Felix Klieser ist so ein interessanter Mensch, und doch ist dieses Buch derart voll von naiven, teils unerträglichen Binsenweisheiten, dass ich es kaum genießen konnte. Ich weiß nicht, wie man im Jahre 2024, in Zeiten akademisch erforschter gesellschaftlicher Ungleichheit immer noch allgemeingültige neoliberal angehauchte „Jeder kann es schaffen, wenn man nur an sich glaubt“ Erzählungen ohne das Reflektieren eigener Privilien in die Welt senden kann. Doch genau das tut der Autor hier non-stop.