden lassen. Die Auflösung ist gelungen, aber auch da hab ich mir etwas „schlimmeres“ vorgestellt. Doch hier muss man wohl das Alter der Figuren berücksichtigen. Sie sind noch jung, Sophie ist von Angst durchsetzt, ihre Verunsicherung ist greifbar.
Auch wenn mich der Roman nicht absolut überzeugen konnte, werde ich Marie Menke im Auge behalten.
Profile Image for ines.
76 reviews
Review of advance copy received from Netgalley
February 10, 2026
„Spielverderberin“ erzählt von der komplizierten Dreierfreundschaft zwischen der Ich-Erzählerin Sophie, Lotte und der später aus München zugezogenen Romy. Bereits zu Beginn schwingt eine düstere Grundstimmung mit, denn ein Vorfall im letzten Schuljahr vor 4 Jahren hat die Freundinnen entfremdet. Was genau passiert ist, wird dem Lesenden erstmal vorenthalten und nur durch Gedankenfetzen Sophies angedeutet. Marie Menke schafft es, die Spannung immer gerade so hoch zu halten, dass man zwischen Gegenwart (und dem ersten erneuten Aufeinandertreffen der drei) und den Geschehnissen von vor 4 Jahren getragen wird und man sich durch die zwei Zeitebenen langsam der Wahrheit annähert.

Die Freundschaft zwischen Sophie, Lotte und Romy ist geprägt von Unsicherheit, Neid und Eifersucht und ich konnte ihr insgesamt nur wenig Positives abgewinnen. Während Sophie und Lotte sich seit Kindheitstagen kennen, wird die Freundschaft durch Romy aufgewirbelt. Sophie ist anschließend immer außen vor und ihre Unsicherheit ist während des ganzen Buches spürbar. Erst als Lotte in eine Klinik muss, nimmt Sophie den Platz an Romys Seite ein. Diese Freundschaft ist aber keinesfalls von Wohlwollen geprägt, viel eher weist sie obsessive Züge auf. Insgesamt war diese Dreierkonstellation für mich nur schwer greifbar und mir hat sich die Intention hinter dieser „Freundschaft“ nicht wirklich erschlossen. Alle drei, vor allem aber Sophie und Romy waren jedenfalls absolut keine Sympathieträgerinnen.

Marie Menkes Schreib- und Erzählstil ist der Grund, warum ich das Buch trotz des nicht ganz nachvollziehbaren Plots und der etwas underwhelming Auflösung am Ende trotzdem gerne gelesen habe. Sie schreibt sehr zugänglich und wortgewandt, wenn auch manchmal etwas repititiv. Da es sich um ein Debüt handelt, bin ich jedenfalls gespannt, was zukünftig noch von der Autorin kommen wird.
19 reviews
February 12, 2026
Marie Menkes Debütroman "Spielverderberin" erzählt von der komplizierten Freundschaft zwischen Sophie und Lotte, die vom Land kommen, und Romy, die aus München dazugezogen ist. Vermeintliche Unterschiede zwischen ländlicher Herkunft und städtischem Leben und sozialen Prägungen werden im Roman immer wieder aufgegriffen.

Die Geschichte der drei Mädchen entfaltet sich in Rückblicken und Gegenwartsszenen, in denen vor allem Neid, Eifersucht, Unsicherheit und Schuldgefühle aufeinanderprallen. Konflikte kommen nach und nach zum Vorschein.

Spannend ist das langsame Enthüllen eines dunklen Geheimnisses, das die Freundschaft der drei Freundinnen tief erschüttert. Bis zum Schluss ist nicht ganz klar, was genau zwischen ihnen vorgefallen ist. Der Spannungsaufbau ist hier wirklich gelungen. Ansonsten setzt der Coming-of-Age-Roman eher auf Stimmungen, Erinnerungen und inneren Konflikten.

Gefallen hat mir, dass der Roman nicht auf einfache Lösungen setzt. Er zeigt die Grauzonen menschlicher Beziehungen und die Schattenseiten von Freundschaften. Die Autorin setzt auf zwischenmenschliche Dynamiken und geheime Konflikte.

