Ein umfassender, opulenter Band, wie er erst hundert Jahre nach dem Beginn der Katastrophe entstehen konnte: Denn viele der etwa 500 oft erschütternden Bilder kommen jetzt erst aus privaten Archiven ans Licht und können hier erstmals veröffentlicht werden. Der Band zeigt ein Gesamtbild der Ereignisse, die ganz Europa beeinflussten: von der Rolle Mata Haris über den Völkermord an den Armeniern und dem Easter Rising in Dublin bis zur Behandlung traumatisierter Soldaten und der Lebensmittelrationierung in der Heimat.
Die renommierten, internationalen Autoren garantieren die größtmögliche Objektivität und stellen alle Aspekte des Krieges dar, vom Heißlaufen der Kriegsmaschinerie Jahre vor dem ersten Schuss bis 1927 und damit weit über den Versailler Vertrag hinaus.
Interessant den ersten Weltkrieg aus französischer Perspektive dargestellt zu bekommen. Dabei meine ich nicht, dass es "gefärbt" ist. Im Gegenteil: es werden ganz viele Facetten gezeigt. Vom Genozid an den Armeniern bis zu den zerstörten Landschaften in Frankreich wird berichtet. Spannend für mich war dennoch der andere Blickwinkel, der sehr erhellend für mich war. Ebenfalls erhellend war das Kapitel über Flüchtlinge, vor allem vor dem aktuellen Hintergrund. Es nimmt dem aktuellen Geschehen die Singularität.