Ein interessanter, wenn auch sehr anspruchsvoller Roman über den deutschen Kolonialismus, generationelles Trauma, und Familienzugehörigkeit. Die teils sehr expliziten und brutalen Beschreibungen mögen nicht für jede/n etwas sein, allerdings sind sie effektiv darin den eher historischen Aspekt des Romans mit dem generationsübergreifenden Familienkonflikt zu verbinden. Gleichweise verliert die Erzählung häufig an Tempo wenn die beiden modi im Konflikt zueinander auftreten. Es fiel mir nicht immer leicht weiterzulesen, aber im Endeffekt bin ich froh am Ball geblieben zu sein da ich solch ein Buch noch nie zuvor gelesen habe. Grundsätzlich glaube ich auch dass es sich bei dem Roman um eine wichtige Darstellung handelt, die sich berührend und zugleich erschreckend mit einem essentiellen Teil der deutschen Geschichte beschäfigt welche oftmals zu wenig im öffentlichen Diskurs thematisiert wird.