Ralph Giordanos Standardwerk über Israel und den Nahostkonflikt: Sein Bericht verblüfft und erschüttert. Ralph Giordano reiste vier Monate durch Israel, um mit Israelis und Palästinensern zu sprechen. Es entstand ein Buch, das so einzigartig ist wie das Land, das es beschreibt. Ausgestattet mit einer besonderen Beobachtungsgabe für Menschen und Situationen, stellt Giordano die Tragödie des Nahostkonflikts facettenreich dar: die Intifada, die Siedlerbewegung, die schwierige Rolle der israelischen Armee. Es geht um orthodoxe und ultraorthodoxe Juden und ihren Einfluss auf Staat und Regierung, um den Holocaust und seine Wirkung. Fragen, die uns bis heute beschäftigen und mehr denn je eine Antwort benötigen.
Born to a Sicilian father and a Jewish mother, he was soon persecuted by the Nazi regime. His family survived the Holocaust by hiding in a friend's basement. After his experiences, he became a communist, but soon grew estranged because of his dislike for Stalinism and exited the German Communist Party in 1957. In 1982, he published his most widely known work, Die Bertinis, a semi-autobiographical novel portraying the experiences of a family of mixed ethnic heritage (including Jewish) from the end of the 19th Century through the end of World War II. In 1988, it was presented in a television series aired on the Second German TV network (Zweites Deutsches Fernsehen, or ZDF). Thereafter Giordano worked as a freelance writer and wrote numerous articles about his experiences in Nazi Germany and about the dangers of Neo-Nazi movements. He saw Islam as a threat: In a New York Times interview in 2007, he vehemently opposed the construction of a new mosque in Cologne, citing German mosques as "a symbol of a parallel society", and called the integration of German Muslims "a failure". Ralph Giordano died on Dec. 10, 2014, aged 91, in a Cologne hospital of complications following a hip fracture.
Der Autor ist selber Jude und vertritt generell eine Pro-Israel Position, bemüht sich in seinem Buch jedoch um eine neutrale Darstellung des Nahostkonflikts. Er schreibt über Verbrechen beider Seiten und stellt fest dass in Israel einiges im Argen liegt. Jedoch hält er genauso fest dass es im Mittleren Osten kein Land gibt dass Israel an Demokratie und Freiheitlichkeit gleichkommt und dass sogar Palästinenser in Israel mehr Rechte als in irgend einem arabischen Land haben. Zudem beleuchtet er die Hintergründe des Israelischen (Fehl-)Verhaltens in den besetzten Gebieten. Insgesamt ein empfehlenswerter Einblick wenn man sich nicht an der Bias des Autors stört(die er aber auch selbst explizit erwähnt). Leider ist das Buch schon recht alt und es fehlen daher viele neuere Entwickelungen völlig.
Auch über zwanzig Jahre nach Giordanos Besuch in Israel, der zu diesem Buch geführt hat, sind seine Ein- und Ansichten zu diesem Land hochaktuell. Einiges hat sich in der Zwischenzeit geändert, aber viele von Giordanos Beobachtungen und Meinungen gelten heute noch genauso wie damals. Und im Gegensatz zu vielen selbst ernannten Intellektuellen unserer Zeit macht er es sich nicht einfach, sich eine Meinung zu bilden.