Bisexualität gehört zu den am meisten mit Vorurteilen und Mythen belasteten sexuellen Orientierungen. Durch das Diktat der Monosexualität haben es Bisexuelle in der Mehrheitsgesellschaft ebenso wie in der queeren Community oft schwerer als andere Queers, respektiert zu werden. In seinem biografischen wie philosophischen Essay nähert sich Alexander Graeff seiner eigenen Bisexualität und dem Problem der doppelten Diskriminierung an.
Essayistisches Nachdenken über gesellschaftliche Dualismen ausgehend vom Thema cismännliche Bisexualität.
Bei manchem hätte ich widersprochen, anderes hat meine Perspektive auf mich und/oder andere erweitert. Besonders Aspekte zu Klasse(naufstieg) und Bisexualität fand ich interessant, die der Autor ausgehend von seiner Biografie beschreibt.
Allein schon weil diese Perspektive in der deutschsprachigen Literatur so selten ist, habe ich es gerne gelesen. Mich hat nicht alles überzeugt, manches emotional oder intellektuell angeregt, und ich finde es (gerade deswegen) einen gelungenen Ausgangspunkt für Diskussion und Austausch.