Weniger gefallen hat mir, dass die Geschichte sich in meinen Augen nur langsam entfaltet und dadurch etwas langatmig ist. Außerdem konnte ich zu den Figuren kaum Zugang finden. Die Charaktere sind zwar ambivalent, vielschichtig und menschlich, dennoch wurde ich nicht so richtig warm mit ihnen. Romy und Sophie finde ich persönlich sehr unsympathisch. Viele Verhaltensweisen der beiden kann ich einfach nicht nachvollziehen.

"Spielverderberin" eignet sich vor allem für Leserinnen und Leser, die psychologisch tiefgehende, emotionale Geschichten mit realistischen Figuren mögen, die zwischen Drama, subtiler Spannung und einer melancholischen Grundstimmung pendeln.
24 reviews
Review of advance copy
January 14, 2026
In "Spielverderberin" erzählt Marie Menke von einer intensiven Freundschaft zwischen drei jungen Frauen, die sich zwischen Dorfkindheit und Großstadtleben abspielt. Sophie und Lotte kennen sich seit Kindertagen, erst in der Oberstufe kommt Romy dazu. Die neue Dreierkonstellation ist geprägt von Nähe, Bewunderung und unterschwelliger Spannung. Als die drei versuchen, ihre Freundschaft in ihren frühen Zwanzigern wiederaufleben zu lassen und Romy plötzlich verschwindet, werden alte Wunden aus der Vergangenheit wieder aufgerissen.

Besonders spannend fand ich den Fokus auf Freundschaft statt auf romantische Beziehungen. Ein Thema, das man in Romanen deutlich seltener in dieser Tiefe findet. Auch das Spannungsfeld zwischen Dorf und Stadt ist gut eingefangen, in einigen Gedanken und Beobachtungen konnte ich mich wiederfinden, auch wenn es manchmal etwas klischeehaft dargestellt wird. Der Schreibstil dabei ist durchweg flüssig und sehr angenehm zu lesen. Man liest aus der Perspektive von Sophie in zwei unterschiedlichen Zeitebenen, was das Buch kurzweilig macht.

Trotzdem bin ich emotional nicht richtig warm geworden mit der Geschichte. Keine der drei Protagonistinnen war mir wirklich sympathisch, und ich habe wenig Identifikationspotenzial gespürt. Die Grundstimmung empfand ich als eher schwer und bedrückend, mir fehlte die Leichtigkeit. Auch das Ende hat für mich einige Fragen offen gelassen.

Alles in allem ist "Spielverderberin" für mich ein Debütroman mit einem schönen Schreibstil und einem interessanten Thema, aber mir fehlte die Verbindung zu den Figuren.
38 reviews
February 15, 2026
3er Konstellation mit Narben

Marie Menkes „Spielverderberin“ hat mich auf mehreren Ebenen überzeugt. Das unkonventionelle, leicht bedrückende Cover und der Titel mit dem Kindheitswort „Spielverderberin“ passen perfekt zur Geschichte einer Dreierfreundschaft, in der immer eine zu viel ist. Einzig die sehr fette Schriftart empfand ich als etwas plump.

Die Erzählstruktur auf zwei klar markierten Zeitebenen („heute“ und „vier Jahre früher“) erzeugt einen starken Sog: Kapitelweise fügen sich die Ereignisse wie ein Puzzle zusammen, ohne je konstruiert zu wirken. Aus Sophies Ich-Perspektive entsteht ein präzises Bild ihres jungen Erwachsenenlebens, während Lotte und Romy bewusst etwas vage bleiben – genau diese Unschärfe macht den Reiz der Dynamik aus. Die fragile Freundschaft, stille Rivalitäten, Neid und unausgesprochene Wahrheiten sind fein herausgearbeitet.

Besonders gelungen ist, wie Menke große Themen – Freundschaft, Verlust, Klassenunterschiede, Stadt-Land-Gegensatz, psychische Krisen – miteinander verwebt. Köln und das Dorf sind mehr als Kulisse: Sie spiegeln Herkunft, Erwartungen und innere Konflikte der Figuren. Trotz der vielen schmerzhaften Erfahrungen wirkt der Roman nie hoffnungslos; die klare, ruhige Sprache trägt die dunklen Töne, ohne sie erdrückend werden zu lassen.

