20 Autoren schreiben über das Ende der Menschheit. Dabei steht das auslösende Ereignis nicht direkt im Vordergrund, primär drehen sich die Kurzgeschichten dieser Anthologie um die Menschen, die sich mit dieser für sie finalen Situation auseinandersetzen müssen.
Spannende Kurzgeschichten ohne Happy End mit:
Andre Hahn, Anke Höhl-Kayser, Denise Mildes, Detlef Klewer, Dirk Wendt, Frederic Brake, Jasmin Ickes, Johanna Teuer, Lily Beier, Manfred Schnitzler, Marco Callari, Markus Cremer, Markus Unger, Martin Beckmann, Peter Biedermann, Regina Schleheck, Simona Turini, Thomas Williams, Torsten Exter und Ulrike Lantermann-Kliem
Klassiker in der Literatur sind für mich ganz besondere Werke. Sie stammen aus anderen Zeiten und die Autorinnen und Autoren bildeten häufig die Vorhut in einem Genre. So auch HG Wells mit „War of the Worlds“.
Als ich „Das Ende der Menschheit“ zum ersten Mal in der Hand hielt, war ich skeptisch. Eine Fortsetzung zu einem der größten Science Fiction – Romane aller Zeiten? Das würde schwer werden. Leider sollte ich auch recht behalten.
Stephen Baxter spinnt die Geschichte rund um die Marsianer weiter und fesselt den Leser durch eine spannende Story, welche auf HG Wells´ Gedanken aufbaut. Dabei lässt er doch auch seine Interpretation der Originalvorlage nicht aus und kreiert dadurch eine für den Leser schwierige Atmosphäre im Roman. Natürlich war HG Wells´ Werk nicht perfekt, er gründete gewissermaßen das Genre des Science Fiction und genau deshalb gehört dies alles zu ihm. Und zum Lauf der Zeit gehört es, dass wir Geschichten durch neue Sichtweisen kritisieren – doch sollte ich deshalb versuchen, an ein Original heranzukommen, welches eine ganz andere Welt in sich vereinte?
Natürlich ist es jedem selbst überlassen, wie man mit einem Werk dieser Art umgehen sollte. Ich jedoch tat mich schwer. Der Autor verfasst einen Roman über mehr als fünfhundert Seiten und tritt nicht nur HG Wells´ Gedanken in den Boden, sondern versucht, etwas eigenes darauf aufzubauen. Ohne Frage soll der Autor seinem Roman einen ganz eigenen Schliff geben, nur dann sollte dieser womöglich nicht in Verbindung mit dem Klassiker der Science-Fiction Welt stehen?