Lampedusa ist zum zentralen Symbol undokumentierter Mobilit�t im Mittelmeer und der europ�ischen Grenzen der Gastfreundschaft geworden. Heidrun Friese gibt Einblick in historische Semantiken der Gastfreundschaft und Perspektiven der Kulturwissenschaft sowie der Philosophie und konfrontiert diese mit den Praktiken der Aufnahme von Bootsfl�chtlingen. Deutlich wird, dass Mobilit�t, die Deklaration des permanenten Ausnahmezustands und die Migrationsindustrie einen transnationalen politischen Raum schaffen, in dem sich Interessen, Dissens und Partizipation artikulieren. An der Schnittstelle zwischen Anthropologie und Kulturwissenschaft verbindet die Studie langj�hrige Feldforschung und dichte Beschreibung mit j�ngsten Diskussionen um Gastfreundschaft und pl�diert f�r einen lokalisierten Kosmopolitismus.