Kaum ein anderes Thema hat die bundesrepublikanische Geschichte ähnlich bewegt und geprägt wie die Debatten um Militär, Krieg und Frieden. Die Auseinandersetzungen um die Erbschaft der Gewalt des Zweiten Weltkrieges waren noch nicht zuende, als sich ein wiederbewaffnetes Deutschland als Frontstaat im Kalten Krieg wiederfand. Aber auch später kreisen die markanten und epochalen Stichworte deutscher Innen- und Aussenpolitik und gesellschaftlicher Debatten meist um das Thema Krieg und Frieden. Das Buch zeichnet den radikalen Wandel des Stellenwerts von Krieg und Frieden in der politischen Kultur der Bundesrepublik in den letzten 50 Jahren nach. Innovativ werden die Erörterung der politischen Weichenstellungen im Regierungshandeln, die aussenpolitischen Konstellationen eng mit der Darstellung der Entwicklung und Veränderung politischer und sozialer Mentalitäten in der Bundesrepublik verkn|pft.
Holger Nehring studied at Tübingen University (Germany), the London School of Economics and at Oxford (as a Rhodes scholar). Before joining the Sheffield History Department in 2006, he taught at University and Pembroke Colleges and held a junior research fellowship at St. Peter's College, Oxford. His main research interests lie in the social, political and cultural history of post-World War II Western Europe, with a special emphasis on the social history of the Cold War in Britain and Germany since 1945, and in historical peace research.