Fred Wander was the pen name of Fritz Rosenblatt, a novelist and Journalist who survived the concentration camps during the second World War leaving the GDR in 1983 to live in Vienna.
Ohne Maxie Wanders "Guten Morgen, du Schöne" zu kennen, wäre ich wahrscheinlich nie auf Fred Wander gestoßen und hätte zu seinen Erinnerungen gegriffen. Es wär ein fatales Versäumnis gewesen, da mich sein Buch erfüllt und glücklich zurücklässt.
Bislang kannte ich Fred Wander nur aus den Tagebüchern seiner Gattin; ein blasse Gestalt im Hintergrund. Durch sein Buch nahm er endlich scharfe Konturen an, erlangte Tiefe und wurde für mich sogar in gewisser Weise lebendig. Ich wurde das Gefühl nicht los, er spräche zu mir. Und für wahr, Fred Wander gehört zu den Persönlichkeiten, mit denen ich mich zu gerne in ein langes Gespräch begeben hätte. Ich mag seine kluge, reflektierte, bescheidene Erzählweise, die obwohl sie nicht alles preisgibt und Geheimnisse an richtiger Stelle Geheimnisse sein lässt, mit einer unsagbaren Intensität in jeder Zeile Kontakt mit dem Leser aufnimmt. So bewahrt Wander seine intimsten Gedanken und Empfindungen wohlverschlossen in sich auf. Gerade dadurch erfuhr ich, wie sprachlos ihn die Trennung oder der Verlust von seinen Weggefährtinnen zurückließ sowie seine Erfahrungen in Auschwitz und Buchenwald. Trotz einer chronologischen Darbietung seiner Erinnerungen, schwirren seine Gedanken immer wieder zurück zu seiner Verfolgung und Inhaftierung. Sie machten einen Vagabunden aus ihn, der ab da an jeden Wohnort nur als "Stützpunkt" ansah. Er wirkte lokal entwurzelt und gleichzeitig geistig aufgeräumt.