Auch wenn mir die drei Frauen nicht unbedingt sympathisch waren, fand ich sie literarisch äußerst spannend. Für mich gehört „Spielverderberin“ zu den stärksten Coming-of-Age-Romanen der letzten Zeit, und ich bin sehr gespannt auf weitere Bücher der Autorin.
156 reviews
February 16, 2026
Lotte und Sophie kennen sich seit sie Kinder sind, denn sie sind in derselben Bauernschaft in Aulbach im Süthland großgeworden und so enge Freundinnen geworden. In der Oberstufe stößt dann Romy, die unkonventionelle, coole Schülerin aus München dazu und verbringt vor allem Zeit mit Lotte. Nach einiger Zeit freundet sie sich auch mit Sophie an und ist vor allem interessant und aufregend.
Marie Menke schreibt über die Freundschaft auf zwei Zeitebenen und überlässt Sophie als Ich-Erzählerin die Bühne. Schnell wird klar, dass es irgendein Geheimnis und ein großes Problem innerhalb dieser Dreierkonstellation gab und gibt.
Erzählt wird einerseits in der Gegenwart, zu Studienzeiten, und andererseits in der Vergangenheit von der Schulzeit. So erfahren die Leser*innen bruchstückhaft, was die Freundschaften bestimmt hat, wie die drei ihre Zeit miteinander verbracht haben und im Laufe des Buches auf, wie die drei zueinander standen. Allerdings schwingt hier das meiste zwischen den Zeilen mit. Was einst in der verhängnisvollen Nacht passiert ist, erfahren wir recht spät.

Ich mochte die Art und Weise sowie den Ton, in dem Marie Menke schreibt. Die Freundschaft der drei Mädchen bzw. jungen Frauen wirkt obsessiv, kontrollierend und vor allem unsicher und instabil. Über Lotte erfahren wir am wengisten, doch im Grunde blieben alle drei Figuren sehr distanziert für mich. Die Kipppunkte sind jedoch klar spürbar und beklemmend.

Ein intensiver Roman, der die Faszination und die Belastung einer Freundschaft zwischen sehr unterschiedlichen jugen Frauen thematisiert.
3 reviews
March 3, 2026
Marie Menkes Spielverderberin ist ein leiser, atmosphärisch dichter Roman über weibliche Freundschaft, Herkunft und die fragile Balance zwischen Nähe und Abhängigkeit. Die große Stärke des Buches liegt für mich eindeutig in seiner Sprache: Menke schreibt poetisch, bildreich und mit einem feinen Gespür für Stimmungen. Dorf, Baggersee, Köln – all diese Räume fühlen sich sinnlich und lebendig an.

Inhaltlich begleitet der Roman die Freundschaft von Sophie, Lotte und Romy, die sich zwischen ländlicher Verwurzelung und städtischer Freiheit formt – und zunehmend verkompliziert. Besonders die Dynamik der Dreierkonstellation ist treffend beobachtet: Faszination, Eifersucht, Loyalität und Schuld liegen dicht beieinander. Das Verschwinden einer der Freundinnen wirkt dabei wie ein Katalysator, der alte Verletzungen freilegt und unausgesprochene Erinnerungen bedrohlich an die Oberfläche bringt.

Trotz der starken Atmosphäre bleibt die emotionale Fallhöhe stellenweise hinter den Erwartungen zurück. Die Figuren wirken bewusst distanziert gezeichnet, was literarisch konsequent ist, aber den Zugang erschwert. Einige zentrale Konflikte – insbesondere die „harte Nacht“, um die sich vieles dreht – bleiben sehr vage und entfalten dadurch weniger Wucht, als sie könnten.

