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Moderner Stilund Heimisches Bauen: Architekturreform in Graz Um 1900 (Kulturstudien. Sonderbande)

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Auf der Suche nach Alternativen zum "Wahnsinnsgebaude" (Otto Wagner) des Historismus orientierte sich die Architektur in Graz um 1900 zum einen an der Wiener Moderne, im Speziellen dem Kreis um Otto Wagner, zum anderen an den Vorstellungen eines "bodenstandigen", "heimischen" Bauens, wie sie von Theodor Fischer und Paul Schultze-Naumburg vertreten wurden. Im Zentrum steht hier die Frage nach der Umsetzung der unterschiedlichen Erneuerungsbestrebungen der Architektur der Jahrhundertwende im kulturellen Kraftefeld einer zentraleuropaischen Stadt "zweiter Ordnung" Auf welche Weise konnten sich bestimmte Reformkonzepte gegenuber anderen durchsetzen? Welche gesellschaftlichen Leitbilder und Rahmenbedingungen steuerten die Rezeptionsprozesse? Lassen sich uberhaupt trennscharfe Linien zwischen den verschiedenen Positionen der Architekten und Vereine, der Kulturpolitik und Architekturpublizistik ziehen? Und wie wirkten sich die vielfaltigen Auseinandersetzungen konkret auf Bauten und Projekte aus? Ausgangspunkt sind dabei nicht die spateren normativen Vorstellungen von "Moderne" und "Antimoderne", sondern die zeitgenossischen Diskurse, Bedeutungszuschreibungen und Kodierungen am Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein interdisziplinar verstandener kulturwissenschaftlicher Ansatz, der auf "Rekontextualisierung" und Rekonstruktion von Mehrdeutigkeit angelegt ist, eroffnet neue Sichtweisen auf die Vielfalt der Architektur der fruhen Moderne.

459 pages, Hardcover

Published April 3, 2001

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