Charlotte und Yannic erwarten ein Kind. Zwischen Pränatalscreening, Projektabschlüssen und Elterngeldrechner richten sie sich ein auf ein neues Leben als Familie. Doch dann ereignet sich die Katastrophe, ihr Sohn, Gustav Tian Ming, stirbt. Eben noch haben sie Wickeltische gegoogelt, Stillkissen angeschafft, plötzlich müssen sie einen Kindersarg aussuchen, ein Grab kaufen. Alles fühlt sich falsch an, verrückt und wie ausgedacht, aber es passiert wirklich. Erschütterte Verwandte und Freunde reisen an oder nehmen Anteil aus der Ferne, tragen Opferschalen in den Tempel. Und während Charlotte und er mit einer Bürokratie zu kämpfen haben, die mit totgeborenen Kindern kaum umzugehen weiß, beginnt Yannic aufzuschreiben, was um ihn her geschieht. Es ist ein Versuch zu begreifen, was ihnen widerfahren ist, eine Sprache zu finden für die Trauer und den Schmerz, aber auch für die Wärme und Liebe, die sich darin verbirgt.
Präzise und eindringlich erzählt Yannic Han Biao Federer vom Verlust seines Sohnes, von Abschied und Carearbeit, von Elternschaft und Liebe. Für immer seh ich dich wieder ist ein Dokument der Trauer – und der heilenden Kraft des Erzählens.
Mir fehlen ein bisschen die Worte. Was für ein trauriges, berührendes, zärtliches und gleichzeitig tröstendes Buch. Charlotte und Yannic erwarten ein Kind, die Schwangerschaft verläuft problemlos, doch dann passiert die Katastrophe: ihr Sohn Gustav stirbt. Yannic erzählt davon, was ihnen und Gustav geschehen ist, erzählt von einem unfassbaren Schmerz und von ganz viel Liebe. Ich habe beim Lesen ganz viel geweint.
Ich kann kaum in Worte fassen wie sehr mich dieses Buch berührt hat. Neben all dem Schmerz und der Verwundbarkeit wurde das Buch befühlt mit Liebe, Zuversicht und auch sehr viel Dankbarkeit. Jedes einzelne Wort hat mich mitfühlen lassen. Jedes einzelne Wort war ein Sinnbild für die unendliche Liebe, die Gustavs Eltern für ihn haben. Jedes einzelne Wort war pure Menschlichkeit und Verletzlichkeit. Das Buch hat es geschafft ehrlich zu sein und gleichzeitig eine „Geschichte zu erzählen“… Ich wünsche den Eltern das Beste und ganz viel Liebe!!
Eigentlich wollte ich kein Buch mehr lesen dieses Jahr, sonder nur noch Nintendo spielen. Aber dann war das Buch, dass ich vor Monaten in der Bibliothek vorbestellt hatte plötzlich abholbereit. Ich las nur ein paar Zeilen, wollte ja eigentlich nicht mehr lesen. Dann noch ein paar Seiten; ich packte meinen Nintendo und das Buch ein für eine lange Zugfahrt. Ich spielte nicht, sondernd fuhr lesend an Hanau,Frankfurt, Würzburg und Linz vorbei.
Ich bin froh, dass ich oft nicht konsequent bin, denn das Buch hat mich sehr berührt.