Spielverderberin ist damit kein Roman für Spannung oder klare Auflösungen, sondern für Leser:innen, die sich auf Zwischentöne, Sprachbilder und ein langsames Erzählen einlassen möchten. Für mich ein stilistisch überzeugendes, inhaltlich jedoch nicht ganz erfüllendes Leseerlebnis – solide und klug.
Profile Image for Karola.
851 reviews7 followers
February 12, 2026
Nicht voll überzeugend!
Gegensätze zwischen Bauernschaft mit bodenständigem Realismus, Klatsch und Großstadtleben unter Akademikern sowie zwischen der Schulzeit-Vergangenheit vier Jahre früher und der Gegenwart mit Romys Verschwinden, all das bildet den Rahmen dieser Dreierfreundschaft, belastet mit Lügen, Schuld und Obsession. Durch sich verändernde Zweierkonstellationen rund um Romy entwickeln sich problematische Beziehungen, alles andere als eine vertrauenswürdige, verlässliche Freundschaft zu dritt. Sophie, die Ich-Erzählerin voller Minderwertigkeitskomplexe, deutet anfangs schlimme Schuldgefühle Lotte gegenüber an, aber auch ihre zwiespältige Einstellung zu Romy voller Neid bzw. Obsession zeigen ihre Unsicherheit an. Über zwei Zeitebenen nähert man sich der nicht ganz nachvollziehbaren Wahrheit wegen fehlenden Details. Interessant ist die Zusammenstellung der Charaktere: Lotte eher unsicher, ängstlich und scheinbar passiv, Romy dagegen selbstsicher, selbstgefällig, weltmännisch und schließlich Sophie schuldbeladen, ambivalent gegenüber Romy, in ihr mehr als nur Halt suchend. Die Szenerie wirkt zu jeder Zeit angespannt, eher belastet durch stille Eifersucht statt ausgeglichen durch vertrauenswürdige, herzliche Freundschaft. Leider wird das vergangene Ereignis um Lotte zu wenig thematisiert, während die finale Einbeziehung von Milan am Baggerloch verwirrt.
Veränderungen in Freundschaftsbeziehungen junger Menschen – hier eher ein Jugendroman?
Profile Image for Oktober.
311 reviews
February 22, 2026
“Spielverderberin” von Marie Menke erzählt die Dreiecksgeschichte einer Jugendfreundschaft, die durch ein Ereignis vor mehreren Jahren aus den Angeln gerissen wurde.
Auf verschiedenen Zeitebenen lässt Ich-Erzählerin Sophie die Geschehnisse Revue passieren. Mir ist es hier teilweise sehr schwer gefallen, der Handlung zu folgen, da ich die Zeitsprünge und Rückblenden innerhalb der Sprünge nicht klar abgrenzen konnte. Auch war für mich sehr viel Luft nach oben, was die Freundschaft zwischen Romy, Sophie und Lotte betrifft. Die Konflikte, die durch die zugezogene Romy ausgelöst wurden, waren mit teilweise unverständlich, auch die plötzliche Distanz zwischen Lotte und Sophie, die schon seit ihrer Kindheit befreundet waren, die dann im Studium in Köln plötzlich wieder in Nähe umschlägt. Dazwischen dann noch der Konflikt mit Milan, der nie klar als Sophies fester Freund benannt wird, aber wohl doch irgendwie ist.
Das Buch wirkte in seiner Gesamtheit sehr unausgegoren und die Geschehnisse, die eigentlich schon dramatisch sind, kamen nur trivial bei mir an und haben mich an keiner Stelle berührt. Lediglich die Hörbuchfassung mit Henriette Schreurs war angenehm zu hören, sodass ich nicht vorzeitig ausgestiegen bin.
Viele lose Fäden, die schlampig miteinander verknotet wurden und dann irgendwo enden - leider nicht mein Geschmack.

*Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
37 reviews
March 8, 2026
„Spielverderberin“ von Marie Menke ist ein Roman, der sich mit drei jungen Frauen beschäftigt: Sophie, Lotte und Romy. Sophie und Lotte stammen aus der gleichen ländlichen Gegend im Süthland (eine Region, die mir überhaupt nichts sagte, was wie sich rausstellte daran liegt dass die Autorin sie erfunden hat) und kennen sich seit Kindertagen. Romy zieht erst später mit ihren Eltern aus München in die Region und ist aus Sicht von Sophie und Lotte ein faszinierendes Stadtkind. Während Lotte und Romy sich eng anfreunden, bleibt Sophie zunächst außen vor. Diese Konstellation ändert sich als Lotte aus offensichtlich psychischen Gründen Zeit in einer Klinik verbringen muss. Sophie und Romy nähern sich an und die ganze Freundschaftsdynamik ändert sich…

