Zum Ende des 16. Jahrhunderts ist in Ruwer die Welt für den heranwachsenden Chunrath dunkel und farblos. In dem Dorf vor den Toren Triers nennen sie ihn Blödgesicht. Unter den Machenschaften der Hexenjäger, wird seine Familie verfolgt, gefoltert und verbrannt. Chunrath gerät als Novize selbst in ihre Fänge. Welches größere Geheimnis verbirgt sich aber hinter dem Blödgesicht?
Das Buch ist super unterhaltsam! Es ist ein historischer Roman und spielt im alten Trier-Ruwer des 16. Jahrhunderts. Für Trierer Leser wohl etwas nostalgisches und warmes. Die Intrigen und Geheimnisse sind gut verpackt, es scheint sich nichts unnötig zu verzögern oder schnell aufzulösen. Perfekt, um die Spannung zu halten, loszulassen und wieder aufzubauen, da nach kleinen Antworten sich immer wieder große Fragen formen. Chunrath ist kein typischer Protagonist, aber genau wie die anderen Charaktere des Buchs nicht wirklich „herausstechend“. Sie sind meines Erachtens nicht wirklich tiefgründig geschrieben. Trotzdem werden der Lesefluss und die Storyline mit einem detaillierten und lebendigen Erzähler untermauert, der sich stark ausdrückt. Das Geschehene kann ohne verbliebene Fragen des Verständnis verfolgt werden. Außerdem wirkt die Geschichte durch genaue Ortsbeschreibungen Triers und der Nutzung von altgermanischem Wortschatz sehr authentisch. Es herrschen jedoch noch kleine Fehler in der Rechtschreibung. Zusammengefasst denke ich, dass 4 Sterne unter diesen Bedingungen gerechtfertigt sind, da man auch bedenken muss, dass wir (eine Freundin und ich) sehr viel Spaß beim Lesen hatten! Wie bereits erwähnt ist die Spannung unermüdend und die vielen Charaktere haben es uns möglich gemacht das Buch gemeinsam zu lesen und aus dem Buch vieles rauszuholen, gemeinsam zu lachen und mit Chunrath mitzufiebern. Danke Herr Pelzer! <33