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Glaube, der trägt, wenn alles im Fluss ist: Evangelikale zwischen fundamentalistisch und postevangelikal. Ein Plädoyer für einen dritten Weg in der Zeit ... unsere Kultur ernst nimmt.

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Kirchen und christlicher Glaube befinden sich in unserer westlichen Gesellschaft im Umbruch. Wir stehen in einer religiösen Zeitenwende. Vielen Christen brechen ihre Glaubensfundamente weg. Besonders betroffen sind die Manche suchen ihren Halt in einem biblizistischen Fundamentalismus, der sich aus unserer Kultur und Gesellschaft zurückzieht. Andere hinterfragen kritisch ihre überkommenen Glaubensüberzeugungen, wollen gesellschaftsrelevant sein und entwickeln sich zu "Postevangelikalen".

Roland Hardmeier zeigt einen dritten Weg Ein Evangelium der Mitte, das auf der Autorität der Bibel und den Fundamenten des christlichen Glaubens steht, sich aber gleichzeitig der Welt zuwendet und den Fragen der Zeit stellt. Es geht um einen dynamischen, lebensnahen und gesellschaftsrelevanten Glauben in der Welt der Postmoderne, der Verantwortung für die Welt wahrnimmt und das Evangelium von Jesus Christus in unsere Kultur übersetzt.

Ein engagiertes Plädoyer für einen fundiert unfundamentalistischen Glauben!

"'Wie kann unser Glaube anschlussfähig an die Postmoderne werden, ohne dass wir seinen Grundbestand und unsere ethischen Wertsetzungen preisgeben?' - Ich habe bisher kein Buch gefunden, das diese Schicksalsfrage der Evangelikalen jenseits von Fundamentalismus und Postevangelikalismus so sorgfältig, fair und gleichzeitig so gut lesbar beantwortet wie dieses hier. Ein Buch der Mitte im besten Sinne, auf dem man aufbauen kann." (Reinhold Scharnowski, Pastor und Publizist)

Kindle Edition

Published November 1, 2024

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January 10, 2026
Zusammenfassung: Roland Hardmeier – Glaube, der trägt

In seinem Werk ‚Glaube, der trägt‘ setzt sich Roland Hardmeier kritisch mit der aktuellen Landschaft des christlichen Glaubens auseinander. Angesichts der zunehmenden Polarisierung zwischen progressiven und fundamentalistischen Strömungen sucht Hardmeier nach einem ‚Weg der Mitte‘. Vertreter eines progressiven Christentums sind grundsätzlich der Welt zugewandt. Sie sind bemüht, Glaubensinhalte neu zu überdenken, um sie mit der gesellschaftlichen Realität in Einklang zu bringen. Vertreter eines konservativen Christentums sind eher weltabgewandt; sie bemühen sich, den Glauben angesichts ungünstiger gesellschaftlicher Entwicklungen zu bewahren.
Während der Fundamentalismus wirklichkeitsfremd ist, reduziert das progressive Christentum die christliche Botschaft, indem es sich von den Zentrallaussagen des Evangeliums entfremdet. Hardmeier verortet die Evangelikalen dabei zwischen den Progressiven und den Fundamentalisten, mit einer möglichen Schlagseite in beide Richtungen. Der Autor selbst plädiert für das „Evangelium der Mitte“: Christen, die fundiert und unfundamentalistisch glauben, denken und handeln.

Aufbau und Inhalt des Buches
Nach einer Definition folgen vier Kapitel zur Einordnung dieser einzelnen theologischen Strömungen. Im Anschluss an diese Einordnung widmet sich der Autor der Untersuchung der verschiedenen Ansichten zwischen diesen Gruppen. Der Einstieg erfolgt mit dem Schriftverständnis, das die Bibel als Gottes Offenbarung und sein verbindliches Wort an uns versteht. Dieses steht über der kirchlichen Tradition und der menschlichen Vernunft. Gott bediente sich beim Niederschreiben der Bibel der Menschen, sodass sich in diesem Akt das Geheimnis der Inspiration ereignete. Menschen haben aus ihrer Perspektive geschrieben, doch Gott hat sie geleitet, sodass Gott im Menschenwort spricht.
In den nächsten zwei Kapiteln greift er zuerst die Problematik der Progressiven (Bibelkritik, Wissenschaft und Glaube) und dann die der Fundamentalisten (biblische Weltgestaltung) auf. Dieses Thema wird vom Autor in Kapitel 5 ausführlicher behandelt und kann mit folgenden Worten zusammengefasst werden: Wer Jesus zuhört, wird sein Heil weder in der Flucht aus der Welt suchen, noch einer innerweltlichen Utopie verfallen (das Königreich Gottes). Die folgenden Kapitel beschreiben die christlichen Grundlagen. Dabei stellen sie eine Weiterführung bzw. Wiederholung der ersten Kapitel dar. Nach Hardmeiers Verständnis ist der Gedanke des Sühneopfers zentraler, als Progressive wahrhaben möchten, und die Bedeutung des Kreuzes umfassender, als die meisten Evangelikalen denken. Jesus ist Opfer (sacrifice) und Sieger (victor) zugleich. Im nächsten Kapitel wiederholt er seine Ausführung zum „Königreich Gottes“. Wie dies genau mit dem Menschen Jesus zu tun hat, ist meiner Ansicht nach nicht ganz klar.
In den restlichen drei Kapiteln behandelt er eher apologetische Themen wie Gender, Himmel und Hölle. In den ersten zwei Themen sieht er eher die Ansichten der Progressiven kritisch. Er vertritt zudem eine Annihilationstheologie. Im letzten Kapitel findet das Buch seinen Abschluss: „Vertrauensvolles Bibellesen“, „Ein Grundbestand des Glaubens“, „Kirche als Gegenkultur“ und „Verantwortliche Ethik“ fassen die Thematik des Buches zusammen.

Fazit
Meiner Meinung nach fasst folgender Satz das Anliegen und den Inhalt des Buches sehr gut zusammen:
„Wir müssen eine fundierte, unfundamentalistische Sozialethik entwickeln. Unfundamentalistisch heißt: Weltverneinung muss von einer Philosophie der Liebe für die Postmoderne abgelöst werden. Fundiert heißt: Es darf nicht zu einem humanistisch aufgelösten Evangelium werden, sondern muss fest auf der Bibel gegründet sein“ (S. 282).
Ich fand den Inhalt insgesamt ein wenig zu repetitiv, ansonsten war das Buch meiner Ansicht nach ziemlich fair.
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