Charlotte Mew war eine der ungewöhnlichsten Schriftstellerinnen ihrer Zeit, wurde von Zeitgenossen hoch geschätzt – und dann vergessen. In England inzwischen wiederentdeckt, blieb sie hierzulande praktisch unbekannt. Dieser Band versammelt ihre eindrucksvollsten Erzählungen erstmals in deutscher Sprache. Sie reichen von surrealen Phantasien bis zu Geschichten von menschlichen Extremerfahrungen, erzählt in einem Ton, der zart und stark zugleich ist und gerade in dieser Mischung elektrisiert. Um die Liebe, ihre Schattierungen und ihre Gefährdungen geht es in diesen Erzählungen von Charlotte Mew, um Glaube und Tod, um das Ausgestoßensein aus der Gesellschaft und die Fragilität der menschlichen Existenz. Fast immer stehen weibliche Figuren im Mittelpunkt, und die Geschlechterrollen geraten ins Wanken. Diese Geschichte sind so auch ein Spiegel der zeitgenössischen Debatten über Machtstrukturen in Ehe und Familie und die sexuellen Freiheiten der Frau. Die Intensität des menschlichen Mitgefühls, das aus ihren Texten spricht, ist überall gepaart mit einer hellwachen Beobachtungsgabe. Mit Charlotte Mew ist eine große literarische Stimme wiederzuentdecken, die zwischen viktorianischem Zeitalter und literarischer Moderne steht und heute wieder direkt zu uns spricht.
Charlotte Mary Mew was a modernist British poet. Mew's father, architect Frederick Mew, died in 1898 without making adequate provision for his family; two of her siblings suffered from mental illness, and were committed to institutions, and three others died in early childhood leaving Charlotte, her mother and her sister, Anne. Charlotte and Anne made a pact never to marry for fear of passing on insanity to their children.
In 1894, Mew succeeded in getting a short story into The Yellow Book, but wrote very little poetry at this time. Her first collection of poetry, The Farmer's Bride, was published in 1916. Mew gained the patronage of several literary figures, notably Thomas Hardy, who called her the best woman poet of her day, Virginia Woolf, who said she was "very good and quite unlike anyone else," and Siegfried Sassoon. She obtained a small Civil List pension with the aid of Cockerell, Hardy, John Masefield and Walter de la Mare. This helped ease her financial difficulties.
After the death of her sister, she descended into a deep depression, and was admitted to a nursing home where she eventually committed suicide by drinking Lysol. Mew is buried in Hampstead Cemetery.