Matthew Appletons Buch ist neben den Büchern A.S. Neills das erste umfassende Werk, das den Alltag in Summerhill aus der Sicht des langjährigen Insiders beschreibt. Als Hausvater hat er durch seine Funktion und seine offene Art engsten Kontakt zu den ihm anvertrauten Kindern und dem, was diese bewegt, andererseits hat er als Mitarbeiter der Schule einen Einblick in die übergreifenden Beziehungen und Zusammenhänge. Seine ehrliche, engagierte Darstellung des Lebens in Summerhill lag in ihrem umfassenden Blick und ihrer Genauigkeit bislang so noch nicht vor.
Erstmal: Wie wundervoll und sinnvoll ist dieses Schulkonzept bitte?! Kinder als erstmal gute Wesen: ja verdammt!
Einziger Wermutstropfen für mich ist der starke Bezug zur Psychonanalyse und die merkwürdigen Ansichten über Homosexualtät auf Seite 162: "Sexspiele führen nur dann zu homosexuellen Verhalten wenn, das Kind außerordentliche Angst vor heterosexuellen Gefühlen hat und Sex mit seinesgleichen zur gefahrloseren Angelegenheit wird"