Ein ehrliches, warmherziges Buch über das Glück, Mutter zu werden – und zu sein. «Ich bin schwanger. Ich stehe im Badezimmer und bin schwanger. Verdammt, ich bin wirklich schwanger. Der Test zeigt eindeutig zwei Streifen. Hinter der Tür, nur ein paar Schritte entfernt, sitzt er am Küchentisch und liest die Nachrichten. Es ist ein Morgen wie viele Morgen, ein Tag wie viele Tage. Bis ich hinüber gehen und es ihm sagen werde. Ich habe mir diesen Moment so oft vorgestellt. Wie auf dem Test zwei unmissverständliche Streifen erscheinen. Wie ich ihm in die Arme falle. Wie ich „Liebling, ich bin schwanger!“ sage. Wie er meinen Bauch streichelt. Jetzt stehe ich hier und habe kalte Füße, weil ich vergessen habe, die Heizung im Bad aufzudrehen, und fühle nichts und alles zugleich. Ich freue mich, natürlich freue ich mich, aber so leise, dass nicht mal ich selbst es mir ansehen würde. Ich bin erleichtert. Ich bin nervös. Ich habe Schiss.» Plötzlich sind da drei Menschen statt zwei. Und alles ist ganz anders: Man könnte im Stehen einschlafen (und mitten im Satz). Man ist hingerissen von den Grunzern, die das Baby beim Trinken macht. Und für ein Date mit dem eigenen Mann braucht es plötzlich umständliche Terminverhandlungen. Okka Rohd erzählt von den ersten Monaten und Jahren mit ihrer Tochter und wie sehr das Muttersein ihr Leben und ihre Beziehung verändert hat. Ein ehrliches, warmherziges und berührendes Tagebuch darüber, wie anstrengend und glücklich machend es ist, eine Mutter zu sein. Und eine Liebeserklärung an das Abenteuer Familie. «Okka Rohds Texte schaffen es, ganz leicht am Herzen zu kratzen. So dass man gar nicht genau weiß, ob man glücklich oder traurig sein soll.» (Die Welt)
Schon als ich das erste Mal über dieses Buch stolperte, sprach mich der Titel an. Denn das dort beschriebene Gefühl kennen wir als Eltern wahrscheinlich alle. So wanderte es also erst einmal auf meine Wunschliste, wie alle Bücher, die mich interessieren. Und da blieb es auch zunächst, bis vor kurzem mal wieder im Elternratgeberregal der örtlichen Stadtbibliothek stöberte und dort das Buch wieder fand. Also habe ich es gleich ausgeliehen und in den letzten Tagen gelesen.
Die Autorin hat ein Blog dass sich mit der Mutterschaft beschaeftigt und ich denke vieles aus dem Buch wurde sicherlich bereits im Blog veroeffentlicht. Nicht so einfach mit den Blog to book Sachen, denn nicht alles was aus Kurzgeschichten zusammengeschrieben ist liest sich fluessig. Die Idee ist hervorragend und auch der Titel. Als Mutter kann ich ganz vieles nachempfinden und hier und da hat es mich auch emotional beruehrt. Einige Dinge haetten rausgelassen werden koennen. Das Abwechseln von der Sicht der Mutter zu der Sicht des Ehemannes war sehr gelungen. Insgesamt wird es gegen Ende um einiges besser. Ich wuenschte mir nur, es waere etwas konstanter gewesen was das Mutter sein betrifft und die Urlaubsimpressionen waeren ausgelassen oder gekuerzt worden.
Liebe Okka, habe gerade dein Buch fertig gelesen und bin noch immer ganz selig. Ich erwarte in 2 Wochen mein erstes Kind und bin total aufgeregt. Dein Buch macht mir Mut und ich freue mich jetzt noch mehr auf diese wunderbare Herausforderung Mutter zu werden. Danke dafür!