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James Stirling: Buildings and Projects

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Looks at college buildings, performing arts centers, museums, townhouses, banks, office buildings, and low cost housing designed by the Liverpool-born architect and discusses influences on his work

342 pages, Paperback

First published June 15, 1993

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Peter Arnell

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April 22, 2026
James Stirling: Das Monument der Widersprüche
Das Werk Buildings and Projects ist weit mehr als eine bloße Werkschau – es ist die Grundrisssammlung eines architektonischen Befreiungsschlags. Während die Moderne in funktionaler Strenge erstarrte, bringt James Stirling mit einer Mischung aus britischem Witz und historischer Tiefenschärfe das Spiel zurück in den Beton. Mit der Einleitung von Colin Rowe, einem der prägenden Köpfe der Architekturtheorie, wird dieses Buch zum Manifest einer Epoche, in der Architektur wieder erzählen durfte.
Die Staatsgalerie Stuttgart: Erleben vor Erkennen
Dass ich über zwei Jahrzehnte hinweg die Neue Staatsgalerie regelmäßig passierte, ohne mich akademisch mit Stirling auseinanderzusetzen, erscheint mir heute nicht als Versäumnis, sondern als Kompliment an das Bauwerk. Die Staatsgalerie drängt sich nicht als „Museum“ auf, sondern entfaltet sich als Weg, als Terrasse, als urbaner Aufenthaltsraum.
Hier zeigt sich Stirlings besondere Stärke: die Versöhnung scheinbarer Gegensätze. Hochkultur trifft auf Pop-Ästhetik – in den ikonischen grünen Fensterrahmen und den pinken Handläufen ebenso wie in der Verbindung klassischer Rotunden mit High-Tech-Elementen. Dass dort sogar ein Kindergeburtstag Platz fand, ist mehr als eine Anekdote: Es belegt die Offenheit dieses Gebäudes. Diese Architektur belehrt nicht, sie empfängt – und bleibt dabei zugleich ein komplexes Spiel mit den Zitaten der Baugeschichte.
Ein Werk der radikalen Präsenz
Buildings and Projects macht deutlich, dass Stirling ein Architekt der physischen Präsenz ist. Seine Entwürfe folgen einer skulpturalen Intelligenz, die Technik sichtbar macht, ohne sich in ihr zu verlieren, und zugleich die Monumentalität historischer Formen reflektiert.
Ein kurzer Impuls dazu:
Es hat eine fast sokratische Pointe: Ich habe dieses Werk lange erfahren, bevor ich es verstand. Das Buch liefert nun nachträglich die Partitur zu jener räumlichen Symphonie, durch die ich – oft beiläufig – gegangen bin. Stirlings Architektur zeigt, dass wahre Meisterschaft darin liegt, Komplexität so zu gestalten, dass sie im Alltag tragfähig wird – unaufdringlich, aber geistig anregend.
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