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Jesus, der Jude

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Rare Book

276 pages, Hardcover

First published January 1, 2013

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Guido Baltes

19 books2 followers

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Community Reviews

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1 star
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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Nils Wendel.
9 reviews
October 6, 2024
Es gibt wenige Bücher, die mich so herausgefordert haben, wie dieses. Wie oft habe ich schon Narrative über das Judentum oder Jesu kulturellen Kontext rezipiert, ohne zu hinterfragen, wie fundiert diese überhaupt sind! Jedes Kapitel dieses Buches hat meinen Horizont für dieses Thema wirklich erweitert.
Das Buch kann schon fast frustrierend sein, denn es wäre so viel einfacher, bei den altbekannten dualistischen Vorstellungen über Jesus und den jüdischen Glauben zu bleiben, anstatt all das neu zu hinterfragen. Aber vor allem hat mich das Buch demütig gemacht, meine bisherige Unwissenheit und Gleichgültigkeit anzuerkennen und anzugehen. Große Leseempfehlung, besonders für alle, die in irgendeiner Form über Jesus sprechen/lehren/predigen.
Profile Image for Ali.
54 reviews40 followers
August 5, 2016
Schon wieder ein buch über Jesus, was eine herbe Entäuschung ist!

Der Autor versucht hier in einem wahrscheinlich gut gemeinten Werk die Missverständnisse vieler Christen über das Judentum zu klären.Dieses Buch versteht sich als eines, welches Brücken zwischen den beiden monotheistischen Religionen, Christentum und Judentum aufbaut. Dabei geht es von der eigentlich schon bekannten Behauptung, dass Jesus selbst ein Jude war. Weiters versucht der Autor mit vielen Bibeltexten, historischen Werken, jüdische und christliche Lieteraturen die ursprüngliche Nähe dieser beiden Religionen zu verdeutlichen. Dabei übetreibt er meiner Meinung nach an vielen Stellen, indem er an den verschiedenen Aussagen, sei es von der christlichen oder jüdischen Seite sehr stark heruminterpretiert oder sie verschönert.
Und dies wird bei mir vor allem an einem seiner Bespiele klar, wo sich das Judentum vom Christentum differenzieren wollte.
Als der Rabbi Johann ben Zakki gegen ende des ersten Jahrhunderts im sog. amida-Gebet die Bitte an Gott, Er solle für den baldigen Untergang der Sekten(minim) sorgen, meinte mann damit seien vor allem die Christen gemeint. Es wird aber im Buch nachdrücklich erwähnt, dass damit nicht die Christen bzw. Judenchristen gemeint waren.
Nach einigen Recherchen, hauptsächlich im Internet, fand ich auf Wikipedia die Behauptung, dass mit minim nicht die Christen gemeint waren.
Dort wird auch erklärt, was diese sog. minim Sekten ausmachte.Dazu gab es 5 wesentliche Punkte, die von denJuden damals festgelgt wurde:

1*Derjenige, der die Existenz Gottes bestreitet,
2*derjenige, der behauptet, dass es mindestens zwei Götter gibt,
3*derjenige, der zwar nicht leugnet, dass es einen Gott gibt, ihn aber in körperlicher Gestalt sieht,
4*derjenige, der leugnet, dass Gott der Einzigartige ist, sowie
5*derjenige, der jemanden zwischen sich und dem ewig währenden Gott sieht.
Quelle.Wikipedia

Ausgehend davon stellt man sich die Frage, welche Punkte treffen auf das Christentum nun zu? Das Erste nicht, das Zweite könnte aufgrund der Trinität zutreffen,das Dritte trifft meiner Meinung nach zu, das Vierte weniger, das Fünfte auch.

Diese eher bescheidene Analyse, lässt uns zu der Annahme kommen, dass mit der Bezeichnung minim, wahrscheinlich doch einige, wenn nicht sogar alle Christen gemeint waren. Aber aufgrund der christlich jüdischen Annäherungsversuche nach den Grauen der Vergangenheit, wollte man aus gutem Willen es lieber uminterpretiert haben.So oder so ähnlich könnte man sich das erklären. Da der Autor selbst ein Deutscher ist, könnte meine vielleicht etwas weit hergeholte These stimmen.

Ich hoffe es melden sich Menschen die sich mit der Materie auskennen, und mir dabei helfen das besser zu verstehen.

Schlusssatz: Das Buch ist gut gemeint, aber ist nicht das wonach ich suchte.

Für die, die noch mehr kritische Punkte haben möchten, ist hier ein Beitrag, den ich aus dem Internet habe.Der Autor, Markus M. möge es mir bitte verzeihen:

"Schlecht fand ich, dass Herr Baltes anscheinend einige offensichtliche Bibelstellen nicht in seine Argumente einfließen lässt. So schreibt er z.B. auf Seite 144 "Woher also die Idee kommt, das Juden nicht mit Samaritanern sprachen oder ihnen aus dem Weg gingen, weiß ich nicht." Ich weiß es schon, das steht nämlich so in Johannes 4,9 ("Denn Juden verkehren nicht mit Samaritern").

Auf Seite 150 behauptet Baltes, dass die Pharisäer das rituelle Händewaschen zur Zeit Jesu eingeführt haben und es "eine neue Sicht der Dinge war, die damals nicht jeder teile". Jedoch steht in Markus 7,3, dass alle Juden dies tatet.

Auf Seite 159 schreibt Baltes, dass Paulus nach wie vor die jüdischen Gesetze hielt und das Gesetz Mose generell auch für gläubige Juden gilt. In 1. Korinther 9,20 liest man allerdings etwas anderes ("obwohl ich selbst nicht unter Gesetz bin"). Das Buch "Gesetz und Gesetzlichkeit" von Arnold G. Fruchtenbaum bietet hier auch passende Argumente, dass man als Christ nicht mehr unter dem Gesetz Mose steht.

Auf Seite 175 schreib Baltes: "Sowohl im Griechischen als auch im Hebräischen sind 'Land', 'Erde' und 'Welt' ein und dasselbe Wort." Das stimmt so leider nicht, denn im Alt-Griechischen gibt es hierfür mehre Wörter wie z.B. kosmos, ge, agros oder oikomene."
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