Der Hauptteil des Buches wird aus Sicht von Sophie ca 5 Jahre später erzählt, die drei Freundinnen sind inzwischen erwachsen, Sophie und Romy leben in Köln, während Lotte immer noch im Süthland wohnt. Angeregt durch einen Chat von Lotte treffen sich die drei erstmalig wieder, doch die Kluft die sich durch ein tragisches Ereignis vor 5 Jahren gebildet hat, stellt sich als unüberwindbar heraus.

Das Buch spielt mit der Frage was genau damals zwischen den drei Freundinnen ereignet hat, was erst gegen Ende aufgelöst wird und als Spannungsbogen durchaus funktioniert. Trotzdem hat mich das Buch nicht zu 100% überzeugt, denn Sophie ist mir als Ich-Erzählerin einfach etwas zu ich-bezogen und anstrengend gewesen, ihre Obsession mit Romy wirkte für mich eher nervig, ihre Minderwertigkeitskomplexe bezüglich dem Aufwachsen auf dem Landleben irgendwie überzogen und künstlich überhöht (empfinde ich zumindest als jemand die selbst auf dem Land aufgewachsen ist so). Über Romy und Lotte erfährt man relativ wenig, ich denke mehrere Perspektiven hätten dem Buch mehr Vielschichtigkeit gebracht.
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207 reviews
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January 10, 2026
Dreiecksfreundschaft

Die Buch handelt von der Freundschaft zwischen den Protagonistinnen Sophie, Lotte und Romy, die in einer kleinen Dorfgemeinschaft wohnen. Sophie und Lotte sind schon seit ihrer Kindheit befreundet. Romy ist erst in der Oberstufe zu ihnen gestoßen und stammt aus München. Die Freundschaft zwischen ihr und Lotte wird schnell intensiver als die zwischen Sophie und Lotte jemals war.

Die Handlung wird aus der Perspektive von Sophie berichtet. Die dargestellte Dynamik wirkt lebendig und nachvollziehbar. Genauso ist das Leben, Freundschaften entwickeln und verändern sich. Gerade in einer Dreiecksbeziehung ist diese nicht immer ganz ausbalanciert. Dennoch ist die Freundschaft zwischen den drei Frauen intensiv. Ereignisse aus der Vergangenheit verfolgen sie bis in die Gegenwart.

Drei Frauen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen auf dem Weg ins Leben. Das liest sich ein wenig wie eine Sozialstudie, macht nachdenklich, zeigt wie fragil Freundschaften sein können und macht die Unterschiede zwischen dem Dorfleben und der Großstadt deutlich.

Die Handlung verläuft nicht chronologisch, wodurch sich die Ereignisse wie ein Puzzle zusammensetzen.
Insgesamt ist es ein abwechslungsreicher und lebendiger Roman, der zeigt wie das Leben laufen kann.
Profile Image for Alisa.
66 reviews3 followers
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February 10, 2026
Danke an Kiepenheuer & Witsch für die kostenlose ARC.

Sophie und Lotte kommen aus der gleichen Bauernschaft und sind beste Freundinnen, bis Romy aus München dazustößt. Drei sind plötzlich eine zu viel und Sophie wird an den Rand gedrängt. Sie entwickelt eine Obsession mit Romy und die Dreierkonstellation ist geprägt von Neid und Distanz. Später in ihren Zwanzigern, versuchen die drei sich einander anzunähern, bis Romy plötzlich verschwindet und alte Wunden aufgerissen werden. Was ist vor vier Jahren schlimmes geschehen, das die Freundinnen auseinandergerissen hat?


