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Detailliert und mit großem Sachverstand nimmt sich der Autor die drängendsten Problemfelder vor: Klimakatastrophe und Regenwald-Vernichtung, die Ausbreitung von Hunger und Krankheiten, der fatale Kreislauf von Perspektivlosigkeit, Terrorismus und Krieg in vielen Drittwelt-Ländern. "Um diese verhängnisvolle Entwicklung zu stoppen, braucht es eine globale Politik", schreibt der Autor. Allerdings, das weiß auch Bode, ist eine wirkungsvolle internationale Zusammenarbeit momentan nicht in Sicht. Und auch die Nationalstaaten versagen seiner Ansicht nach. Denn Politiker müssten stets den nächsten Wahltermin im Auge haben. Dieses "Anreizsystem belohnt kurzfristiges Denken" und blockiere ein Umsteuern zugunsten langfristiger Ziele.
Also fordert Bode eine "Reform der nationalen Demokratien": die Macht von Parteien und Lobbyisten will er beschneiden und gleichzeitig den Weg bereiten für mehr Engagement "von unten". Vor allem die so genannten Nichtregierungs-Organisationen (NGOs) wie Umwelt- und Menschenrechtsgruppen sind für den Ex-Greenpeace-Mann Bode die geeigneten Hebel, um Veränderungen im politischen System in Gang zu setzen.
Bodes Analysen prangern nicht nur oberflächlich einige Missstände an, sondern fragen nach den Strukturen von Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen, die solche Fehlentwicklungen erst hervorbringen. So überzeugend und kenntnisreich wird selten über die Globalisierung geschrieben. --Christoph Peerenboom
220 pages, Hardcover
First published March 1, 2003