Der vorliegende Band vereinigt die Bücher " Von Sasacus bis Geronimo" und " Das indianische Feuer" von Miloslav Stingl. Damit wird eine umfassende Darstellung des Freiheitskampfes der Indianer Nord- und Südamerikas vorgelegt. Die Entdecker Nordamerikas klopften nur an die Tür des Kontinents, stießen sie jedoch nicht auf. Dagegen eigneten sich die nachdrängenden Einwanderer riesige Ländereien an und gründeten Kolonien. Die Spanier nahmen in Mittel- und Südamerika den Reichtum der Ureinwohner in Besitz. In den Königreichen Britannien und Frankreich begriff man sehr wohl, wo die Quelle des Reichtums des zu jener Zeit größten Handelskonkurrenten entsprang. Daher stiegen auch diese europäischen Nationen in das große Geschäft ein, das die Ausrottung ganzer Indianerstämme zur Folge hatte. Die Indianer empfingen die Europäer keineswegs als Feinde. Erst als ihnen ihr Land entrissen wurde und es ihnen ans Leben ging, widersetzten sie sich den Eroberern. Die Tragik des indianischen Widerstandskampfes bestand darin, daß die Stämme einzeln kämpften. Wenigen großen Häuptlingen gelang es vorübergehend, mehrere Stämme zu einigen und damit zeitweilig die gutausgerüsteten Regimenter der Briten, Franzosen, Spanier - und später der Amerikaner - zu besiegen. Der Autor dieser Darstellung des Freiheitskampfes der Indianer ist ein bekannter tschechischer Völkerkundler. Sein Ziel ist es, in einer detailgetreuen Beschreibung die wichtigsten Ereignisse und Gestalten des indianischen Kampfes in einer Epoche zu schildern, die mit dem Anfang des 17. Jahrhunderts beginnt und gegen Ende des vorigen Jahrhunderts ausläuft, deren Spuren aber bis in das heutige Leben der Indianer zu verfolgen sind. Miloslav Stingl stattete den Band mit umfangreichem Bildmaterial aus.
Miloslav Stingl (*19.12.1930 Bílina,- † 11.5.2020 Praha) autor literatury faktu, etnograf a cestovatel po indiánské a polynéské oblasti. Z ní čerpal své náměty pro literaturu pro děti.
Narodil se v rodině důlního technika. Rodina se často stěhovala, proto svá studia na reálném gymnáziu dokončil v Karlových Varech. Poté na pražské právnické fakultě vystudoval v letech 1950 - 54 obor mezinárodní právo. Pracoval jako osvětový inspektor na KNV a v Krajském kulturním středisku. Při zaměstnání vystudoval etnografii a folkloristiku na filozofické fakultě Karlovy univerzity. V roce 1967 dosáhl doktorátu filozofie. Rovněž byl asistentem pedagogického institutu v Karlových Varech a pak odborným pracovníkem oddělení rozvojových zemí v pražském Ústavu pro etnografii a folkloristiku ČSAV. Během badatelské činnosti týkající se mimoevropské etnografie se zúčastnil několika náročných výzkumných cest, zejména k původním obyvatelům Ameriky a Oceánie. Od roku 1972 se věnoval literatuře. Zemřel v Praze po dlouhé nemoci ve věku 89 let.