Marie Menkes Debütroman konnte mich trotz ihrer nüchternen, intelligenten und zugleich sehr bildhaften Sprache nicht überzeugen. Die Protagonistinnen waren für mich nicht hinreichend ausgearbeitet, ihre Gedanken und Taten nicht nachvollziehbar. Es haftet zudem der Eindruck eines Jugendromans am Buch, es fehlt an Tiefe und einer gewissen Ernsthaftigkeit, die der Geschichte gut getan hätten. Dafür, dass es um eine obsessive Freundschaft gehen soll, gibt es erstaunlich wenige Interaktionen zwischen den Frauen. Etwa bei der Hälfte habe ich angefangen mich zu fragen, was der Sinn der Geschichte ist und was man mir eigentlich mitteilen will, denn so wahnsinnig viel passiert da nicht. Das frage ich mich jetzt, wo ich zu Ende gelesen habe, immer noch.
Profile Image for Alina_liest07.
135 reviews6 followers
February 15, 2026
Fesselndes Debüt über Freundschaft und ihre Abgründe
Lotte und Sophie sind beide im Süthland innerhalb derselben Bauerschaft groß geworden. Sind sie in Kindertagen gute Freunde, ist Lotte zu Teenagerzeiten vor allem mit der aus der Großstadt zugezogenen Romy befreundet. Doch als Lotte für längere Zeit abwesend ist, entsteht auch zwischen Sophie und Romy eine Freundschaft. Die Dreierkonstellation scheint zunächst zu funktionieren bis eine verhängnisvolle Nacht alles verändert…

„Spielverderberin“ ist spannend und auf mehreren Zeitebenen erzählt. Aus der Perspektive von Sophie erleben wir die drei zu Schulzeit und später zu Studienzeiten, in derer die drei sich nach längerer Funkstille wiedertreffen.

Der Roman nimmt nach und nach an Fahrt auf, die Erzählerin Sophie wirkt nicht immer ganz zuverlässig und generell ist keine der drei Protagonistinnen besonders sympathisch, gerade das macht die Geschichte interessant. Auch die behandelten Themen sind vielseitig und reichen von mentaler Krankheit und Suizid zu unterschiedlichen Erfahrungen und Prägungen zwischen Stadt und Land und faszinierenden und komplexen Beziehungsdynamiken.

Ich habe „Spielverderberin“ sehr gerne gelesen, ein tolles Debüt!
9 reviews
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January 12, 2026
Freundschaft hält nicht alles aus

Das Buch ist sehr hochwertig gemacht. Das Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen gefällt mir gut, das Cover eher nicht.

Die drei Freundinnen Sophie, Lotte und Romy treffen sich nach langer Funkstille wieder. Die Stimmung ist angespannt, irgendwas steht zwischen ihnen.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Sophie geschrieben, startet am Tag des Wiedersehen und springt immer wieder in die Vergangenheit.

Zu Beginn eines neuen Kapitel ist es nicht immer leicht zu erkennen, zu welcher Zeit und in welchem Umfeld wir uns gerade befinden.

Jede der drei Hauptcharaktere hat ihr eigenes Päckchen zu tragen. Selbstzweifel, Selbstmitleid, Schuld, Eifersucht und Zugehörigkeit sind die zentralen Themen. Vieles bleibt ungesagt und auch am Ende bleiben Fragen offen.

Der Schreibstil ist flüssig lesbar, ich war direkt drin und wollte unbedingt wissen, was zwischen den Freundinnen steht. Durch die 213 Seiten, bin ich nur so geflogen.
Auch wenn mich manche Charakterzüge etwas genervt haben, ist das Buch eine gelungene Geschichte, die zeigt, wie sich eine Freundschaft über die Jahre verändert und durchaus auch an Ereignissen zerbrechen kann.
159 reviews
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January 11, 2026
Die Geschichte beginnt mit einem Treffen der drei Frauen Sophie, aus deren Perspektive auch die ganze Zeit erzählt wird, Lotte und Romy. Lotte und Sophie sind seit Kindertagen befreundet und haben in ihrer Heimat auf dem Land viel erlebt. Als gegen Ende der Schulzeit Romy aus München dorthin zieht und sich mit Lotte anfreundet, wird die Beziehung deutlich kompliziert. Dass eine Dreierfreundschaft nicht so gut funktioniert, merkt man schnell. Und dann gibt es auch noch einen schicksalhaften Abend der allen im Gedächtnis blieb und einen Schatten auf die Jugendzeit im Dorf wirft.

