1972 veröffentlichte Peter Hacks als Band 544 der edition suhrkamp den Band Das Poetische. Dessen Untertitel versprach »Ansätze zu einer postrevolutionären Dramaturgie«: Er kann als programmatische Leitlinie für sein gesamtes Werk gelten, dessen vollständigen theoretischen Part der Autor in Die Maßgaben der Kunst selbst zusammengefaßt hat. In ihm entfaltet er in der Auseinandersetzung mit der gesamten Tradition der Ästhetik nicht nur des 20. Jahrhunderts eine Poetik der sozialistischen Klassik, die er in seinen Theaterstücken und Erzählungen praktiziert. Ebenso vielfältig wie ihr Gegenstand sind die Formen, in denen Hacks seine Position mal polemisch sich absetzend, mal subtil rekonstruierend vorführt: Hier finden sich Glossen und Vorträge, Interviews, Kürzestaussagen und Langessays, Selbsterklärungen und Verrisse. Der vom Autor zu verantwortende Klappentext der Ausgabe von 1996 vermerkt gewohnt lakonisch-unbescheiden: »der Gegenstand bleibt schwer. Aber nie hat (außer Heine) einer über den schweren Gegenstand so leicht geschrieben. Hacks ist klar, daß man über Kunst nicht anders als komisch handeln kann. Mit dem Titel ›Die Maßgaben der Kunst‹ hat Peter Hacks beiläufig die erste deutsche Übersetzung des Worts ›Ästhetik‹ gegeben, denn bisher gab es keine.« Der Band bringt die Maßgaben der Kunst in der Fassung letzter Hand aus dem Jahr 2003.
Peter Hacks was a German playwright, author, and essayist. Hacks was born in Breslau (Wrocław), Lower Silesia. Displaced by World War II, Hacks settled in Munich in 1947, where he made acquaintance with Thomas Mann and Bertolt Brecht. Hacks then followed Brecht to East Berlin in 1955. However, a continued cooperation between him and Brecht did not arise. From 1960 Hacks worked as a dramaturge at the Deutsches Theater (DT) in Berlin.