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Pinke Monster

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Frank steckt mitten in der Pubertät und realisiert langsam aber sicher, dass er schwul ist. Anerkennung verschafft sich der schüchterne 14-Jährige vor allem durch sein Zeichentalent – seine Monster sind begehrt bei den coolen Jungs in seinem Umfeld. Um seinem an einer Depression erkrankten Vater zu helfen, sucht Franks Mutter derweil Hilfe bei einer esoterischen Heilerin. Die charismatische Thea gibt nicht nur seinen Eltern neue Hoffnung, auch der emotional verunsicherte Frank findet Sicherheit in ihrem „Geheimwissen“. Als Thea jedoch Franks Monster mitverantwortlich für die Krankheit seines Vaters macht und dem Jungen wenig später auch seiner sexuellen Orientierung wegen mit der Vermittlung schwerer Schuldgefühle begegnet, muss Frank das Verhältnis zu seinen Eltern aufs Spiel setzen, um sich zu emanzipieren... Claus Daniel Herrmann gelingt in seinem Buchdebüt eine nuancierte Coming-of-Age-Geschichte über die Wirkungsmacht, die Ideolog:innen auch über vermeintlich vernünftige Menschen erlangen können, wenn man ihnen Raum gewährt.

214 pages, Paperback

First published November 4, 2024

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Profile Image for Ileana (The Tiniest Book Club).
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April 1, 2025
In diesem eindrücklich gezeichneten, queeren Coming-of-Age-Debüt erzählt Claus Daniel Herrmann autofiktional von einer prägenden Begebenheit in seiner Jugend.

Protagonist ist der 14-jährige Frank, mitten in der Pubertät inklusive Türenknallen und Ins-Kissen-Heulen, dem langsam aufgeht, dass er sich für Jungs interessiert. Frank lebt mit Mutter und Vater in einer sehr bedrückenden Situation. Sein Vater ist depressiv, die Mutter versucht allein, Lohnarbeit und Haushalt zu stemmen. Die Einstiegsszene schafft es perfekt, uns den Alltag von Frank nahezubringen: auf dem GameBoy daddelnd (es sind die 90er) kommt der Junge von der Schule nach Hause, setzt sich an seinen Schreibtisch, seinen Safe Place, Take That dröhnt aus dem CD-Player. Franks Vater sitzt im abgedunkelten Zimmer, seine Mutter räumt dem Teenager hinterher. Es gibt kaum Dialog, nur Geräusche wie das Klackern und Piepen des GameBoys zerschneiden die Stille. Die Zeichnungen sind ganz und gar in Bleistiftgrau gehalten.

Dann tritt Thea in das Leben der Familie und mit ihr ein erster Hauch von Pink. Thea ist eine esoterische Heilerin, die der Mutter von einer Kollegin empfohlen wurde als alternative Lösung für die Depression ihres Mannes. Thea verbreitet Hoffnung mit ihrem „alten Wissen“, schleppt die gesamte Familie in einen Edelsteinshop, damit sich alle einen Stein gegen „negative Energien“ aussuchen können („139,90, bitte!“). Als Thea jedoch Franks Monsterzeichnungen mitverantwortlich für die Krankheit seines Vaters macht und dem Jungen auch wegen seiner sexuellen Orientierung Schuldgefühle einredet, muss sich Frank aus ihren Fängen lösen, notfalls auch gegen den Willen seiner Eltern…

Eso- und Schwurbelkritik, dazu eine herzerwärmende queere Liebesgeschichte und eine Mom, die unterstützend auf das Coming-out ihres Sohnes reagiert: „Pinke Monster“ ist, vor allem auch optisch, ein durch und durch gelungenes Comicdebüt.
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