Erzählt sind in den Kapiteln immer erst die Geschnisse damals, vier Jahre zuvor, bevor der Sprung in die Gegenwart folgt. Dieses Hin und Her zwischen Freundschaft, Bewunderung, Neid und Distanz ist gut greifbar. Zudem bleibt die Spannung, weil man unbedingt wissen will, was damals wirklich passiert ist. Mir hat das Buch gut gefallen, den Umfang von ca. 200 Seiten fand ich jedoch vollkommen ausreichend.
59 reviews
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January 21, 2026
Die Prämisse von "Spielverderberin" hat mich generell erstmal angesprochen: Da gibt es dieses freundschaftliche Dreiergespann aus Sophie, Lotte und Romy. Sophie und Lotte wachsen auf dem Land auf, Romy stößt in der Oberstufe aus München hinzu. Eine Weile nach dem Schulabschluss treffen sich die Drei wieder und es wird klar, dass etwas vorgefallen sein muss. Was genau, wird über den Großteil der Geschichte nicht geklärt, allerdings immer mal wieder angedeutet.

Figuren müssen nicht immer SympathieträgerInnen sein, aber hier hatte ich Schwierigkeiten mit jeder der Freundinnen. Sie schienen mir grundsätzlich zu unsympathisch, zu blass und das war auch einer der Gründe, warum mir das Weiterlesen schwer fiel.

Gefallen hat mir dafür der flüssige Erzählstil, der mich letztendlich doch zum Ende der Geschichte getragen hat.

Für mich eine tolle Grundidee, die Potential verschenkt hat.
Profile Image for Daniela.
173 reviews1 follower
February 12, 2026
Sehr mitreißend

Wortgewaltig und emotional beschreibt Marie Menke in diesem Coming of Age Roman - eigentlich Drama - die Geschichte rund um Romy, Sophie und Lotte. Zu Beginn des Romans denkt man, die drei haben sich einfach nach der Schule aus den Augen verloren. Jedoch wird mehr und mehr klar, dass hinter diesem sich aus den Augen verlieren mehr steckt: Lotte, die psychische Probleme schon in der Schule hatte (Schulangst), Romy, Großstadtkind, deren Eltern aufs Land gezogen sind, sie, zwischen Land und Stadt zerrissen ist, und Sophie, die emotional nicht weiß, wo sie hingehört Stadt oder Land. Der Roman beschreibt sehr eindrucksvoll und sehr mitreißend, wie aus dem doppelgespamn Lotte und Sophie mit dem Zuzug von Romy plötzlich ein Doppelgespann, Lotte und Romy wird. Es zeigt die Zerrissenheit der Jugendlichen, und die teilweise nicht sehr gesunde freundschaftliche Beziehung der drei. Ich konnte das Buch nicht weglegen und bin auch von Menkes Schreibstil begeistert.
Profile Image for julia.
46 reviews1 follower
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January 11, 2026
Zwischen Bauernschaft und Großstadtleben
Sophie, Lotte und Romy kennen sich seit der Schulzeit - Sophie und Lotte sind zusammen aufgewachsen im Süthland, Romy kam erst viel später aus München dazu. Schon während der Schulzeit haben sich die Dynamiken zwischen den dreien verändert, nach dem Abi wird schließlich alles anders.
Auf dem Cover steht "drei sind eine zu viel" und das beschreibt die Freundinnenschaft in Spielverderberin sehr passend.
Für mich klang der Klappentext ganz spannend, leider hat mich Marie Menkes Roman dann doch enttäuscht. Mir wurden zu viele Handlungsstränge und Konflikte begonnen, die jedoch nicht weiter ausgeführt oder gelöst wurden. Auch waren mir alle drei Protagonistinnen unsympathisch und ich konnte die jeweiligen Taten und Gedanken überhaupt nicht nachvollziehen. Am Ende war mir nicht so ganz klar, was mir dieser kurze Roman überhaupt sagen soll. Schade.
9 reviews
January 26, 2026
Durchschnittliches Debüt

