Drei Kurzkrimis des Agatha-Christie-Krimipreisträgers 2011.
Seit mindestens zehn Jahren hatte er immer wieder darüber nachgedacht, Kathrin umzubringen. Nicht so richtig ernsthaft, in letzter Konsequenz. Aber eben doch ab und zu so in Gedanken durchgespielt, wie man es machen könnte. Wie man es hinkriegen könnte, ohne in Verdacht zu geraten. „Eiskalt“, ohne erwischt zu werden. Diese jahrelangen Gedankenspiele kamen ihm jetzt zugute. Denn jetzt lag Kathrin tatsächlich da. Reglos auf dem Fliesenboden im Keller...
Fleischfabrikant Grotejohann war mit dem Nerven am Ende. „Der Prokurist“, den er nach dreisten Betrügereien entlassen hatte, wagte es doch glatt, ihn zu erpressen. Nachdem der Inhaber einer Großschlachterei einmal gezahlt hatte, wurde er den Mann nicht mehr los. Gleich würde er wieder am Werkstor erscheinen, um erneut einen Umschlag mit Bargeld abzuholen. Das musste endlich ein Ende haben – irgendwie...
Holger Deichmann von der Kripo in Aurich war sich völlig sicher. Dieser aalglatte Fischgroßhändler Raimund Becker hatte seinen Nebenbuhler Stührenberg ins Jenseits befördert. Leider gab es nur ein kleines Problem: Der Mann hatte ein glasklares Alibi. „Der Praktikant“ von der Polizeiakademie in Hannover brachte ihn schließlich, wenn auch eher zufällig, auf die richtige Spur...
Der Autor Marcus Winter ist spezialisiert auf Kurzkrimis und war, nach drei Nominierungen 2008 bis 2010, der Preisträger des Agatha-Christie-Krimipreises 2011. Für die Jahre 2012 und 2013 gehörte Winter erneut zu den Nominierten, der Beitrag aus dem Jahr 2013 („Eiskalt") ist in dieser E-Book-Anthologie enthalten.