Es ist ein eigentlich ganz okayes Debüt, was vor allem durch den leicht verständlichen und trotzdem teilweise auch schönen Schreibstil der Autorin Marie Menke. Der Schreibstil ist, vor allem für ein Debüt, sehr einfühlsam und kann vor allem auf den ersten Seiten, eine schöne sogwirkung entfachen. Die Story hingegen finde ich persönlich eher dürftig. Es ist das alt bekannte Spiel einer Dreier-Freundschaft, in der immer eine außen vor ist. Keine der drei Protagonistinnen handelt meiner Meinung nach plausibel oder verständlich und erst recht ist niemand der drei auch nur im Ansatz sympathisch und solche Freundinnen würde ich nicht gerne haben. Und das immer nur kurz ein vorheriges Ereignis angeschnitten wird ohne das der Leser erfährt was genau passiert ist, ist eher unkreativ, um einen Leser zu fesseln und hat mich eher genervt als gepackt.
Profile Image for Inge H..
484 reviews9 followers
February 12, 2026
Wer ist Schuld

Marie Menke beschreibt in ihrem Roman, Spielverderberin, die Freundschaft dreier jungen Frauen. Drei Freunde ist oft nicht so einfach, da ist oft einer über. Das ist gerade bei so unterschiedlichen Charakteren der Fall.
Die Autorin kennt die Gefühle der Drei, denn sie ist auch noch jung.
Da geht es um Liebe, Eifersucht und um Fragen, was man studiert und wo.
Dann gibt es da noch ein Geheimnis, das Gewissensbisse macht.
Gerade das bringt die Freundschaft ans Ende.
Lange Zeit fragt man sich, was da wohl geschehen ist und wer was getan hat.
Da stellt uns die Autorin ganz schön ins grübeln.
Ganz am Ende kommt die Beichte und es ist Schluss. Da hätte ich gerne noch eine Reaktion erlebt.
Der Roman ist wahrscheinlich mehr für junge Leser geeignet.
Die Autorin fesselt mit ihrer Sprache und ich wurde gut unterhalten.
Also ist es zu empfehlen.
2,335 reviews13 followers
February 13, 2026
Zum Inhalt:
Lotte und Sophie stammen aus der gleichen Bauernschaft und kennen sich seit Kindesbeinen auf. In der Oberstufe stößt die Städterin Romy dazu. Sie ist unkonventionellen, aber auch unzuverlässigen. Die Dreierfreundschaft ist geprägt von einer gewissen Faszination. Als Romy plötzlich verschwindet, reißen alte Wunden auf, denn in der Vergangenheit lag auch eine Nacht, an die eine nicht erinnert werden darf.
Meine Meinung:
Das Buch hat eine ungeheure Sogwirkung auf mich ausgeübt. Ich wollte immer weiterlesen, weil mich die Geschichte der drei Freundinnen ungeheuer fasziniert hat. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, die dann nach und nach auch die Vergangenheit der Mädchen etwas klarer werden lässt. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, denn das Buch liest sich enorm gut. Das Cover hätte mich im Geschäft vermutlich eher nicht angesprochen.
Fazit:
Interessant
Profile Image for Nic.
246 reviews
Review of advance copy received from Netgalley
February 9, 2026
Ich bin begeistert. Marie Menke ist eine Autorin, von der ich direkt ganz viele weitere Bücher lesen möchte. So viel Subtext, so viel Vertrauen in Leser:innen, ohne sich in langweiligen Andeutungen zu verlieren, die minderfähige Autor:innen manchmal als Ersatz für einen echten Spannungsbogen verwenden.
SPIELVERDERBERIN überzeugt durch klare, raffinierte Sprache, eindringliche Bilder und Charaktere, die realistisch und komplex gezeichnet sind. Die Freund:innenschaft zwischen Sophie, Lotte und Romy wird noch lange in mir nachhallen--nicht zuletzt da Henriette Schreurs die Geschichte durch ihre angenehm melodische Erzählstimme phänomenal hat lebendig werden lassen. Applaus, Applaus, an alle Beteiligten dieser Hörbuchproduktion!

Danke an NetGalley und argon hörbuch für das kostenlose Rezensionsexemplar!
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